Realschule plus im Alfred-Grosser-Schulzentrum, Bad Bergzabern
Schade
Ich war mehrere Jahre an dieser Schule und habe meine Zeit dort überwiegend negativ in Erinnerung. Nach meinem persönlichen Eindruck gab es Situationen, in denen einige Aussagen und Verhaltensweisen von Lehrkräften auf mich diskriminierend, ausländerfeindlich oder respektlos wirkten. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass unnötige Diskussionen mit Schülern entstanden und dass der Kleidungsstil von Schülern kritisiert wurde.
Als Schüler hatte ich häufig den Eindruck, wenig ausrichten zu können. Für mich wirkte es so, als hätten Beschwerden von Schülern oft nur wenig bewirkt und als hätten Lehrkräfte in Konfliktsituationen deutlich mehr Einfluss.
Auch in schwierigen persönlichen Situationen fühlte ich mich nicht immer ernst genommen. Nach einer Panikattacke hatte ich den Eindruck, dass meine Situation nicht mit dem nötigen Verständnis behandelt wurde. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass die Interessen der Schüler in wichtigen Situationen nicht immer ausreichend vertreten wurden.
Insgesamt habe ich die Schule als wenig unterstützend erlebt und hatte häufig das Gefühl, dass Probleme von Schülern nicht ausreichend aufgearbeitet wurden. Diese Bewertung spiegelt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke während meiner Zeit an dieser Schule wider.
Diese Schule ist eine Katastrophe!
Ich war 20+ Jahre Lehrer an dieser Schule. Anfangs, unter der vorigen Schulleiterin Frau W., war es eine hervorragende Bildungsanstalt. Die Arbeitsatmosphäre war getragen von Wertschätzung, Aufrichtigkeit und Fairness. Man wurde als Lehrer respektiert, als Experte geschätzt, als Mensch geachtet. Dann kam ein neuer Schulleiter, ein Herr M. Ab diesem Zeitpunkt ging alles nach unten: Die Arbeitsatmosphäre, die Wertschätzung, die Bildung der Schüler. Absolut alles.
Jede Form von Kritik war von nun an unerwünscht. Herr M., obwohl fachlich weitgehend inkompetent, meinte stets ein großes Rad drehen zu müssen. Hauptsache die Schule war mit "Prestigeprojekten" regelmäßig in der Lokalzeitung vertreten. Pädagogische Themen wurden hingegen vollkommen vernachlässigt. Es ging immer nur um Scheinpädagogik: Medien, Technik, neue (zeitgeistkonforme) Schulfächer ohne großen Inhalt, Prestigeprojekte, und, maximal priorisiert, die "Schulstrukturreform" und die neuesten Direktiven aus Mainz. Aber nie etwas von Gehalt, nur leeres, dafür aber hochtrabendes Geschwätz. Pädagogischer Tand in Reinform. Von der Politik vorgegeben, von der Leitungsebene ohne Sinn und Verstand wiedergekäut.
Irgendwann begann Herr M., dann seine Nachfolge zu regeln. D. h. er platzierte seine Günstlinge in zentralen Funktionsstellen in der Schule. Kritiker hingegen wurden drangsaliert, gemobbt und angefeindet. Dafür hatte Herr M. seine "Leute fürs Grobe", die Dank ihm dann auch Karriere machen durften.
Die Dienstaufsicht, eine vollkommen untätige Behörde namens "ADD", ließ den Mann gewähren, denn als Schulleiter hat man in RLP den Freischein und darf sich absolut ALLES erlauben.
Ich kann jedem Lehrer nur abraten, an dieser Schule zu arbeiten. Das Kollegium ist heillos zerstritten, die Leitungsebene vollkommen desinteressiert am Wohlergehen der Mitarbeiter (nur bei Günstlingen macht man eine Ausnahme, denn die kann man noch brauchen!). Es herrscht darüber hinaus eine extrem aggressive Grundstimmung. Ein paar "Kollegen" haben es sich überdies zur Aufgabe gemacht, das Kollegium "auf Linie" zu bringen und führen eine Art Terrorregime im Lehrerzimmer. Wer aus der Reihe tanzt, wer Widerworte gibt, oder den "großen Meister" kritisiert, wird von ein paar Verhaltensauffälligen gemobbt, dass es kracht. Dies, so darf man vermuten, mit zumindest Billigung der Schulleitung. Ich bin wirklich froh, dort nicht mehr arbeiten zu müssen. Es war die Hölle.