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Katholische Schule Salvator, Berlin

Gesamtnote 4,2

Christliche Werte als Versprechen, aber eine Schule, die Orientierung braucht, statt sie zu geben -unsere enttäuschende Erfahrung an der Salvator Schule

Die Erfahrungen unseres Sohnes an der Salvator Schule waren insgesamt enttäuschend und führen uns zu einer klaren Nicht-Empfehlung. Bereits in der Grundschule zeigten sich strukturelle Schwächen: häufige Lehrerwechsel, eine überforderte Interimsleitung und mangelnde digitale Kompetenz im Kollegium. Informationen erreichten Eltern oft nur über inoffizielle Kanäle, da die offiziellen Systeme unzuverlässig funktionierten.
Trotz dieser Defizite hielten wir der Schule die Treue, weil uns die christliche Wertevermittlung wichtig war. Umso gravierender erscheint rückblickend, dass unserem Eindruck nach unser Sohn durch suggerierende Gesprächsführung und fragwürdige Benotung offenbar in die gymnasiale Oberstufe gedrängt wurde. Es wirkt so, als ob es galt, geringe Anmeldezahlen auszugleichen. Der später eingestandene Rat zum Schulformwechsel kam erst, als Anmeldefristen externer ISS-Schulen längst abgelaufen waren. Die Salvator Schule selbst hält keine ISS Plätze für Rückläuferschüler des gymnasialen Zweigs vor! Die Schule bot auch keinerlei Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Schulplatz und Gesprächsanfragen an die Schulleitung wurden schnöde per email abgewiesen. Man könne unser Dilemma nicht nachempfinden, da es ja genügend öffentliche Oberschulen gäbe. Das Schulamt würde uns einen Platz zuteilen. Durch den Wechsel auf eine private Schule hatten wir nämlich unseren regulären Einzugsgebietsplatz verloren und standen nun vor genau jener Situation, die wir mit der Schulwahl vermeiden wollten.
Unser Sohn wird zukünftig die ISS einer anderen, privaten Oberschule besuchen – doch diese Lösung ist auf Grund des hohen Schulgeldes sicher nicht für alle Familien realistisch. Wer sich also für die Salvator Schule entscheidet, sollte sich der organisatorischen Mängel, der fehlenden Verlässlichkeit und der möglichen Folgen bewusst sein. Unser Fazit: Wir haben uns auf die Salvator verlassen – und fühlten uns am Ende verlassen.