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PISA-Schock 2.0? Warum der Herbst 2026 zur Nagelprobe für Deutschlands Schulen wird
Im Herbst werden die Ergebnisse der PISA-Studie 2025 veröffentlicht – nach dem enttäuschenden Abschneiden der letzten Runde blickt die gesamte Bildungswelt gebannt auf die Zahlen. Was steckt hinter der Anspannung, und was können Schulen jetzt schon tun, um vorbereitet zu sein?
Das Wichtigste in Kürze
TL;DR: Am 8. September 2026 werden die PISA-2025-Ergebnisse veröffentlicht. Bei der letzten Studie 2022 schnitten deutsche Schüler so schlecht ab wie nie zuvor (30 % verfehlten die Mathe-Mindestanforderungen, 25 % beim Lesen). Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Naturwissenschaften, erstmals werden auch digitales Lernen und Englisch-Kompetenzen getestet, und der Erhebungszyklus wurde von drei auf vier Jahre verlängert. Die zentrale Frage: Zeigen die bildungspolitischen Reformen der letzten Jahre endlich Wirkung, oder droht ein neuer PISA-Schock?
Am 8. September 2026 ist es so weit: Die Ergebnisse der PISA-Studie 2025 werden veröffentlicht, wie das Deutsche Schulportal berichtet. Für Eltern, Lehrkräfte und Schulen ist das mehr als nur ein weiterer Termin im Bildungskalender – es ist eine Art Fieberkurve für den Zustand des deutschen Schulsystems.
Die Anspannung hat einen guten Grund: Bei der letzten Erhebung, PISA 2022, fielen die 15-Jährigen in Deutschland in allen drei getesteten Kompetenzbereichen auf die niedrigsten Werte, die im Rahmen der Studie hierzulande je gemessen wurden. Wie das Schulportal dokumentiert, verfehlten 30 Prozent der Jugendlichen in Mathematik die Mindestanforderungen, im Lesen waren es 25 Prozent. Auch bei Statista lässt sich dieser Negativtrend über mehrere Erhebungsrunden hinweg nachvollziehen: Die Punktzahlen deutscher Schüler sanken in Mathematik und Naturwissenschaften bereits seit 2015, im Lesen seit 2018 kontinuierlich – nachzulesen in der Statista-Infografik zu den PISA-Ergebnissen. Deutsches SchulportalStatista
Was 2025 anders ist
PISA 2025 unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von früheren Runden. Zum einen liegt der fachliche Schwerpunkt diesmal auf den Naturwissenschaften – zuletzt war das 2015 der Fall, wie die Kultusministerkonferenz mitteilt. Zum anderen wurden erstmals zusätzliche Kompetenzbereiche erfasst: Laut dem Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) der TU München, das die deutsche Teilstudie im Auftrag von KMK und Bundesbildungsministerium durchführt, wurden erstmals auch selbstreguliertes Lernen am Computer sowie die Fremdsprachenkompetenz Englisch getestet.
Auch der Erhebungsrhythmus hat sich verändert. Wie das Schulportal in seiner Einordnung "25 Jahre PISA" erläutert, wechselt PISA ab dieser Runde von einem drei- auf einen vierjährigen Zyklus – mit dem erklärten Ziel, den teilnehmenden Ländern mehr Zeit zu geben, um Reformen umzusetzen und ihre Wirkung tatsächlich sichtbar zu machen.
Die eigentliche Frage: Wirken die Reformen?
Genau hier liegt die eigentliche Spannung des kommenden Herbstes. Seit dem PISA-Schock der ersten Studie im Jahr 2001 hat die Kultusministerkonferenz zahlreiche Maßnahmen angestoßen – von der Stärkung der Kernfächer über verbesserte Sprachförderung bis hin zur Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts. Das Schulportal bringt es in seiner Analyse auf den Punkt: Erst mit der Veröffentlichung von PISA 2025 wird sich zeigen, ob diese Maßnahmen tatsächlich erste Früchte tragen. Deutsches Schulportal
Für Schulen bedeutet das: Die Ergebnisse im September werden nicht nur eine Momentaufnahme liefern, sondern auch eine Art Zeugnis für die bildungspolitischen Weichenstellungen der vergangenen Jahre. Für Eltern lohnt sich schon jetzt ein Blick auf die eigenen Erwartungen – nicht jede Zahl im September wird sich eins zu eins auf die Schule des eigenen Kindes übertragen lassen, denn PISA misst systemische Trends, keine Einzelschulen oder Einzelpersonen, wie auch das ZIB in seinen Datenschutzhinweisen betont.
Fest steht: Der 8. September 2026 wird zeigen, ob Deutschland nach über zwei Jahrzehnten Reformarbeit endlich wieder eine Trendwende gelingt – oder ob der nächste PISA-Schock bereits wartet.