Schulcontainer mieten: Worauf Schulen bei Ausstattung, Mietdauer und Kosten achten sollten
Wenn Klassenräume wegen Sanierung, steigender Schülerzahlen oder kurzfristiger Umbauten fehlen, müssen Schulträger schnell handlungsfähig bleiben.
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Ein leeres Klassenzimmer sagt manchmal mehr als jedes Gespräch. Wenn Schülerinnen und Schüler immer wieder fehlen, denken viele zuerst: Das Kind will einfach nicht zur Schule. Doch meistens steckt mehr dahinter – Angst, seelische Belastung oder ein Problem in der Schule, das früh beginnt, aber oft spät erkannt wird.
Häufiges Fehlen ist selten Faulheit – meist steckt Angst, Überforderung oder ein seelisches Problem dahinter
5–13 % der Schüler betroffen; größter Risikofaktor: wiederholtes Scheitern in der Schule
Bei 3 von 4 Kindern mit langen Fehlzeiten liegt ein seelisches Problem vor; am häufigsten betroffen: 14- bis 16-Jährige
Unbemerktes Fehlen erhöht das Risiko für späteren Schulabbruch (aktuell 6,2 %)
Tipps für Eltern: Fehltage ernst nehmen, nicht vorschnell urteilen, Kontakt zur Schule suchen, Druck vermeiden, bei Bedarf professionelle Hilfe holen
Bei schwierigeren Fällen: Schulwechsel oder Internat mit geschütztem Rahmen als mögliche Lösung, wenn das gewohnte Umfeld selbst zur Belastung geworden ist
Foto von M.T ElGassier auf Unsplash
Fachleute nennen das Fernbleiben von der Schule „Schulabsentismus". Laut einer wissenschaftlichen Untersuchung bedeutet das einfach: Ein Schüler fehlt im Unterricht, ohne dass es dafür einen erlaubten Grund gibt. Dahinter können aber ganz unterschiedliche Dinge stecken – vom klassischen Schwänzen bis zur Angst, überhaupt zur Schule zu gehen. Eine Fachzeitschrift unterscheidet mehrere Formen: Manche Kinder werden von den Eltern zurückgehalten, manche ziehen sich innerlich zurück, andere zeigen ihr Problem nach außen, zum Beispiel durch Wutausbrüche.
Wie viele Kinder betroffen sind, lässt sich nicht genau sagen. Das liegt daran, dass niemand klar festgelegt hat, ab wie vielen Fehltagen es „zu viel" ist. Schätzungen gehen laut einer Übersichtsarbeit von etwa 5 Prozent aller Schülerinnen und Schüler aus. Andere Untersuchungen kommen laut einer Handreichung aus Hessen sogar auf bis zu 13 Prozent.
Warum ist das Thema so wichtig? Der Forscher Heinrich Ricking erklärt in einem Interview mit dem Deutschen Schulportal: Der größte Risikofaktor für Schulverweigerung ist, wenn ein Kind in der Schule immer wieder scheitert. Die Zahlen zeigen, wie ernst das Problem ist: 6,2 Prozent der Jugendlichen verlassen die Schule ganz ohne Abschluss – und oft beginnt diese Entwicklung mit häufigem Fehlen. Fehlzeiten selbst sind dabei gar nicht so selten: In der 8. Klasse hat schon jeder zweite Schüler mindestens einmal geschwänzt. Das allein ist noch kein großes Problem.
Gefährlich wird es laut Ricking vor allem dann, wenn niemand darauf reagiert. Viele unentschuldigte Fehltage fallen einfach nicht auf – oder haben keine Folgen. Genau das lässt das Problem wachsen.
Ein Bericht des Deutschen Schulportals zeigt: Oft steckt mehr als Faulheit dahinter. Mögliche Gründe sind zum Beispiel:
Auch die Schule selbst kann ein Grund sein: ein schlechtes Klima in der Klasse, Streit mit Lehrkräften, Mobbing oder wiederholtes Scheitern bei Prüfungen. Seit der Corona-Pandemie ist die Zahl der gefährdeten Kinder gestiegen. Das Deutsche Schulbarometer 2025 zeigt: Jeder vierte Schüler zeigt Anzeichen seelischer Belastung.
Ein Bericht von News4teachers macht das noch deutlicher: Bei etwa drei von vier Kindern, die lange fehlen, gibt es seelische Probleme. Am häufigsten betroffen sind Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren.
Eltern merken oft als Erste, wenn ein Kind morgens nicht mehr zur Schule will – durch Bauchschmerzen, Streit oder stilles Verweigern. Genau hier können sie ansetzen, bevor aus einzelnen Fehltagen ein dauerhaftes Muster wird.
Für zu Hause lassen sich einige einfache Grundsätze ableiten:
Wenn ein Kind immer wieder fehlt, ist das selten nur ein Erziehungsproblem. Meistens steckt etwas dahinter – Angst, Überforderung oder seelische Not. Da häufiges Fehlen das Risiko für einen späteren Schulabbruch deutlich erhöht, lohnt es sich für Eltern, genau hinzuschauen und früh das Gespräch zu suchen – mit dem Kind selbst und mit der Schule. So lässt sich oft verhindern, dass aus einzelnen Fehltagen ein dauerhaftes Problem wird.