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Katholische Schulen Sankt Marien-Oberschule, Berlin

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Beobachtungen zum Umgang mit Diskriminierung und Schulkultur

Es besteht der Eindruck, dass diskriminierende Äußerungen und Vorfälle an der Schule nicht konsequent aufgearbeitet werden. Ein transparenter und einheitlicher Umgang mit solchen Situationen ist derzeit nicht erkennbar. Gegenüber Eltern erfolgt in der Regel keine offene Thematisierung, wodurch nach außen ein ungestörtes Schulbild vermittelt wird. Dadurch geht die Möglichkeit verloren, dass Eltern mit ihren Kindern über Diskriminierung sprechen und diese im Umgang mit Vielfalt stärken können. Informationen über Vorfälle verbreiten sich dennoch auf informellem Wege unter den Schülerinnen und Schülern.

Beobachtet wurden einzelne schwerwiegende Vorfälle gegenüber Personen mit dunkler Hautfarbe sowie antisemitische Äußerungen unter Schülern. Zudem liegt die Vermutung nahe, dass einige Kinder aus Sorge vor negativen Reaktionen vermeiden, sich offen tolerant gegenüber homosexuellen oder andersdenkenden Menschen zu äußern. Diese angespannte Atmosphäre scheint sich teilweise auf das Lernverhalten und das soziale Klima in den Klassen auszuwirken.

In Teilen der Elternschaft lassen sich konservative und teils ablehnende Haltungen gegenüber Diversität feststellen, insbesondere in bestimmten kulturellen Gruppen. Trotz vieler engagierter und respektvoller Schülerinnen und Schüler erschwert die verbreitete Zurückhaltung einen authentischen Austausch. Zusätzlich wird von einer hohen Fluktuation im Kollegium berichtet, was die pädagogische Kontinuität beeinträchtigen kann.