Abitur - was kommt auf mich zu? 10 Tipps für nachhaltiges Lernen

Du stehst vor der Abiturprüfung und dir ist unwohl bei dem Gedanken daran. Vielleicht hast du nicht alles verstanden oder fürchtest, den Abidurchschnitt zu verpassen. Sei getröstet: So wie dir, geht es vermutlich allen!

Guter Rat ist teuer, aber nicht immer gut

Ratgeber zum Lernen vor dem Abitur gibt es viele. Nur wenige sind die Zeit wert, die du zum Lesen aufwendest. Vorsicht ist vor allem bei Tipps geboten, die schon auf den ersten Blick fragwürdig erscheinen. 

Manche Leitfäden raten vom Naschen beim Lernen ab. Klar, zu viel Süßes macht dick und ist ungesund. Zucker ist für den Körper allerdings auch Energie, von der du beim Lernen jede Menge verbrauchst. Gegen eine gesunde Obstmahlzeit beim Lernen ist nichts einzuwenden und hilft dir, durchzuhalten. 

Andere Hinweise sind sogar gefährlich, wie der Rat, verbotene Substanzen einzunehmen oder Medikamente zur Leistungssteigerung. Verzichte darauf. Du könntest dich und deinen Lernerfolg gefährden! 

10 Tipps für erfolgreiches Lernen für die Abi Prüfung

Stattdessen haben wir 10 Tipps zusammengestellt, die dich wirklich weiterbringen. Sie helfen dir, die Aufgabe überschaubar zu gestalten, deine eigenen Regeln beim Lernen einzuhalten und sind nützlich, um mit Lernblockaden fertig zu werden. Alles beginnt damit, dir einen Überblick zu verschaffen! 

Tipp 1: Fang jetzt an!

Beschäftige dich frühzeitig mit dem Thema Abiturprüfung. Sie kommt unvermeidlich auf dich zu. Je länger du deine Vorbereitung vor dich herschiebst, desto weniger Zeit bleibt dir für das Lernen. Gehe von Anfang an strukturiert vor und plane dein Vorhaben. 

Tipp 2: Was lernen?

Vermutlich geben deine Lehrer schon seit längerer Zeit Hinweise darauf, welche Abithemen relevant sind. Falls du unsicher bist, frage noch einmal nach und tausche dich mit deinen Mitschülern aus. 

Tipp 3: Zeitmanagement ist dein Freund

Zu Beginn der Abitur-Vorbereitung erscheint der Lernstoff wie ein gigantischer Berg. Du wirst schnell mutlos. Teile die Arbeit in sinnvolle Module auf und überlege, wann du die Themen bearbeiten wirst. Erstelle einen Plan und halte ihn ein. Wenn du gern in der Gruppe lernst, suche Mitstreiter. 

Zeitmanagement kann noch mehr: Eine To-do-Liste schreibt nicht nur dein Pensum vor, sondern zeigt dir auch, wie viel du schon erreicht hast. Jedes abgeschlossene Thema ist ein Meilenstein. Mache dir am Ende eines Lerntages deinen Erfolg bewusst und plane die Themen für morgen.

Tipp 4: Rahmenbedingungen schaffen

Zum perfekten Zeitmanagement zählt eine angemessene Arbeitsumgebung. Vermutlich lernst du am Schreibtisch und profitierst von einer hellen Leuchte. Sonst werden die Augen schnell müde und der Kopf schmerzt. Bitte deine Familienangehörigen und Freunde, dich während deiner Lernzeit in Ruhe zu lassen. Ohne Handy und Internet lenkst du dich selbst weniger ab. 

Tipp 5: Wie lernen?

Neben unterschiedlichen Lerntechniken existieren auch unterschiedliche Lerntypen: 

  • Der auditive Typ nimmt Lerninhalte über das gesprochene Wort auf
  • Der visuelle Typ bevorzugt Bilder oder Grafiken beim Lernprozess
  • Der kommunikative Typ tauscht sich mit anderen aus, um zu verstehen
  • Der motorische oder kinästhetische Typ beschäftigt sich am liebsten mit Lernstoff zum Anfassen. Sein Lernen geschieht im wahrsten Sinne des Wortes über das Begreifen

Die meisten von uns sind Mischtypen, die mit allen Sinnen lernen. Wenn du dich jedoch in einer Lerntypenbeschreibung wiederfindest, besorge Lernmedien, die dir entsprechen. 

Alle Lerntypen profitieren von den richtigen Lerntechniken. Dazu gehört es, dass du dich aktiv mit dem Gelernten auseinandersetzt. Ein Fachbuch nur zu lesen, bringt kaum den gewünschten Erfolg. Erst wenn du dich mit dem Thema auseinandersetzt, bleibt das Gelernte haften. Dafür kannst du Karteikarten nutzen oder kurze Zusammenfassungen am Ende einzelner Abschnitte anfertigen. Was du selbst verschriftlicht hast, bleibt haften! 

Mindmapping ist eine Lerntechnik, von der vor allem der visuelle Typus profitiert. Hier werden Zusammenhänge sichtbar und die von dir selbst erstellte bildhafte Darstellung bleibt abrufbar im Kopf. 

Tipp 6: Sorge für dich

Beim langen und intensiven Lernen ist es wichtig, mit den Kräften hauszuhalten. Plane regelmäßige Pausen ein. Der Schulalltag gibt dir Hinweise, welche Rhythmik die besten Erfolge verspricht. Ernähre dich in dieser Zeit gut und vergiss nicht, regelmäßig zu trinken. Flüssigkeitsmangel führt unweigerlich zum Konzentrationsverlust.  

Tipp 7: Wie viel musst du lernen?

Es reicht nicht, nur die Grundbegriffe eines Fachs zu verstehen und wiedergeben zu können. In der Prüfung wirst du auch nach Zusammenhängen gefragt oder löst mit einem breiteren Verständnis des Themas die Aufgabe besser. 

Tipp 8: Check dein Wissen

Anhand zurückliegender Klausuren kannst du dein Wissen überprüfen. Ein anderes Instrument ist es, das Thema Außenstehenden zu erklären. Oft führt das Erklären selbst zu noch tieferem Verständnis. 

Tipp 9: Lernblockade lösen

Wenn du dich mit deiner Abivorbereitung beschäftigst, bist du sehr fokussiert. Das ist hilfreich, kann aber auch zu Lernblockaden führen. Am besten tust du dann erst einmal gar nichts. Lege eine Pause ein und versuche dich zu entspannen. 

Ohne den Fokus ziehen deine Gedanken größere Kreise um das Thema. Wahrscheinlich liegt die Antwort auf deine Frage ganz nah. Die Entspannung hilft dir zu einer neuen Perspektive. 

Wenn du das Thema trotzdem nicht verstehst, frage einen Mitschüler nach seiner Erklärung. Manchmal hilft es schon, wenn jemand anderes es erklärt, als allein nach der Antwort zu suchen. 

Tipp 10: Gehe gut ausgeruht in die Prüfung

Plane deine Abiturvorbereitung so, dass dir Zeit zur Erholung bleibt. Auf keinen Fall solltest du noch in der Nacht vor der Abiturprüfung lernen. Sammle Kraft und gehe erholt in die Prüfung!

 

Autor: BRed für SCHULEN.DE