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Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Osnabrück

Gesamtnote 1,5

Wir würden wieder das EMA wählen

Das EMA ist ein Gymnasium, dass sich nach unserer Wahrnehmung als Eltern zweier Kinder, die das EMA besuchen, liberalen Werten, der Toleranz und der Vielfalt verschrieben hat. Wer zum EMA geht, erlebt Schule nicht in einer Blase, sondern erlebt die Vielfalt auf Basis des Verbindenden.
Das beginnt mit den Kennenlerntagen zu Beginn der Klasse 5, die vom Sozialpädagogen der Schule gemeinsam mit den Klassenlehrern organisiert werden und setzt sich u.a. in Aktionen der Schülervertretung fort, die z.B. regelmäßig Mottotage organisiert. Projekte der Schule betonen das soziale Miteinander, z.B. in einer Adventsaktion, bei der in allen Klassen Lebensmittel für die Osnabrücker Tafel gesammelt werden u.ä.
Das Kollegium erleben wir im Schulalltag in der Regel als sehr engagiert, schülerorientiert und bei Anliegen der Eltern auch außerhalb der zwei Elternsprechtage (einer pro Schulhalbjahr) gesprächsbereit. Auch die Schulleiterin hat stets ein offenes Ohr für die Anliegen von Schülern und Eltern, auch für Beschwerden.
Kommt es zu Unterrichtsausfällen, die sich an keiner Schule vermeiden lassen, findet die Schule in der Regel kurzfristig eine Lösung, die längerfristige Ausfälle vermeidet.
Nach unserer Wahrnehmung können Kinder am EMA ihre Talente gut entdecken, z.B. im Wahlpflichtkurs Schach in Klasse 5 und 6 und später an der Schach-AG teilnehmen und sich auf Wettbewerbe vorbereiten. Das gilt auch für die Jugend-forscht-Gruppe, die es an der Schule gibt. Auch in den Bereichen Kunst (Kunst-AG), Musik (Orchester) oder Sport (z.B. Fußballtalentförderung, Volleyball-AG, Turn-AG, Tanz-AG) wird ein durchaus breites Spektrum für die Entdeckung und den Ausbau von Talenten geboten. Unsere Kinder haben im Laufe ihrer zeit am EMA an verschiedenen AGs teilgenommen und davon immer profitiert. Den Unterricht erleben wir in der Regel als anspruchsvoll und motivierend. Vorausgesetzt werden Interesse, Motivation und die Bereitschaft zur guten Mitarbeit im Unterricht und auch zur häuslichen Arbeit.
Dass Kreidetafeln, die in so manchen Klassenräumen des EMA noch anzutreffen sind, der Vergangenheit angehören, ist sicher ein Allgemeinplatz.
Was uns gut gefällt, ist, dass die Gruppen oder AGs, in denen sich die Kinder engagieren, für gemeinsame Projekte 2-3 Tage auch außerhalb der Schule zusammenkommen, z.B. als intensive Probentage der Band und des Orchesters oder der Schach-AG zur Vorbereitung auf Wettbewerbe. Für die teilnehmenden Schüler an der Fußballtalentförderung gibt es zudem jährlich eine einwöchige Ski-und Fußballfahrt nach Polen. Insgesamt hat sich die Wahl des EMA für unsere Kinder als richtige Wahl erwiesen, da sie sich einerseits kognitiv gefordert fühlen und andererseits ihre Talente entdecken und ausbauen können. Dass das soziale Miteinander immer auch eine wichtige Rolle spielt, zeigt, dass die Schule und das Kollegium viele Angebote macht, die fordern und fördern, aber auch Spaß machen dürfen.

Gesamtnote 2,3

Klein, aber fein

Das EMA ist Osnabrücks kleinstes Gymnasium. Unsere Tochter fühlt sich hier sehr wohl. In diesem kleinen, sehr persönlichen Gymnasium wird fachlich fundiert und mit viel Augenmaß gearbeitet. Lehrkräfte begleiten die Schüler individuell, schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre. Die Kollegen sind jederzeit erreichbar und ein persönliches Coaching der meiner Tochter durch das Coaching-Team war sehr hilfreich. Die Schule überzeugt durch Nähe, Qualität und Menschlichkeit – ein Ort, an dem Lernen wirklich gelingt.

Gesamtnote 5,0

Würde ich nicht nochmal machen

Es wirkt auf mich so, als stünde das Wohl der Schüler nicht im Mittelpunkt. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass die Schule bemüht ist, nach außen ein positives Bild aufrechtzuerhalten, möglicherweise auch, um die Anmeldezahlen stabil zu halten. Für mich steht das EMA sinnbildlich für einige grundlegende Schwierigkeiten unseres Schulsystems. Es gibt engagierte Lehrkräfte, doch sie scheinen eher die Ausnahme zu sein.

Viele der zuvor kommunizierten „Versprechen“ wurden aus meiner Sicht nicht eingelöst. Ein stimmiges, tragfähiges Konzept konnte ich im Schulalltag nicht erkennen – stattdessen nahm ich häufig Unstrukturiertheit und organisatorisches Durcheinander wahr. Besonders ab Klasse 7 kam es zu regelmäßigen Unterrichtsausfällen (nach meiner Erfahrung etwa 3–4 Stunden pro Woche). Auf Nachfrage erhielt ich lediglich die Rückmeldung, dies sei noch im Rahmen.

Mein Kind konnte unter diesen Bedingungen sein Potenzial nicht entfalten und hat zunehmend die Freude am Lernen verloren. Auch die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern empfand ich als unzureichend. Der einzige Elternsprechtag im Schuljahr war angesichts der hohen Schülerzahl sehr ungünstig organisiert; hier wären aus meiner Sicht mehrere Termine sinnvoll.

Die Darstellung der Schule an den Infotagen wich deutlich von dem ab, was wir später im Alltag erlebt haben. Insgesamt bin ich sehr enttäuscht.