Montag, 20. Juli 2020

Ohnmacht bei Jugendlichen: Anfälle kündigen sich oft an

Stress, Angst oder einfach zu schnell aufgestanden: Dass Teenager kurz bewusstlos werden, ist keine Seltenheit. Oft gibt es schon vorher Anzeichen.

Ein Ohnmachtsanfall bei Jugendlichen kündigt sich oft durch bestimmte Anzeichen an. Dazu gehören Schwarzwerden oder Flimmern vor den Augen, Schweißausbrüche oder ein Kältegefühl, wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) mitteilt. «Bemerken Teenager Vorboten einer Ohnmacht, sollten sie sich Hinsetzen oder Hinlegen», sagt Herman Josef Kahl vom BVKJ.

Vorbeugend könne es helfen, Ausdauersport zu treiben, Wechselduschen anzuwenden, gut zu frühstücken und vor allem morgens ausreichend zu trinken, rät der der Kinder- und Jugendarzt. «Auch genügend Schlaf wirkt sich positiv aus.»

Sind Kinder oder Jugendliche nur kurz bewusstlos und werden schnell wieder fit, handelt es sich in der Regel um eine harmlose Ohnmacht. «Da in seltenen Fällen ein Herzfehler oder eine Herzrhythmusstörung bzw. eine zerebrale Erkrankung die Ursache sein könnte, sollte eine Ohnmacht immer abgeklärt werden», sagt Kahl, der auch Kinderkardiologe ist.

Dass Jugendliche in Ohnmacht fallen ist aber keine Seltenheit: Mehr als jeder dritte Heranwachsende (39 Prozent) ist bis zu einem Alter von 21 Jahren nach Angaben des BVKJ bereits ohnmächtig geworden - meist sogar mehrfach. (www.kinderaerzte-im-netz.de)