Montag, 29. März 2021

Traumjob Lehrer? Ein Beruf im Wandel der Zeit

Nicht jeder träumt von der Arbeit als Lehrerin oder Lehrer, doch für viele Menschen handelt es sich nach wie vor um einen Traumberuf – obwohl sich dieser über die Zeit stark verändert hat. Es ist daher durchaus spannend, einen Blick auf die Vergangenheit, in die Gegenwart und in die Zukunft des Lehrberufs zu werfen.

Nicht jeder träumt von der Arbeit als Lehrerin oder Lehrer, doch für viele Menschen handelt es sich nach wie vor um einen Traumberuf – obwohl sich dieser über die Zeit stark verändert hat. Es ist daher durchaus spannend, einen Blick auf die Vergangenheit, in die Gegenwart und in die Zukunft des Lehrberufs zu werfen.

Knapp 800.000 Lehrer gibt es in Deutschland, die im klassischen Sinne an allgemeinbildenden Schulen arbeiten. Hinzu kommen zahlreiche Lehrende, die an Berufsschulen oder in weiteren Einrichtungen tätig sind. Für viele Menschen ist Lehrerin beziehungsweise Lehrer ein absoluter Traumberuf. Das kann an der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen, an der Begeisterung für das gelehrte Fach, am Beamtenstatus oder an den oftmals angenehmen Arbeits- sowie Ferienzeiten. Dennoch bringt der demografische Wandel auch Probleme, denn er drängt die Frage auf, ob es sich um einen aussterbenden Beruf handelt. Und selbst, wenn nicht, so wird die Zukunft nicht zuletzt angesichts der Digitalisierung die Lehrtätigkeit grundlegend verändern. Wie also hat sich der Beruf im Wandel der Zeit verändert – beziehungsweise wie wird er sich voraussichtlich verändern?

Lernen und Lehren in der Vergangenheit

Heutzutage wäre eine Welt ohne Schulen undenkbar, zumindest in Deutschland. Viele Kinder sowie Jugendliche würden sich manchmal wünschen, sie müssten nicht zum Unterricht gehen. Doch es handelt sich um ein Privileg, das nicht selbstverständlich ist. In der Vergangenheit war Bildung längst nicht für alle Menschen möglich – und in einigen Ländern der Welt ist das bis heute der Fall. Es handelte sich daher um einen wichtigen Meilenstein der Geschichte, als im Jahr 1717 in Deutschland erstmalig die Schulpflicht eingeführt wurde. Dies geschah durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I. Diesen Schulzwang, wie er damals noch genannt wurde, übernahmen auch die anschließenden Herrscher. Allerdings brachte er zwei grundlegende Probleme mit sich: Einerseits stellte er für ärmere Familien eine erhebliche finanzielle Belastung dar, da sie die Kinder als Arbeitskräfte einsetzten; was dazu führte, dass viele Familien dem Schulzwang trotzten und ihre Kinder eben doch nicht zur Schule schickten. Von flächendeckender Bildung konnte daher noch nicht gesprochen werden, vielmehr war die Schule eher ein Konstrukt der gehobeneren Gesellschaftsschichten.

Andererseits galt der Schulzwang nicht für alle Kinder, sondern nur für Jungen. Frauenbildung wurde ebenfalls als unnötig betrachtet, zumal Frauen noch für die „drei Ks“ zuständig waren, also Kinder, Küche und Kirche. Sie hatten also vor allem die Rolle als Ehefrau, Mutter sowie Haushälterin inne. Sie zur Schule zu schicken – die Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens erschloss sich der damaligen Gesellschaft noch nicht. Zu Beginn kam der Ausbau des Bildungssystems im 19. Jahrhundert daher nur wenigen zugute. Dennoch wurden damals wichtige Grundpfeiler für das moderne Bildungssystem in Deutschland gelegt. Über diese Jahrhunderte hinweg veränderte sich aber nicht nur die Schule selbst, sondern auch der Lehrberuf. Damals wurden Lehrer noch vor allem als eine strenge Autoritätsperson betrachtet, die den Schülern Disziplin und Wissen beibrachte, notfalls mit drastischen Mitteln. Ein allzu hohes Ansehen genossen die Lehrkräfte jedoch nicht. Viele konnten von ihrem Beruf nicht einmal den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie stemmen, sodass sie nebenbei noch einer anderen Tätigkeit nachgehen mussten. Ein Traumjob war Lehrer damals also nicht.

Lehrende von damals bis heute: ein Überblick

Das Ansehen der Lehrer hat sich erst im Laufe des 20. Jahrhunderts langsam verbessert. Da Frauen der Zugang zum Bildungssystem nach wie vor größtenteils verwehrt war, gab es dementsprechend auch noch keine Lehrerinnen. Sie traten erst ab den 1860er-Jahren auf die Bildfläche, aber selbst dann nur vereinzelt. Zudem waren sie lange Zeit von Einschränkungen betroffen, welche Fächer sie überhaupt lehren durften, was sich größtenteils erneut auf „frauentypische“ Inhalte beziehungsweise Tätigkeiten bezog. Lange Zeit war Schule und damit der Lehrberuf also geprägt von Stereotypen. Im Jahr 1919 folgte ein erstes Umdenken und das „Lehrerinnenzölibat“ wurde aufgehoben, sprich die Lehrerinnen durften zumindest weiter in ihrem Beruf arbeiteten, wenn sie heirateten. Zuvor waren sie gezwungen, sich zwischen Beruf und Familie zu entscheiden.

Heutzutage genießen Lehrerinnen nicht nur dieselben Möglichkeiten wie Lehrer, sondern es handelt sich sogar um einen Job, der eine sehr gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie erlaubt – deutlich besser zumindest als in vielen anderen Branchen. Aber nicht nur in dieser Hinsicht hat sich der Lehrberuf gewandelt, sondern auch das Ansehen und das Tätigkeitsfeld der Lehrer sind mittlerweile grundlegend anders. Einerseits ist Lehrer ein Beruf, der ein hohes Ansehen genießt und für den es strenge Zugangsvoraussetzungen gibt. Eine akademische Laufbahn ist an den meisten Schulen verpflichtend, sprich die Lehrkräfte müssen ihr Metier jahrelang studiert haben, entweder an einer Universität oder einer pädagogischen Hochschule. Ausnahmen gibt es in Einzelfällen, beispielsweise als Quereinsteiger in der Berufsschule. Eine Verbeamtung ist in solchen Ausnahmefällen jedoch nicht möglich. Andererseits besteht ein gänzlich anderes Verständnis als früher, wenn es um die Rolle der Lehrenden geht.

Lehrerinnen und Lehrer als Vertrauensperson

Früher war es also normal, sogar gewünscht, dass sich die Schüler vor ihren Lehrern fürchteten. Heutzutage wird genau das Gegenteil angestrebt: Lehrerinnen sowie Lehrer sollen für die Kinder sowie Jugendlichen eine wichtige Vertrauensperson sein. Sie sollen diese fördern und fordern. Gleichzeitig gilt es, die Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden zu unterstützen, sprich auch über das eigentliche Fach hinaus einen gewissen „Unterricht“ zu leisten und ein offenes Ohr zu haben, wenn es Probleme gibt, seien sie schulischer oder privater Art. Respekt ist zwar nach wie vor wichtig, aber die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden befindet heutzutage auf einer völlig anderen Ebene. Das liegt an den Veränderungen des Bildungsideals: Früher sollte Schule vor allem Disziplin, Fleiß, Gehorsam und Ordnung lehren. Heutzutage steht die Persönlichkeitsentwicklung im Vordergrund, sprich das selbständige Arbeiten und Denken, die Kritikfähigkeit, die emotionale Intelligenz, die Kreativität und viele weitere Soft Skills, die für das spätere (Berufs-) Leben wichtig sind.

Es soll sich also im wahrsten Sinne des Wortes um eine „Lebensschule“ handeln. Diese Veränderung des Bildungsideals wiederum hängt mit den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zusammen. Denn die Anforderungen an Arbeitnehmer haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert – und befinden sich immer noch in einem Wandel – sodass Schulen die Kinder sowie Jugendlichen schlichtweg anders auf das Berufsleben vorbereiten müssen. Viele der Kompetenzen, die sie in der Schule lernen, sind zugleich wichtig für das Privatleben; trotzdem wird immer wieder bemängelt, dass einige Alltagskompetenzen im Unterricht immer noch vernachlässigt werden. Das beginnt bei der Steuererklärung und endet bei der Frage, wie eigentlich eine Bewerbung aussieht. Auch die Schule von heute ist somit (noch) nicht rundum perfekt.

Auch heutzutage bringt der Lehrberuf Probleme

Das würden mit großer Wahrscheinlichkeit die meisten Lehrkräfte so unterschreiben. Denn nach wie vor bringt der Lehrberuf gewisse Probleme mit sich, wenn auch andere als früher. Viele Lehrerinnen und Lehrer klagen über eine hohe psychische Belastung durch ihre Arbeit, was vor allem an den neuen Anforderungen liegt, die an sie gestellt werden – also an der „Mehrfachrolle“. Zu diesem Ergebnis jedenfalls kam eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2012 in Kooperation mit der Vodafone Stiftung Deutschland. Neben der eigentlichen Lehrtätigkeit haben sie immer häufiger das Gefühl auch Erziehungsaufgaben übernehmen zu müssen, für die eigentlich die Eltern zuständig sind. Dass in vielen Familien beide Elternteile arbeiten (müssen), ist also ebenfalls ein Grund für diese Entwicklung. Zudem können die Eltern selbst zum Problem werden, denn leider ist auch die Beziehung zwischen Eltern und Lehrkräften nicht immer optimal. Etwa die Hälfte aller Lehrerinnen und Lehrer gibt im Rahmen der Umfrage an, dass das Unterrichten durch das Verhalten der Schülerinnen und Schüler selbst immer schwieriger wird, sich also diesbezüglich eine negative Veränderung abzeichnet.

Durchaus kann es also im Alltag als Lehrerin oder Lehrer zu gewissen Problemen und Belastungen kommen. Oftmals sind diese harmlos und vergleichbar mit Herausforderungen in anderen Berufen, schließlich bringt das Berufsleben stets gewisse Hürden mit sich. Doch es gibt auch extreme Fälle. Das Cybermobbing von Lehrkräften ist dafür ein Beispiel, inwiefern im modernen Bildungssystem neue und schwerwiegende Probleme auftreten können. Gerade die fehlende Disziplin oder die Respektlosigkeit der Kinder sowie Jugendlichen wird immer wieder bemängelt – frühere Werte also, die in der modernen Schule zunehmend verloren gehen. Ein Stück weit mag die Rollenveränderung der Lehrkräfte also über die Stränge geschlagen sein und das richtige Maß liegt irgendwo in der Mitte; oder es gilt ein gänzlich neues Konzept zu finden, das angesichts der veränderten Rahmenbedingungen funktioniert.

Lehrerin beziehungsweise Lehrer: ein Traumberuf?

Diese Probleme führen dazu, dass die Arbeit als Lehrer oder Lehrerin längst nicht (mehr) für jeden einen Traumberuf darstellt. Vor allem die älteren Befragten schätzten ihren Beruf im Zuge der Umfrage nur zu 41 Prozent als attraktiv ein. Doch es handelt sich lediglich um eine subjektive Einschätzung und diese wäre vermutlich auch in vielen anderen Berufen nach 20 oder mehr Jahren im Job nicht anders. Der Lehrberuf ist also nicht grundlegend mehr oder weniger Traumberuf als andere Karrierewege. Stattdessen ist die Berufswahl höchst individuell und so stellt die Arbeit als Lehrkraft nach wie vor für viele junge Menschen einen Traumberuf dar. In der Umfrage waren es daher vor allem die jüngeren Befragten, die ihren Job als interessant und attraktiv empfanden. Zudem ergaben die Umfrageergebnisse in ihrer Gesamtheit ein positives Bild: Rund drei Viertel der Befragten zogen ein positives Fazit über ihren Beruf. Lehrerinnen sowie Lehrer genießen demnach ein gutes Prestige und eine vergleichsweise gute Vereinbarkeit von Beruf sowie Familie.

Beamtentum nach wie vor ein großes Plus

Diese gute Vereinbarkeit, das Prestige und einige weitere Vorzüge des Lehrberufs ergeben sich aus dem Beamtenstatus, den viele Lehrkräfte besitzen. Er ist daher für einige junge Menschen einer der Hauptgründe, um sich für den Werdegang als Lehrerin oder Lehrer zu entscheiden. Denn der Status als Beamter bringt nicht nur ein hohes Ansehen, sondern auch zahlreiche Vorteile mit sich:

  • Verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer sind quasi unkündbar und genießen daher ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit. Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur wenige, beispielsweise beim Begehen einer Straftat. So sind Beamte rundum gut abgesichert, sogar in Fällen wie einer Berufsunfähigkeit durch Krankheit.
  • Personen mit Beamtenstatus genießen in Deutschland steuerliche Vorteile, denn sie müssen keine Abgaben für eine Arbeitslosen- oder Rentenversicherung bezahlen und haben daher mehr Netto von ihrem Brutto.
  • Die Besoldung steigt in der Regel simultan zu den Dienstjahren und ist daher nicht (ausschließlich) leistungsabhängig. Zudem wird sie zu Beginn des Monats als Vorauszahlung gewährt. Hinzu kommen eventuelle Sonderzahlungen wie eine Umzugskostenerstattung.
  • Beamtinnen und Beamte können in die private Krankenversicherung wechseln, was von vielen Betroffenen als Vorteil empfunden wird und durchaus viel Geld sparen kann, je nach individueller Situation.
  • Die Pension, die verbeamtete Lehrkräfte erhalten, ist in der Regel deutlich höher als die klassische Rente. Zudem ist dieses Ruhegehalt sicher, selbst wenn der Dienst für mehrere Jahre ruht, beispielsweise aufgrund einer Elternzeit oder Krankheit. Lediglich dessen Höhe kann sich entsprechend ändern.

Fakt ist also, dass Lehrerinnen und Lehrer eine optimale Absicherung in allen Lebenssituationen genießen. Es ist diese Sicherheit, die viele junge Leute in dem Beruf suchen – und finden. Und damit ist die Liste an Vorteilen noch lange nicht zu Ende, denn diese finanzielle Sicherheit zieht weitere Vorzüge nach sich, beispielsweise können verbeamtete Lehrkräfte einen Beamtenkredit beantragen, sprich sie erhalten leichter einen Kredit, mit höherer Summe sowie zu besseren Konditionen. Beamte verfügen über ein sicheres Einkommen und gelten als schwer kündbar, was zu einer hohen Bonität führt. Sie können zudem meist problemlos ihre Arbeitszeit an die Lebenssituation anpassen, zum Beispiel eine Reduktion nach der Geburt eines Kindes, da sie unkündbar sind. Und sie müssen als Angestellte des Staates keine Insolvenz ihres Arbeitgebers befürchten – um nur einige weitere Beispiele auf der langen Liste an Vorteilen zu nennen. Durchaus kann der Beruf Lehrerin beziehungsweise Lehrer demnach als Traumberuf betitelt werden.

Was den Lehrberuf sonst noch „traumhaft“ macht

Grundvoraussetzung dafür ist aber natürlich, dass einem die Arbeitsinhalte auch Freude bereiten. Denn die hervorragenden Rahmenbedingungen alleine machen noch keinen Traumberuf aus. Schlussendlich muss diesen jeder selbst definieren, doch niemand würde wohl einen Beruf als traumhaft betiteln, in dem er keinerlei Spaß findet. Genau deshalb kann nicht pauschal gesagt werden, dass das Lehren für jeden Menschen ein Traumberuf ist – aber zumindest für jene, die gerne pädagogisch arbeiten. Denn es ist genau diese Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen, in der viele Lehrkräfte ihre Erfüllung finden. Aber auch die Begeisterung für ihre gewählten Fächer ist oftmals, was ihnen im Arbeitsalltag viel Freude bereitet. Es kann also viele unterschiedliche und individuelle Gründe geben, um sich für den Lehrberuf zu entscheiden. Ein solcher Grund können zudem die hervorragenden Zukunftsperspektiven sein. Denn in Deutschland herrscht Lehrermangel. Tendenz steigend.

Deutschland steuert auf einen Lehrermangel zu

Dass in Deutschland ein demografischer Wandel stattfindet, ist kein Geheimnis. Auf immer weniger Kinder kommen immer mehr ältere Menschen, was in vielen Lebensbereichen zu Problemen führt – oder in naher Zukunft führen wird. Daher hält sich das Gerücht hartnäckig, der Lehrberuf habe keine Zukunft, denn es fehlt schlichtweg an Kindern sowie Jugendlichen und viele Schulen werden geschlossen. Das ist jedoch ein Irrtum. Zwar mögen diese Entwicklungen in einigen Regionen des Landes zu beobachten sein. Dennoch herrscht bereits jetzt ein Mangel an Lehrerinnen sowie Lehrern und es wird befürchtet, dass dieser in den kommenden Jahren zu einem ernsthaften Problem wird. Schließlich führen weniger Geburten auch dazu, dass weniger Kinder auf die Welt kommen, die später Lehrerin beziehungsweise Lehrer werden; ein Ei-Henne-Problem, wie man so schön sagt.

Für deutsche Lehrkräfte bedeutet das hervorragende Zukunftsperspektiven. Denn die Nachfrage nach Lehrerinnen sowie Lehrern ist hoch, was sich in vielerlei Hinsicht positiv auswirkt. Die Jobsuche wird einfacher und oft stehen mehrere attraktive Stellenangebote zur Auswahl, die Schulen gehen meist flexibler auf Sonderwünsche ein, beispielsweise bezüglich der Arbeitszeiten, und sogar ein Quereinstieg ist immer häufiger möglich. Auch steigende Gehälter sind in Zukunft durchaus denkbar, um den Beruf wieder für mehr Menschen attraktiv zu machen – obwohl sich diese ohnehin auf einem Niveau bewegen, mit dem viele andere Jobs nicht mithalten können. Allerdings kommt es stark auf die Spezialisierung der Nachwuchslehrer sowie -lehrerinnen an, denn nicht für jede Schulart und Fächerkombination gibt es (bereits) einen Mangel. Besonders begehrt sind beispielsweise die MINT-Fächer, wie Mathe, Informatik oder die Naturwissenschaften.

Ein Ausblick in die Zukunft für deutsche Lehrkräfte

Wer also die richtigen Beweggründe hat, um den Lehrberuf zu ergreifen, und die passende Spezialisierung wählt, genießt beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das gilt vor allem in den kommenden Jahren. Doch ein Ausblick in die Zukunft macht auch deutlich, dass sich die Anforderungen an Lehrer sowie Lehrerinnen weiter verändern werden. Sie werden nicht mehr nur Wissensvermittler sein, sondern auf gewisse Art und Weise auch psychologische Betreuer, Sozialarbeiter, Förderer, Vertrauensperson und kreative Denker. Derweil haben die Lehrenden in ihrer Arbeitsweise immer größere Freiräume. Hinzu kommen neue Möglichkeiten durch die Digitalisierung, wie Unterricht zukünftig gestaltet werden kann. Bereits jetzt werden dementsprechend neue Unterrichtskonzepte diskutiert, welche den Schülern eine individuellere Förderung ermöglichen sollen, ebenso wie eine bessere Vorbereitung auf das spätere Leben im Allgemeinen, mehr persönliche Freiheit, bessere Lernerfolge und viele weitere Vorteile gegenüber herkömmlichen Lehrmethoden.

Fakt ist also, dass der Beruf als Lehrerin beziehungsweise Lehrer vor allem in den kommenden Jahren spannend bleibt. Das bedeutet aber auch, dass er schon bald gänzlich anders aussehen kann als bisher – und so muss jeder selbst entscheiden, ob dieser für ihn beziehungsweise sie (noch) einen Traumberuf darstellt oder nicht. In jedem Fall gibt es viele gute Argumente für diese Berufswahl; auch, wenn der Titel schlussendlich individuell vergeben werden muss.