Mittwoch, 01. April 2020

+++ Liveticker – Auswirkungen des Coronavirus auf deutsche Schulen +++ 02.04.2020

Im SCHULEN.DE-Liveticker zum Coronavirus finden Sie alle Informationen zur Auswirkung des Coronavirus auf die deutschen Schulen, aktuellen Infizierungsfällen und der vorsorglichen Schließung von Bildungs- und Erziehungseinrichtungen.

01.04.2020 16.53 Uhr

Kürzere Sommerferien? Ein Aprilscherz löst Riesenwirbel aus

«Bayern beschließt Kürzung der Sommerferien» - eine WhatsApp-Nachricht mit einem manipulierten Screenshot der Webseite des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» hat am 1. April Wirbel ausgelöst. Drei Wochen länger Schule, um den wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Unterricht nachzuholen - das wäre eine Horrornachricht für alle Schüler gewesen. Der Fake verbreitete sich wie ein Lauffeuer. «Der Spiegel» stellte auf Twitter schließlich klar, dass das Bild eine verfälschte Kopie seiner Webseite zeige: «Die Geschichte stand nie auf unserer Seite», hieß es weiter. Schuld daran ist ein Vater aus dem Raum München, der allerdings keine böse Absichten gehabt hatte.

«Upps, sorry... das war eigentlich nur ein Aprilscherz», schrieb der Twitter-User @rohmeo_de im Kommentar zum «Spiegel»-Tweet. «Das war eine spontane Idee in der Früh», erklärte er später der Deutschen Presse-Agentur in München. Er habe seine drei Kinder reinlegen wollen und einen Screenshot der Internetseite bearbeitet. Der Erfolg war mäßig, der Vater enttäuscht. Seine Tochter habe zwei Sekunden lang ungläubig geschaut. «Dann hat sie gesagt: April, April».

Für den Vater war die Sache gelaufen, doch sein Sohn machte ein Foto von der angeblichen News-Seite, teilte es bei WhatsApp im Klassenchat und sorgte für großes Aufsehen. «Den Gag für meine Kinder bereue ich nicht, aber die Auswirkungen», sagte der Vater, der im Onlinemarketing arbeitet. Er sei erstaunt, wie unfassbar schnell sich das verbreitet habe. «Das ging durch Bayern innerhalb von zwei Stunden, ich habe da wohl einen Nerv getroffen.»

Einen Nerv traf das Foto auch bei Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler), der offensichtlich von einer geplanten Aktion ausging: «Derartige missglückte Aprilscherze mitten in der Corona-Krise sorgen nur für Unruhe und Verunsicherung», schimpfte Piazolo empört.

01.04.2020 10.33 Uhr

Bayern verschiebt wegen Corona-Krise auch Prüfungen an Oberschulen

Nach den Abiturprüfungen an den Gymnasien werden wegen der Corona-Krise auch die Abschlussprüfungen an den beruflichen Oberschulen und den Fachoberschulen nach hinten geschoben. «Mir ist es wichtig, dass auch in dieser Ausnahmesituation faire Bedingungen bei den Abschlussprüfungen sichergestellt werden», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Mittwoch in München. Die Prüfungen sollten nun am 18. Juni und nicht wie ursprünglich vorgesehen am 25. Mai beginnen, sofern der Unterricht nach den Osterferien wieder aufgenommen werden könne.

Möglich sei die Verschiebung, da die Meldefristen für bundesweit vergebene Studienplätze ebenso verschoben seien wie für die örtlichen Zulassungsverfahren an den Hochschulen. «Die Schülerinnen und Schüler, die dies wollen, sollen zum nächstmöglichen Termin ein Studium antreten können», sagte Piazolo. In Bayern absolvieren 2020 rund 25 000 Schüler beruflicher Oberschulen ihre Abschlussprüfungen.

Der neue Terminplan für die Fachabitur- beziehungsweise Abiturprüfungen 2020 an beruflichen Oberschulen sieht unter anderem die schriftlichen Prüfungen in Deutsch für den 18. Juni vor, Englisch am 19. Juni, Mathematik am 22. Juni und im Profilfach am 23. Juni. Das Zeugnisdatum wird auf den 29. Juli 2020 verschoben. «Aufgrund der dynamischen Entwicklung können zusätzliche Anpassungen bei den Abschlussprüfungen 2020 nicht ausgeschlossen werden», hieß es weiter.

31.03.2020 13.58 Uhr

Abi ohne Prüfungen? - Plan B ist jetzt gefragt

Die Kultusminister wollen, dass die Abiturprüfungen stattfinden - die Berliner Bildungssenatorin inklusive. Der Landesschüleraussschuss und die GEW fordern einen Plan B. Wie könnte der aussehen?

Berlins Schülerinnen und Schüler, die sich auf die Abiturprüfungen vorbereiten, können nicht sicher sein, ob sie wirklich stattfinden. Manche plädieren längst dafür, sie ausfallen zu lassen. «Wir nehmen die Sorgen der Abiturientinnen und Abiturienten natürlich ernst», sagte der Sprecher der Bildungsverwaltung Martin Klesmann am Dienstag. Die Kultusministerkonferenz (KMK) habe sich allerdings in der vergangenen Woche auf ein einheitliches Vorgehen verständigt, wonach die geplanten Prüfungen nach den Osterferien stattfinden sollen.

«Senatorin Scheeres hat betont, dass diese auch in sonst geschlossenen Schulen stattfinden werden», sagte Klesmann. «Ihr ist es wichtig, dass die Bundesländer hier gemeinsam vorgehen. Sollte sich die Lage ändern, sind wir auch auf Alternativmodelle vorbereitet.» Miguel Gongora vom Landesschülerausschuss forderte in der «taz» (Dienstag): «Wir wollen, dass alle Prüfungen abgesagt werden.»

Die Abiturprüfungen ausfallen zu lassen, ist nach Einschätzung des Berliner Vorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Tom Erdmann, machbar. In Berlin sind die Schulen seit Mitte März bis zum 20. April geschlossen. «Wenn das öffentliche Leben dann wieder funktioniert, sollten die Abiturprüfungen stattfinden», sagte Erdmann. Aber das sei nicht absehbar. «Die Bildungsverwaltung muss sich ab Ostern ernsthaft Gedanken machen, wie ein Abitur ohne Prüfungen aussehen kann.»

In dem Fall könnten alle Schülerinnen und Schüler ein Abi bekommen, die zur Prüfung zugelassen waren. Die Abiturnote müsste sich dann auf der Grundlage der bisherigen Leistungen berechnen. «Das hätte allerdings den Nachteil, dass die Schüler ihre Noten nicht mehr verbessern können», sagte Erdmann. «Es wird in diesem Jahr kein gerechtes Abitur geben.» Denn keine Lösung werde allen gerecht.

Auch Berlins Elternausschuss-Vorsitzender Norman Heise weist darauf hin, dass manche Schüler erst bei den Abiprüfungen richtig aufdrehen würden. Die seien dann im Nachteil. Es sollte deshalb die Möglichkeit geben, freiwillig an den Prüfungen teilzunehmen, forderte er.

Heise hält es für realistisch, die Prüfungen generell aber auch dann durchzuführen, wenn die Schulen nach den Osterferien noch geschlossen sein sollten. Es gebe genügend Räume, viele Schulen hätten auch große Menen und Sporthallen. «Wir gehen auch davon aus, dass es genügend Personal für die Aufsicht gibt.»

Unter den Berliner Eltern seien die Ansichten sehr unterschiedlich, sagte Heise der Deutschen Presse-Agentur. «Es gibt solche, die sagen, unser Kind hat sich darauf vorbereitet und will die Arbeiten schreiben, und andere, die verunsichert sind und genau das nicht wollen.»

Tom Erdmann weist darauf hin, dass es Gründe gibt, die gegen die Prüfungen sprechen: So seien diejenigen benachteiligt, die sich zu Hause schlechter darauf vorbereiten konnten, sagte der GEW-Vorsitzende. «Nicht alle können dort gleich gut lernen.»

Die Prüfungsvorbereitungen seien ohnehin erheblich erschwert, etwa weil die Bibliotheken geschlossen und keine Treffen von Prüfungsgruppen möglich seien. Das gelte ähnlich auch für andere Schulabschlüsse wie den Mittleren Schulabschluss (MSA). Die gleichen Überlegungen wie zum Abitur müssten auch in diesen Fällen angestellt werden, verlangte Erdmann.

Norman Heise wünscht sich von der KMK eine offene Diskussion über all diese Fragen, damit Eltern und Schüler mitdiskutieren könnten. «Es ist für alle eine außergewöhnliche Belastung zurzeit.» Und er schlägt vor, die Hochschulen sollten überlegen, nicht das Abitur vorauszusetzen, sondern stattdessen Eignungstests für das jeweilige Studienfach anzubieten - dann wäre die Diskussion um die Prüfungen überflüssig, die vielen Eltern und Schülern Sorgen macht.

27.03.2020 16.03 Uhr

Schulen müssen Prüfungen verschieben

Jetzt also doch: Die Abschlussprüfungen an Niedersachsen Schulen können nicht wie geplant beginnen. Tausende Schülerinnen und Schüler bekommen somit mehr Zeit zur Vorbereitung auf Abi & Co.

Die Abschlussprüfungen an Niedersachsen Schulen werden wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. «Ich möchte, dass alle Schülerinnen und Schüler auch die Chance haben, ihre Prüfungen abzulegen», sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover. Die Abiturklausuren werden vom 11. bis 30. Mai geschrieben und damit rund drei Wochen später als geplant. Die Abschlussarbeiten der 9. und 10. Klassen beginnen am 20. Mai.

Ob dieser neue Zeitplan zu halten ist, soll kurz nach Ostern beurteilt werden. Schlimmstenfalls könnten die Schulen sogar bis zum Sommer geschlossen bleiben und bis zu den Ferien gar kein Unterricht mehr stattfinden. Das sei die letzte Variante eines abgestuften Szenarios, sagte Tonne. Zunächst sei aber der Plan, dass die Schule am 20. April wieder starte - auch für die Abiturienten, die ursprünglich vom 15. April wieder Unterricht gehabt hätten.

Eine Überlegung sei zudem, beim Neustart der Schulen in Etappen vorzugehen. Demnach könnten zunächst die Abiturienten und Oberstufenschüler zurückkehren, dann die Schüler der Klassen fünf bis zehn und schließlich die Grundschüler.

Mit der Verschiebung des Abiturs soll die Vergabe der Zeugnisse bis zum 10. Juli noch möglich sein. Das ist wichtig, da andernfalls auch die Bewerbungsfristen der Hochschulen angepasst werden müssten.

Ursprünglich sollten die ersten Abiklausuren am 20. April geschrieben werden, die letzten waren für den 13. Mai geplant. Wegen der Rückkehr der Gymnasien zum Abi nach 13 Schuljahren gibt es in diesem Jahr zwar deutlich weniger Abiturienten im Land als sonst - dennoch sind rund 11 500 angehende Abiturienten betroffen. In den Jahrgängen 9 und 10 gibt es zudem jeweils rund 30 000 Schüler an Ober-, Gesamt-, Real- und Hauptschulen, von denen aber nicht alle die Abschlussprüfungen ablegen müssen.

Schon am Mittwoch hatte Tonne nach einer Telefonschalte der Kultusminister im Landtag erklärt, ihm sei an einer zwischen den Ländern abgestimmten Lösung gelegen. Am Freitag verschob auch das Nachbarland Nordrhein-Westfalen die Prüfungen um drei Wochen.

Sollte jedoch auch der neue Zeitplan angesichts der Pandemie nicht zu halten sein, fielen die Prüfungen in Niedersachsen aus, sagte Tonne. Das Abitur werde dann anhand der Noten der vier zurückliegenden Schulhalbjahre erteilt, die normalerweise zwei Drittel der Abschlussnote ausmachen. Auch die Abschlüsse der Sekundarstufe I würden dann «auf Grundlage der vorliegenden Leistungen» vergeben.

Viele Schüler können mit der Verschiebung um drei Wochen wohl gut leben. Sie haben zwar wegen der Corona-Zwangspause schon länger keinen Unterricht, dafür aber jetzt mehr Zeit, sich auf den Prüfungsstress vorzubereiten.

Der Landesschülerrat hatte sich zuletzt auch offen für eine Absage der Prüfungen gezeigt. «Niemand ist schlechter gebildet, nur weil er keine Prüfungen geschrieben hat», sagte der Vorsitzende Florian Reetz. Er betonte allerdings, dass ein Abschluss ohne Prüfung genau so behandelt werden müsse wie in den Jahrgängen davor und danach, damit die diesjährigen Absolventen keinen Nachteil haben.

Die Industrie- und Handelskammern Hannover und Bremen teilten mit, dass auch die schriftlichen Abschlussprüfungen für Auszubildende verlegt wurden. Die für April und Mai geplanten Arbeiten sollen vom 16. bis 19. Juni nachgeholt werden - zuerst mit den industriell-technischen, dann mit den kaufmännischen Prüfungen.

27.03.2020 15.38 Uhr

Verfahren für Abschlussprüfungen an Schulen geändert

Die Schüler in Baden-Württemberg sollen trotz der Corona-Krise ihre Abschlussprüfungen ablegen können - aber unter veränderten Bedingungen. Das Kultusministerium passte die Verfahren nach eigenen Angaben vom Freitag an. So sind mehr Nachtermine für Abschlussprüfungen vorgesehen, wobei der letzte im September liegen soll. Damit wolle man Rücksicht darauf nehmen, dass Schüler wegen Krankheit ausfallen können oder wegen besonderer Umstände nicht am Haupttermin der Prüfung teilnehmen können. Nach wie vor ist geplant, dass die Abschlussprüfungen ab dem 18. Mai stattfinden sollen.

Zum Teil fallen aber Prüfungsbestandteile aus. Darunter ist laut Ministerium etwa die Projektarbeit für den Hauptschulabschluss, die in diesem Jahr aus Gründen der Chancengleichheit nicht Teil der Prüfungsleistung sein soll. Eisenmann teilte auch mit, dass die Mindestzahl an schriftlichen Arbeiten, die ein Schüler eigentlich über das Schuljahr hinweg absolvieren muss, in diesem Jahr wegen der Schulschließungen nicht eingehalten werden kann. Die Schulen in Baden-Württemberg sind seit Dienstag vergangener Woche geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

27.03.2020 15.28 Uhr

Coronakrise könnte Ausbildungsstart für viele Jugendliche erschweren

Berlin (dpa/bb) - Der Start in die Ausbildung könnte für viele Schulabgänger in diesem Jahr schwieriger werden. Nach Einschätzung der Senatsverwaltung für Bildung stehen die Chancen gut, dass die Jugendlichen ihre Prüfungen trotz der Corona-Pandemie früh genug abschließen, um eine Ausbildung beginnen zu können. «Nach dem derzeitigen Stand werden die Prüfungen rechtzeitig abgenommen und das Schuljahr fristgerecht beendet», teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit. Allerdings bestehe angesichts der Corona-Krise die Sorge, dass einige Betriebe nicht in der Lage sein könnten, die in Aussicht gestellten Ausbildungsplätze tatsächlich anzubieten.

Das schätzt die Berliner die Industrie- und Handelskammer (IHK) ähnlich ein: «Es sieht ja danach aus, als ob viele Prüfungen stattfinden. Außerdem gehen nur zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler direkt nach der Schule in eine Ausbildung», erklärte Jan Pörksen, Geschäftsführer Bildung und Beruf bei der IHK Berlin. «Viel schwerwiegender wird sein, dass viele der ausbildenden Unternehmen vor existentiellen Herausforderungen stehen. Nur wenn diese überwunden werden, werden sie überhaupt ausbilden können.»

27.03.2020 12.04 Uhr

NRW verschiebt Abiprüfungen - Schulöffnung am 20. April angepeilt

Die Schulen sind geschlossen und die Schüler büffeln zu Hause. Angesichts der Corona-Krise gibt es nun einen neuen Termin für die Abiprüfungen. Die Schulen sollen nach den Osterferien wieder öffnen.

Die 88 000 angehenden Abiturienten in Nordrhein-Westfalen bekommen mehr Zeit zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Der Beginn der Abiprüfungen wird um drei Wochen vom 21. April auf den 12. Mai verschoben, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf sagte. Damit solle dem Unterrichtsausfall und den besonderen Umständen in der Corona-Krise Rechnung getragen werden. «Die Prüfungen werden selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden. Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität», betonte Gebauer.

Die seit knapp zwei Wochen geschlossenen Schulen in NRW werden nach derzeitiger Einschätzung der Landesregierung voraussichtlich nach den Osterferien wieder geöffnet. Sie gehe davon aus, dass die Schulen am 20. April wieder starten könnten, sagte Gebauer. Um die rasche Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus zu verlangsamen, hatte die Landesregierung alle Schulen in NRW seit dem 16. März bis zum 19. April geschlossen. Die Schüler sollen sich bis Ferienbeginn anhand von online zugeschickten Aufgaben weiter mit dem Schulstoff befassen. Der reguläre Einschulungstermin bleibe aus heutiger Sicht bestehen.

Eine Wahlmöglichkeit für ein Abitur mit oder ohne Prüfungen wird es nach Worten von Gebauer in NRW nicht geben. Es gebe kein gerechteres Abitur als jenes, das mit Prüfungen zustande komme, betonte die Ministerin. Damit wandte sie sich gegen Forderungen der Landesschülervertretung nach einer Wahlmöglichkeit, das Abitur mit den Prüfungen abzulegen oder auf Grundlage der bisherigen Noten.

Da die Schulen im Kreis Heinsberg teilweise schon seit fünf Wochen geschlossen seien, müssten dafür konkrete Lösungen gefunden werden, sagte Gebauer. An Vorschlägen werde derzeit gearbeitet.

Für Schülerinnen und Schüler, die den Haupttermin nicht wahrnehmen könnten, werde es im Anschluss einen zentralen Nachschreibetermin geben. Durch einen stark verkürzten Korrekturzeitraum könnten die Abiturzeugnisse dann, wie vorgesehen, spätestens bis zum 27. Juni ausgegeben werden. Allerdings müsse auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden, hieß es weiter.

Auch die Termine der Abschlussprüfungen an anderen Schulformen und in anderen Jahrgangsstufen seien angepasst worden. Der Beginn der Zentralen Prüfungen in Klasse 10 in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen sowie an bestehenden G9-Gymnasien, Weiterbildungskollegs und in den Schulversuchen Primus- und Gemeinschaftsschule würden in diesem Schuljahr um fünf Tage verschoben. Die Prüfungen beginnen demnach ebenfalls am 12. Mai. Die Prüfungsverfahren für 60 000 Schülerinnen und Schüler in anderen Bildungsgängen der Berufskollegs müssten ebenfalls neu terminiert und vor den Sommerferien umgesetzt werden.

NRW hatte sich in der Kultusministerkonferenz am Mittwoch für ein Abitur mit Prüfungen trotz derzeitiger Schulschließungen in der Corona-Krise stark gemacht. Die Gewerkschaften GEW und VBE begrüßten vor diesem Hintergrund die dreiwöchige Verschiebung. Beide verwiesen aber auf die großen Herausforderungen für Schüler wie Lehrer. «Hier sind unkonventionelle Lösungen gefragt», erklärte GEW-Landeschefin Maike Finnern. «Die Gesundheit aller muss stets an erster Stelle stehen. Hier sind das Land und die Schulträger gefragt, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen, um Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler ausreichend zu schützen», forderte VBE-Landeschef Stefan Behlau.

Gebauer kündigte weitere Gespräche mit ihren Amtskollegen an, um weitere Bundesländer für die Abi-Termine zu gewinnen. Auf diese Weise könnte man sich aus einem gemeinsamen Aufgabenpool für die Prüfungen bedienen. Ansonsten verfüge man auch über ausreichend eigene Prüfungsaufgaben. Bayern habe sich allerdings schon festgelegt, erst am 20. Mai mit den Abiprüfungen zu beginnen. Dort starten aber auch die Sommerferien später als in NRW.

26.03.2020 10.17 Uhr

Keine Klassenfahrten mehr bis Ende des Schuljahrs

Wegen der Corona-Pandemie müssen Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz auf alle Klassenfahrten bis zum Ende des Schuljahrs verzichten. Das Land übernehme die Kosten für die Stornierung bereits gebuchter Reisen, teilte das Bildungsministerium am Donnerstag in Mainz mit. Außerdem sei bis auf weiteres auf die Buchung und Planung von Klassen-, Kurs- und Studienfahrten für dieses Schuljahr zu verzichten.

Das Ministerium verwies dabei auf die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Darüber hinaus sei die weitere Entwicklung der Ausbreitung des Corona-Virus derzeit nicht absehbar. Für Fragen zur Erstattung von Stornierungskosten können sich Schulen auch unter der Corona-Hotline 0800 5758100 an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) wenden.

26.03.2020 09.09 Uhr

Wegen Schulschließungen keine blauen Briefe für Schüler

Wegen der Schulschließungen in der Corona-Krise erhalten Schüler in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr keine blauen Briefe. Die Konferenzbeschlüsse über eine Gefährdung der Versetzung könnten derzeit «nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten» gefasst werden, schreibt das NRW-Schulministerium auf seiner Website. Zudem setze ein blauer Brief voraus, dass sich die Leistungen in einem Fach seit dem Halbjahreszeugnis verschlechtert haben. «Um dies festzustellen, ist ein ausreichender Zeitraum erforderlich. Daran fehlt es wegen des derzeit ruhenden Schulbetriebs», heißt es.

Eine schlechtere Leistung, die nicht entsprechend abgemahnt worden sei, werde daher bei der Entscheidung über die Versetzung nicht berücksichtigt. Diese Regelung gelte allerdings für höchstens ein Fach. Zuvor hatten «WAZ» und «Rheinische Post» über die Entscheidung des Ministeriums berichtet.

25.03.2020 16.02 Uhr

Schleswig-Holstein hält an Abiturprfüngen doch fest

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holstein wird nun doch nicht wegen der Corona-Epidemie auf die Abiturprüfungen in diesem Schuljahr verzichten. Die Abiturprüfungen würden wie geplant ab dem 21. April in Schleswig-Holstein stattfinden, teilte die Bundesministerin Karin Prien (CDU) am Mittwoch in Kiel nach Videokonferenzen der KMK und der Landesregierung mit. 

25.03.2020 16.02 Uhr

KMK: Abschlussprüfungen sollen trotz Corona stattfinden

Die Schulabschlussprüfungen in Deutschland sollen trotz Corona-Krise nach jetzigem Stand weiterhin stattfinden. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder am Mittwoch in einer Schaltkonferenz geeinigt. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) nach dem Gespräch mitteilte, vereinbarten die Länder, dass «zum heutigen Zeitpunkt» eine Absage von Prüfungen nicht notwendig sei. Über das weitere Vorgehen würden sich die Bundesländer eng in der Ministerkonferenz abstimmen.

«Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist», heißt es in dem Beschluss weiter.

Schleswig-Holstein war zuvor von seinen Plänen abgerückt, die Schulabschlussprüfungen in diesem Schuljahr wegen der Corona-Krise ausfallen zu lassen. Für das Vorhaben soll es nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in der KMK-Schaltkonferenz deutliche Kritik von fast allen Ländern gegeben haben. Die Präsidentin der Ministerkonferenz und rheinland-pfälzische Ressortchefin, Stefanie Hubig (SPD), sagte laut einer Mitteilung nach dem Gespräch, man habe nun klare Vorgaben für die Schülerinnen und Schüler. «Für sie ist es besonders wichtig, dass sie jetzt Planungssicherheit haben, gleichzeitig steht ihre Gesundheit für uns an erster Stelle.»

Bekräftigt habe die KMK ferner ihren Beschluss vom 12. März, wonach die Länder die erreichten Abschlüsse dieses Schuljahres auf der Basis gemeinsamer Regelungen gegenseitig anerkennen werden. Den Schülern sollen keinerlei Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation entstehen. In Hessen und Rheinland-Pfalz finden momentan Abiturprüfungen unter strengen Hygienevorschriften weiterhin statt. Andere Länder haben das Abi und andere Schulabschlussprüfungen verschoben.

25.03.2020 04.30 Uhr

Kultusminister beraten über Prüfungschaos - NRW-Beschluss bis Freitag

Die Schulen sind geschlossen und die Schüler lernen zu Hause. Was ist mit den Abi-Prüfungen? NRW will bis Freitag entscheiden und gemeinsam mit möglichst vielen Bundesländern vorgehen. An diesem Mittwoch ist eine Schaltkonferenz der Kultusministerkonferenz geplant.

Die Kultusminister der Bundesländer wollen an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen bei den anstehenden Schulabschlussprüfungen in der Corona-Krise beraten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist für den Mittag eine Schaltkonferenz geplant, bei der es um das Durcheinander bei diesem Thema gehen soll. Während Hessen und Rheinland-Pfalz weiter Abiturprüfungen stattfinden lassen, haben andere Länder das Abi und andere Abschlussprüfungen verschoben. Schleswig-Holstein will die Prüfungen sogar ganz ausfallen lassen.

Nordrhein-Westfalens Landesregierung will möglichst im Einvernehmen mit vielen Bundesländern bis Freitag über die Abiturprüfungen 2020 entscheiden. «Nordrhein-Westfalen ist auf verschiedene Szenarien vorbereitet und wird in dieser Woche noch einen Vorstoß unternehmen, mit möglichst vielen Ländern einen gemeinsamen Weg einzuschlagen», sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). «Sollte dies nicht möglich sein, wird Nordrhein-Westfalen unabhängig davon seine Entscheidungen treffen und diese am Freitag vorstellen», heißt es in einer Erklärung Gebauers vom Dienstagabend.

Die bundesweite Einstellung des Unterrichts in allen Schulen infolge der Coronavirus-Ausbreitung sei unvermeidlich gewesen und stelle eine absolute Ausnahmesituation dar, erklärte Gebauer. Dies erfordere ein besonnenes und abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten hätten mit Blick auf ihren Schulabschluss ein Recht auf faire Bedingungen und transparente Entscheidungen. Sie betonte: «Ich kann den Wunsch nach einer raschen Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Aber: Es braucht jetzt nicht die schnellstmögliche, sondern die bestmögliche Entscheidung.»

Bei den Planungen würden selbstverständlich auch alle weiteren Abschlussprüfungen berücksichtigt, wie die etwa 60 000 dezentral organisierten Abitur-, FHR- und Berufsabschlussprüfungen nach Landesrecht an den Berufskollegs und die Zentralen Abschlussprüfungen der Klasse 10, hieß es ergänzend aus dem NRW-Schulministerium.

Die Elternverbände in Nordrhein-Westfalen hatten zuvor am Dienstag trotz Corona-Krise Klarheit für die Abi- und Abschlussprüfungen ihrer Kinder gefordert. Die Landeselternschaft der Gymnasien NRW zeigte sich «befremdet und enttäuscht», dass die Bundesländer sich bisher nicht auf ein abgestimmtes Verhalten hätten einigen konnten. Sie kritisierte, dass mehrere Bundesländer mit einer Verschiebung des Abiturs vorgeprescht seien. «Wir sorgen uns daher um die Qualität und Integrität der Abiturprüfungen in diesen besonderen Zeiten», hieß es.

Formulierungen wie «Not-Abitur» oder «Kurz-Abitur» erweckten den Eindruck, dass der aktuelle Abiturjahrgang eine Prüfung ablegt, die gegenüber den Vorjahren minderwertig sei. Das müsse unbedingt vermieden werden. Wenn sich in zwei Wochen herausstellen sollte, dass es keine Eindämmung der Coronavirus-Infektionen gibt, sollte darüber nachgedacht werden, die bisherigen Leistungen ohne Prüfungen zu einer Abiturnote zusammenzurechnen. «Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche und mutige Entscheidungen...», so der Verband.

Den Schülern müssten die Abschlüsse in diesem Schuljahr ermöglicht werden, damit sie sich für einen Ausbildungsplatz oder Studienplatz bewerben könnten, forderte die Landeselternkonferenz, Dachverband der Stadt- und Kreisschulpflegschaften, am Dienstag. Andernfalls gehe ein Ausbildungsjahr verloren. Deshalb müssten die Termine für die Abschlussprüfungen schnellstmöglich, noch vor Ostern, feststehen.

24.03.2020 16.26 Uhr

Schleswig-Holstein plant Absage der Schulabschluss-Prüfungen

Wegen der Corona-Pandemie sollen in Schleswig-Holstein die Abitur- und andere Schulabschluss-Prüfungen ausfallen. Bildungsministerin Prien will stattdessen Abschlusszeugnisse auf Basis bisheriger Noten vergeben. Das Kabinett entscheidet darüber am Mittwoch.

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) plant wegen der Corona-Pandemie eine Absage aller Schulabschluss-Prüfungen einschließlich jener für das Abitur. «In der derzeitigen Situation und der besonderen Herausforderung nicht nur für unser Schulsystem, sondern auch jeden Einzelnen von uns, halte ich diese Entscheidung für geboten», sagte Prien am Dienstag. Sie werde dem Kabinett für die Beratungen am Mittwoch einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen.

«Wir haben in diesem Jahr durch die Ausbreitung des Coronavirus und unsere Maßnahmen dagegen eine außergewöhnliche Situation», sagte Prien. Mitte März wurde der Unterricht an den Schulen im Land eingestellt. Wann und wie der Unterricht wieder aufgenommen werden könne, sei noch nicht absehbar. «Seit zwei Wochen beraten wir uns, wie wir in diesem Jahr faire und gerechte Abschlussprüfungen unter den gegebenen Umständen ermöglichen können.» Die Abiturprüfungen müssten direkt nach den Osterferien beginnen. «Dies erscheint derzeit unrealistisch.»

Die Schüler im Norden sollen nach Priens Plänen zum Ende des Schuljahres stattdessen Abschlusszeugnisse auf Basis bisheriger Noten erhalten. «Ich werde daher in der Kultusministerkonferenz vorschlagen, dass wir keine Abiturprüfungen mehr abnehmen, sondern das Abitur und seine Note anhand der bisher erbrachten Leistungen bewerten», sagte Prien.

Die oppositionelle SPD fordert eine Lösung im Gleichklang mit den anderen Bundesländern. «Auch wenn es im Mai keinen Eurovision Song Contest gibt, muss die Punktevergabe an den Schulen möglich sein», sagte der SPD-Bildungspolitiker Kai Vogel am Dienstag.

Zwei Hamburger Schüler hatten angesichts der Pandemie bereits eine Petition zur bundesweiten Absage der Abitur-Prüfungen gestartet. Die beim Internetportal «change.org» veröffentlichte Petition haben bis Dienstagnachmittag rund 76 000 Unterstützer unterzeichnet.

24.03.2020 14.21 Uhr

Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt eine Woche länger geschlossen

In Sachsen-Anhalt bleiben Schulen und Kitas mindestens eine Woche länger dicht als bisher geplant. Die verordneten Schließungen werden bis zum 19. April verlängert, wie ein Regierungssprecher am Dienstag in Magdeburg bestätigte. Zuvor hatte das Kabinett über die geltenden Beschränkungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beraten. Bisher sollten sie bis zu den Osterferien dauern, die nach Ostermontag (13. April) enden.

Gleichzeitig erweitert das Land die Möglichkeiten, Kinder trotz Schließung der Einrichtungen notbetreuen zu lassen. So können alle Familien die Betreuungsmöglichkeiten in Kitas und Schulen nutzen, wenn ein Elternteil im medizinischen Bereich, etwa als Arzt oder Pflegerin arbeitet. Das gleiche gilt für Familien, in denen ein Elternteil in Apotheken oder anderen pharmazeutischen Bereichen sowie in der Veterinärmedizin arbeitet.

Für alle anderen Familien gilt hingegen weiterhin, dass eine Notbetreuung nur möglich ist, wenn beide Elternteile unverzichtbare Berufe haben. Das Bildungsministerium hatte bei einer ersten Auswertung vorige Woche festgestellt, dass die Eltern sehr bedacht mit der Notbetreuung umgehen. Nicht einmal ein halbes Prozent aller Kinder und Jugendlichen kam trotz Schließungen in die Einrichtung.

Mit der Verlängerung gelten die Schulschließungen jetzt genauso lange wie die anderen erlassenen Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus mit zahlreichen geschlossenen Läden und Freizeiteinrichtungen. Die strengen Kontaktsperren, die vorsehen, nicht mit mehr als einem Menschen, der nicht im gleichen Haushalt lebt, auf die Straße zu gehen, gelten vorerst bis 5. April.

Mit den Maßnahmen soll der Kontakt zwischen Menschen auf ein Minimum reduziert werden, weil das Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragen wird. Zuvor hatte die «Volksstimme» (online) über die Verlängerung der Kita- und Schulschließungen berichtet.

24.03.2020 14.18 Uhr

Übertrittszeugnis: Grundlage sind Noten vor den Schulschließungen

Das Übertrittszeugnis für Viertklässler wird wegen der Corona-Krise heuer auf Grundlage derjenigen Noten erstellt, die die Kinder vor den Schulschließungen vergangenen Montag erzielt haben. Dies hat der Ministerrat am Dienstag in München beschlossen. Falls die Schulen am 20. April wieder wie bislang geplant öffnen sollten, können die Schüler noch bis zum 11. Mai drei freiwillige Proben schreiben. Verpflichtende Proben werden bis zum Übertrittszeugnis nicht mehr gefordert.

«Die Eltern können entscheiden, ob die Ergebnisse der drei freiwilligen Proben in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht in die Durchschnittsnote einfließen. Das bedeutet: Jedes Kind kann sich verbessern, keines wird sich verschlechtern», erläuterte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Die Ausgabe der Übertrittszeugnisse wird vom 4. Mai auf den 11. Mai verlegt.

24.03.2020 08.26 Uhr

Philologenverband: Zur Not Abitur ohne Abschlussprüfungen möglich

Die Vorsitzende des Philologenverbandes hat wegen der möglichen Folgen der Corona-Krise ein Abitur ohne Abschlussprüfungen nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich sehe sie das Abitur nicht in Gefahr, sagte Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). «Je nachdem, wie sich die Corona-Situation entwickelt, können die Prüfungen ja auch einfach etwas später durchgeführt werden», sagte die Vorsitzende der Interessenvertretung der Gymnasiallehrer. Sollte das nicht möglich sein, gebe es Alternativen.

Zwei Drittel der Abiturnote seien bereits durch die Leistungen in den Kursen erbracht. Das letzte Drittel der Note solle eine Prüfungssituation abbilden. «Dafür brauchen wir die Abiturprüfungen aber nicht zwingend. Wir könnten diese Note nämlich auch aus vorherigen Klausurleistungen in den Prüfungsfächern berechnen», sagte Lin-Klitzing und betonte: «Wir können, wenn es notwendig sein sollte, auch ein Abitur ohne eigene Abiturprüfungen hinbekommen.»

Dass das Schuljahr wegen Unterrichtsausfalls annulliert werde, schließt die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig aus. «Das Schuljahr 2019/2020 wird auf jeden Fall gewertet», sagte die SPD-Politikerin dem RND. Auch sie betrachtet das diesjährige Abitur als gesichert. «Für den Fall, dass Abschlussprüfungen gar nicht durchgeführt werden können, wird es eine entsprechende Regelung geben, bei der die gegenseitige Anerkennung auch gesichert ist», sagte Hubig. Darauf hätten sich die Kultusminister auf ihrer letzten Sitzung geeinigt. Die Schüler sollten durch die besondere Situation keine Nachteile haben.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, bemängelte: «Es ist ärgerlich, dass es bislang kaum Absprachen zwischen den Ländern gibt», sagte er der «Passauer Neuen Presse» (Dienstag). «Die Abiturienten wollen vor allem Verlässlichkeit. Verschiebungen können im Einzelfall sinnvoll sein. Aber die Länder sollten sich besser abstimmen.» Auch wenn die Schulen weiter
geschlossen sein sollten, müssten Bedingungen geschaffen werden, damit die Prüfungen geordnet und bei Beachtung größtmöglichen Infektionsschutzes stattfinden könnten. «Das muss jetzt oberste Priorität haben, damit unsere Abschlussschüler nicht ein Jahr komplett verlieren.»

23.03.2020 11.26 Uhr

Arbeitsagentur berät Abiturienten per Videochat

Lübeck (dpa/lno) - Abiturienten, die noch zwischen Studium und Ausbildung schwanken, können in einem Internet-Chat der Bundesagentur für Arbeit Entscheidungshilfen bekommen. Am 25. März von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr informieren Fachleute über verschiedene Ausbildungswege und beantworten in Echtzeit die Fragen der Teilnehmer. Das bundesweite Angebot der Bundesanstalt gebe es bereits seit mehreren Jahren, sei aber wegen der aktuellen Schulschließungen von besonderer Aktualität, sagte die Pressesprecherin der Arbeitsagentur Lübeck am Montag. Interessierte können sich ab 16 Uhr unter http://chat.abi.de/ einloggen und ihre Fragen im Chatraum stellen. 

23.03.2020 06.30 Uhr

Holpriger Start ins Online-Zeitalter für Schulen in der Corona-Krise

Etwa 32 500 Schulen in Deutschland sind zur Zeit geschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das Internet soll nun dabei helfen, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Dafür ist Deutschland nur bedingt gerüstet. Es gibt aber auch positive Vorbilder.

Der Klassenraum der 8B an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda ist seit Tagen verwaist. Der normale Lehrbetrieb wurde eingestellt - so wie an den rund 32 500 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland auch. Doch der Unterricht an dem Fuldaer Gymnasium geht online weiter. Im Mathe-Unterricht verweist Lehrer Uwe Rafler die Schüler nun auf seinen virtuellen Kollegen Daniel Jung, um «Punktbestimmungen bei linearen Funktionen» erläutern zu lassen. Jung ist auf YouTube mit seinem Mathe-Kanal ein Star. 630 000 Abonnenten schauen hier regelmäßig vorbei.

Der Direktor der Freiherr-vom-Stein-Schule, Ulf Brüdigam, kann zwar nicht auf eine große Online-Plattform aus einem Guss zurückgreifen. Doch die Kombination aus einer Cloud-Lösung der Stadt Fulda, einem Moodle-Server des Landes und den öffentlich zugänglichen Inhalten sorgt dafür, dass die Schülerinnen und Schüler nicht auf das Lernen verzichten müssen. «Wir bieten das auch als mobile App für das Handy an, denn quasi alle Schülerinnen und Schüler verfügen über ein Smartphone.» Beim Ansturm der ersten Tage waren die Download-Zeiten zwar länger als sonst, doch immerhin gingen die Anlaufstellen nicht in die Knie.

In Bayern dagegen wurde der Fernunterricht zeitweise komplett lahmgelegt. Nach Schließung der Schulen ächzte die landesweite Online-Plattform Mebis bereits unter der starken Nachfrage. Als dann noch Cyberkriminelle die Plattform angriffen, stand das System etliche Stunden lang still. Bayern gehört aber immerhin zu den Ländern, die überhaupt eine halbwegs funktionierende Online-Plattform haben. Allerdings ist Mebis nicht für einen flächendeckenden Ersatz von geschlossenen Schulen ausgelegt. Und Experten verweisen darauf, dass das System technisch inzwischen in die Jahre gekommen sei.

Viel schlechter dran sind die Schulen in Baden-Württemberg. Hier wurden schätzungsweise 20 Millionen Euro in den Aufbau der Lernplattform «ella» versenkt. Wegen technischer Mängel wurde das System nicht in Betrieb genommen. Die Schulen im Südwesten müssen sich nun mit einer improvisierten Lernplattform herumschlagen, die in diesen Tagen auch nur schwer erreichbar ist.

Am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam sieht man in dem teilweise desolaten Zustand eine Chance. «Generell sind solche Krisenzeiten oft auch Zeiten, wo notgedrungen Innovationen vorankommen», sagt Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel. Das HPI, das der gemeinnützigen Stiftung des SAP-Mitbegründers Hasso Plattner gehört, hat mit der «Schul-Cloud» eine moderne Lernplattform entwickelt, die auch für den eigenen Lern- und Lehrbetrieb («openHPI») verwendet wird.

Die Schul-Cloud des HPI war ursprünglich dafür entwickelt worden, den Unterricht mit interaktiven Medien und Lernmethoden zu bereichern. Die Cloud ermöglicht den Kindern, Hausaufgaben digital zu empfangen und einzureichen. Nun hat das HPI das Konzept aber erweitert, um einen Fernunterricht zu ermöglichen. «Das ist kein 1:1-Ersatz für den herkömmlichen Unterricht, aber inhaltlich kann man eine Menge machen.» Die Kommunikation könne dabei in beide Richtungen laufen. Dabei würden auch die geltenden Datenschutzregeln eingehalten.

Thüringen, Brandenburg und Niedersachsen nutzen die Schul-Cloud bereits in Pilotprojekten, auch am renommierten Gymnasium Carolinum in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern). Dort kommuniziert Schulleiter Henry Tesch mit seinen Schülerinnen und Schülern auch über Instagram. Auf längere Sicht werde es nicht ausreichen, den Schülern über eine Lernplattform Aufgaben zu senden. Deshalb geht das Carolinum nun einen Schritt weiter. Am Donnerstag wurde für die 12. Jahrgangsstufe die erste Online-Stunde im Fach Geschichte abgehalten - in Form eines Online-Webinars, bei dem sich rund 60 Teilnehmer auch wie im analogen Klassenzimmer melden konnten. «Da haben auch Lehrer zugeschaut. Das ist auch intern eine Ermutigungsstrategie gewesen», sagte Tesch.

Aus Sicht von HPI-Chef Meinel ist es nun aber zunächst einmal die größte Herausforderung, auch die Schulen schnell anzuschließen, die noch nie mit der Cloud gearbeitet haben. «Meist fehlen da digitale Konzepte und das Grundwissen, wie digitale Lernsysteme im Unterricht sinnvoll genutzt werden können.»

Ein Vorbild könnte die Alemannenschule in der 7000 Einwohner-Gemeinde Wutöschingen im Landkreis Waldshut (Baden-Württemberg) sein, die im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Die Gemeinschaftsschule koppelte sich schon vor Jahren vom Wirrwarr der landeseigenen Ressourcen ab und setzt seit 2011 im Kampf um das eigene Überleben auf die selbst entwickelte «Digitale Lernplattform» (DiLer), die wiederum auf der offenen Software Joomla aufsetzt. DiLer wird inzwischen auch anderen Schulen angeboten. Eine abgespeckte «Community Edition» ohne Video-Chat-Funktion und technische Dienstleistung ist frei. Eine «Partner Edition» kostet einmalig 1000 Euro sowie acht Euro pro Schüler und Jahr, um die Weiterentwicklung des Systems zu finanzieren.

«Wir in Wutöschingen haben E-Learning äußerst konsequent und nachhaltig eingeführt», sagt Lehrer Dieter Umlauf, der an der Schule die Oberstufe leitet. «Während in anderen Schulen Ausnahmezustand herrscht, geht bei uns der Betrieb recht reibungsfrei weiter.» An seiner Schule verfügen alle Schülerinnen und Schüler über ein iPad. «Wir kommunizieren im geschützten Raum über "DiLer". Hier nutzen wir "Talkie" zur Live-Kommunikation in Wort, Schrift und Bild, tauschen Materialien aus, und der Unterricht geht weiter.»

Zum Online-Konzept der Schule, die auf herkömmliche Klassenzimmer verzichtet, gehört aber nicht nur die reine Konnektivität. Es werden auch neue Konzepte wie das «Challenge Based Learning» praktiziert, gegen die sich manche konservative Lehrer noch mit Händen und Füßen zur Wehr setzen. Bei diesem Konzept werden Ziele formuliert, aber keine Lösungswege vorgegeben. «Die Schüler sind also gefordert, sich selbst einzubringen und können so am ehesten ihre Fähigkeiten bei der Lösung eines Problems einbringen», sagt Umlauf. Und dieses Konzept funktioniert auch in Zeiten der Coronavirus-Krise.

In Halle in Sachsen Anhalt setzt man auf eine Kooperation mit dem Unternehmen Sofatutor, einem der führenden Anbieter im Online-Nachhilfemarkt. Über die Plattform von Sofatutor haben die Schüler Zugriff auf Lernvideos von der 1. bis zur 12. Klasse, interaktive Übungen, Arbeitsblätter sowie einen Chat, über den die Schüler Unterstützung erhalten. In der Kultusministerkonferenz der Bundesländer wurde dem Vernehmen nach schon darüber diskutiert, ob man das System nicht im größeren Stil einführen soll.

21.03.2020 18.43 Uhr

Wegen Corona: Berlin verschiebt Abi und Mittleren Schulabschluss

Berlins Abiturienten machen vor den Osterferien keine Prüfungen mehr. Wegen der Corona-Pandemie hat die Bildungsverwaltung entschieden, das Abitur auf einen späteren Termin zu verschieben. Das gelte auch für alle Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss, die vor den Osterferien angesetzt waren, teilte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Samstag mit. Dieser Schritt sei auch deshalb notwendig, weil ab Sonntag alle öffentlichen Treffen von mehr als 10 Menschen untersagt sind.

Trotz aller Vorkehrungen für die Prüfungen wie Mindestabstände zwischen den Schülern, könnten Gruppenbildungen an Schulen nicht ausgeschlossen werden, hieß es zur Begründung. Viele Jugendliche seien sich der Ernsthaftigkeit der Lage noch nicht bewusst und suchten Nähe zu ihren Mitschülern.

Alle schriftlichen Abiturprüfungen mit zentralen Prüfungsaufgaben, deren Termine vor den Osterferien liegen, würden deshalb auf den jeweiligen Nachschreibetermin verlegt. Schriftliche Abiturprüfungen mit dezentralen Aufgabenstellungen und weitere Tests, die Schulen intern vor die Osterferien gelegt hätten, müssten neu terminiert werden.

20.03.2020 18.01 Uhr

Saarland verschiebt seine Abiturprüfungen

Wegen der Corona-Krise werden die Abiturprüfungen im Saarland verschoben. Sie sollten nun ab dem 25. Mai stattfinden, teilte das saarländische Bildungsministerium am Freitag in Saarbrücken mit. Die Terminverlegung gelte auch für Prüfungsteile, die noch vor den Osterferien geplant waren. «Wir wollen Planungssicherheit für alle Schülerinnen und Schüler sowie alle am Prüfungsverfahren beteiligten Lehrkräfte geben», sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD).

In der Corona-Krise befänden sich Lehrer, Schulleitungen und Schüler in einer Ausnahmesituation. «Um sicherzustellen, dass alle faire Chancen, genug Ruhe und Vorbereitungszeit bekommen, haben wir uns entschlossen, die Abiturprüfungen zu verschieben», sagte die Ministerin. Entsprechende Regelungen werde es auch für den Hauptschulabschluss, den Mittleren Bildungsabschluss und die Abschlussprüfungen im beruflichen Bereich geben.

Eigentlich war das schriftliche Abitur im Saarland im Zeitraum vom 27. April bis 11. Mai geplant gewesen, die mündlichen Prüfungen waren vom 15. bis 23. Juni angesetzt.

20.03.2020 17.18 Uhr

An den meisten Schulen sollen Abiturprüfungen nicht verschoben werden

An den meisten Berliner Schulen soll es bei den geplanten Terminen für die Abiturprüfungen bleiben. Das teilte Martin Klesmann, Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, am Freitag auf Anfrage mit. Nach dem Stand von Freitagnachmittag halten demnach 165 von 170 Schulleitern an Gymnasien sowie den betroffenen Sekundarschulen und Oberstufenzentren, die der Senatsverwaltung eine Rückmeldung gegeben haben, am bisherigen Prüfungstermin fest. Für die Abiturprüfungen können in diesem Jahr generell auch die Nachschreibtermine genutzt werden. Die Entscheidung darüber treffen die jeweiligen Schulleitungen.

Zwölf Schulen haben sich der Senatsverwaltung zufolge noch nicht zurückgemeldet, die dafür eine Frist bis zu diesem Freitag gesetzt hatte. Aus dem Kreis von Eltern und Schülern hatte es Kritik daran gegeben, an den geplanten Terminen festzuhalten.

Auch Paul Fresdorf, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, hat sich am Freitag dagegen ausgesprochen: «Die Schülerinnen und Schüler sind in dieser Zeit ebenso verunsichert wie viele Erwachsene», erklärte er. Das belaste sie bei den Prüfungen.

«Wir müssen alles daran setzen, dass sich die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal zu keiner Zeit in Gefahr bringen und ein Abitur abgelegt werden kann, ohne dass die äußeren Umstände die Ergebnisse beeinflussen», so Fresdorf. «Dies scheint momentan nicht möglich, daher ist eine Verschiebung der Prüfungstermine sinnvoll.»

20.03.2020 15.37 Uhr

WDR strahlt in Corona-Krise spezielles Programm für Grundschüler aus

Der WDR stellt sein Programm für die wegen der Corona-Pandemie zu Hause weilenden Grundschüler um. Von Montag (23. März) an werde es am Morgen eine spezielle, dreistündige Sendestrecke für die jüngsten Schüler geben, teilte der Sender am Freitag mit. «Damit zu Hause wegen geschlossener Schulen keine Langeweile aufkommt.»

Moderator André Gatzke («Die Sendung mit dem Elefanten») führt zusammen mit der Grundschullehrerin Pamela Fobbe durch das Programm, das zum Mitmachen und Mitdenken anregen soll. Mit dabei ist zum Beispiel die «Maus». «Wissen macht Ah!»-Moderator Ralph Caspers soll täglich Fragen junger Zuschauer zum Coronavirus beantworten.

«Der WDR hat in dieser Ausnahmesituation eine besondere Verantwortung und Aufgabe - auch mit unseren Bildungsangeboten», erklärte WDR-Indentant Tom Buhrow. Man wolle Wissen und Bildung für die jüngeren Schüler «im "Home Office"» anbieten. Ausgestrahlt wird das Programm von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr.

20.03.2020 13.20 Uhr

Baden-Württemberg verschiebt Abschlussprüfungen an den Schulen

Das Coronavirus wirbelt die Pläne an den baden-württembergischen Schulen durcheinander. Zentrale Abschlussprüfungen werden verschoben auf einen Zeitraum ab dem 18. Mai.

Baden-Württemberg verschiebt wegen des Coronavirus die anstehenden Abschlussprüfungen an den Schulen. Das teilte das Kultusministerium am Freitag in Stuttgart mit. Der Beginn aller zentralen schulischen Abschlussprüfungen werde vom bislang vorgesehenen Termin nach den Osterferien auf die Zeit ab dem 18. Mai 2020 verlegt. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte: «Mit dem Terminplan wollen wir ermöglichen, dass die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit für die Vorbereitung haben. Oberstes Ziel ist, dass alle faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen.»

Die Entscheidung sei nach Gesprächen mit Fachleuten, Schulverwaltung sowie Eltern- und Schülervertretern gefallen. «Die aktuelle Situation und die sehr dynamische Lageentwicklung ist eine besondere Belastung für die Schulleiterinnen und Schulleiter, unsere Lehrerinnen und Lehrer, die Eltern und natürlich die Schülerinnen und Schüler im Land», sagte Eisenmann. «In diesem Zusammenhang hat auch die Sorge um die anstehenden Abschlussprüfungen an den Schulen weiter zugenommen.» Man müsse davon ausgehen, dass die Schüler wegen der Schulschließungen nicht optimal vorbereitet seien auf die Prüfungen.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) geht davon aus, dass die Ausnahmesituation an den Schulen wegen des Coronavirus noch länger anhalten wird. Man sei nicht sehr zuversichtlich, dass der normale Schulbetrieb nach den Osterferien wieder aufgenommen werden könne, sagte VBE-Landeschef Gerhard Brand am Freitag in Stuttgart. Seit dem Dienstag haben Schulen und Kitas in Baden-Württemberg geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

 

20.03.2020 07.00 Uhr

Uni Kiel ruft Studierende im Ausland zur Heimreise auf

Die Kieler Universität rät ihren Studierenden im Ausland dringend, jetzt nach Deutschland zurückzukehren. Man sollte einen Auslandsaustausch möglichst beenden, sagte die Leiterin des International Centers der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Martina Schmode. Sie begründete diesen Rat mit der zunehmenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus, der Schließung von Hochschulen im Ausland sowie den erschwerten Rückreisebedingungen und der weltweiten Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Viele Anbieter von Austauschprogrammen stellt die Coronakrise vor große Herausforderungen. Der Verein für internationale Jugendarbeit (VIJ) betreue Au-pair-Kräfte unter anderem in England, Frankreich und Spanien, wo sie bei Gastfamilien als Haushaltshilfen oder Babysitter tätig sind. Man stehe mit den Betroffenen in Kontakt und setze zusätzlich auf Partnerbüros vor Ort, sagte Martina Langkowski-Schier aus dem Hamburger VIJ-Büro. Bislang gebe es noch keine Wünsche, nach Deutschland zurückzukehren. Im Ernstfall kümmere man sich aber um eine schnelle Heimkehr der Au-pairs.

Das ist kein Einzelfall: In den meisten Fällen werde die Rückreise von den Anbietern betreut, sagte Patricia Zimnik, Pressesprecherin im Landesbildungsministerium. Das gelte auch für Sprach-Reisen sowie Work-and-Travel-Programme.

In Schleswig-Holstein sind sämtliche Schüleraustauschprogramme und Klassenfahrten von Schulen seit dem 11. März für den Rest des Schuljahres abgesagt. Nach Angaben des Bildungsministeriums seien derzeit keine Schülerinnen und Schüler mehr auf Klassenfahrt. Ab dem 1. August finde eine Neubewertung der Lage statt, sagte Zimnik. Das neue Schuljahr beginnt in Schleswig-Holstein nach den Sommerferien am 10. August.

20.03.2020 05.30 Uhr

Kaum Bewegung, kein Sport: Gesundheit von Kindern noch nicht bedroht

Trotz des sich immer weiter ausbreitenden Coronavirus und möglicher Ausgangssperren müssen Eltern sich noch keine Sorgen wegen mangelnder Bewegung ihrer Kinder machen. «Kinder sind dauernd in Bewegung - zum Leidwesen der Eltern», sagte Tilman Kaethner, Kinderarzt aus Nordenham im Landkreis Wesermarsch und Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Gehe das nicht, sei das zwar objektiv nicht gesund, für ernste gesundheitliche Konsequenzen bei Kindern dürfte aber die erwartbare Zeit des Stillstands im Land zu kurz sein.

Grundsätzlich sei es nicht gut, Kinder zu zwingen, im Haus zu bleiben. Aber: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in einer überschaubaren Zeit Schäden gibt», sagte Kaethner. Die Muskeln von Kindern bauten sich nicht so schnell ab: «Ein Kind bewegt sich per se.» Der Düsseldorfer Kinderpsychiater Dirk Heimann betonte: «Es heißt nicht: Kinder müssen zuhause bleiben.» Zu überlegen wäre aus seiner Sicht, ob es ein Weg wäre, dass feste Gruppen von drei bis fünf Kindern sich treffen, gleichzeitig der Austausch mit anderen Kindern deutlich reduziert wird.

19.03.2020 18.03 Uhr

Thüringen und Bayern verschieben wegen Coronavirus Abschlussprüfungen

Nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern verschiebt als drittes Bundesland nun auch Thüringen wegen der Corona-Krise die Prüfungen für das Abitur. Ein neuer Termin stehe aber noch nicht fest, teilte das Thüringer Bildungsministerium am Donnerstag mit. Man wolle dies in Abhängigkeit der Lage entscheiden, hieß es. Der Start für die Abiturprüfungen war zuvor für den 30. April angesetzt.

Am Dienstag hatte bereits Mecklenburg-Vorpommern eine Verschiebung beschlossen und mitgeteilt, dass es im März und April keine Prüfungen zur Mittleren Reife und zum Abitur geben werde.

Bayern hatte ebenfalls angekündigt, den Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai zu verschieben. Am Donnerstag gab der Freistaat zudem bekannt, auch Abschlussprüfungen von Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen neu anzusetzen. «Wir wollen genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Prüfungen geben», begründete Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) die Entscheidung. Der mit Lehrkräften, Eltern, Schülern und Direktoren abgestimmte Plan sieht vor, den Start der Prüfungen um 14 Tage nach hinten zu verschieben.

20.03.2020 17.17 Uhr

Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt Schule zu Hause

In der Coronakrise zu Hause lernen: Schüler können jetzt täglich bei einer Online-Politikstunde mitmachen. Mit mehreren Angeboten will die Bundeszentrale für politische Bildung so einen Beitrag leisten, dass Kinder und Jugendliche trotz der Schulschließungen die Welt noch ein bisschen besser verstehen. Wie die Einrichtung am Donnerstag weiter mitteilte, wird die Politikstunde von 11.00 bis 11.45 Uhr unter www.bpb.de/306590 gestreamt.

Lehrkräfte und Eltern könnten sich zusammen mit den Kindern Hintergrundwissen zu politischen Zusammenhängen oder aktuellen Themen aneignen, hieß es: «Sich einmal mit Themen beschäftigen, die sonst oft zu kurz kommen.»

Die Bundeszentrale hat nach eigenen Angaben etwa Dossiers über Gesundheitspolitik oder die Präsidentschaftswahlen in den USA zusammengestellt. Auch ein multimediales Angebot zur Deutschen Einheit sowie ein Beitrag zu Verschwörungstheorien wurden vorbereitet. Zudem wird auch über Debatten und zu Entwicklungen zum Coronavirus informiert.

In der nächsten Online-Politikstunde an diesem Freitag wird Professorin Anja Besand von der TU Dresden bereit stehen. Es soll um das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit gehen - und die Frage, was eine gute Regierung ausmacht.

19.03.2020 04.00 Uhr

Abiturprüfungen im Corona-Krisenmodus beginnen

Schon in normalen Zeiten ist die Abi-Phase eine nervenaufreibende Zeit für Schüler. Nun kommt die Coronavirus-Pandemie hinzu. An Schulen gelten besondere Schutzmaßnahmen.

Trotz der Coronakrise beginnen am (heutigen) Donnerstag die schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen. Dabei soll unter anderem darauf geachtet werden, dass die Schüler zum Schutz vor Infektionen einen ausreichenden Sicherheitsabstand untereinander einhalten. Die Schulen sind angewiesen, die Prüfungsgruppen so klein wie möglich zu halten, am besten unter zehn Schülern. Die schriftlichen Abiturprüfungen sollen bis zum 2. April andauern.

Verschoben wurden die Abiturprüfungen an zwei Schulen in Oberursel. Grund ist ein Coronafall. Die Nachschreibetermine würden voraussichtlich nach Ostern stattfinden, teilte der Hochtaunuskreis am Mittwochabend mit.

Seit Montag findet an den Schulen im Land kein regulärer Unterricht mehr statt. Nur noch Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen werden betreut, gleiches gilt für Kita-Kinder.

Die Zahl der mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierten Hessen ist mittlerweile auf mehr als 500 gestiegen und es gibt einen ersten Todesfall im Bundesland. In Wiesbaden starb ein 68 Jahre alter Mann an den Folgen der Infektion. Um die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen, haben seit Mittwoch zahlreiche Geschäfte in Hessen geschlossen, Lokale dürfen nur noch eingeschränkt öffnen. Auch der Freizeitbereich liegt brach, weil Museen, Kinos, Sport- oder Spielplätze nicht mehr aufgesucht werden können.

Wegen der Schließungen und Einschränkungen in Handel und Gastronomie fürchtet der Hessische Städte- und Gemeindebund auch eine finanzielle Schieflagen bei den Kommunen. «Dass es bei den Gewerbesteuern Einbrüche geben kann, ist ganz klar», sagte der Geschäftsführende Direktor, Karl-Christian Schelzke, am Mittwoch. Auch ein Ladensterben in den Innenstädten sei nicht auszuschließen. Es müsse für die Kommunen Geld aus Fördertöpfen fließen.

Nicht alle Geschäfte im Land sind dicht: Von den Schließungen ausgenommen sind unter anderem Lebensmittelmärkte, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Banken, Tankstellen oder auch der Großhandel.

18.03.2020 22.00 Uhr

Trotz Corona - Abitur findet in Hamburg wie geplant statt

Trotz der Corona-Pandemie werden die Abiturprüfungen in Hamburg nicht verschoben. Das sagte der Sprecher der Schulbehörde, Peter Albrecht, am Mittwochabend auf dpa-Anfrage zu entsprechenden Medienberichten. «Die Terminplanung ab dem 16. April wird beibehalten.»

Ergänzt werde aber eine «dritte Terminschiene» für den Fall, dass Schüler in Quarantäne oder erkrankt sind und weder an den regulären Terminen noch an den Nachschreibterminen teilnehmen können. Nach Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag hatte am Mittwoch auch Bayern angekündigt, wegen der derzeitigen Schulschließungen in der Coronakrise die Abiturprüfungen zu verschieben.

«Klar ist natürlich, dass wir Hygienebedingungen - wie Abstandsregeln - einhalten werden», sagte Albrecht weiter. «Wir müssen jetzt gucken, wie dieses Setting konkret gestaltet wird.»

18.03.2020 21.04 Uhr

Schulen in Hamburg sollen bis 19. April geschlossen bleiben

Die Schulen in Hamburg sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 19. April geschlossen bleiben. «Es macht Sinn, nach Schleswig-Holstein nachzuziehen, weil doch viele Familien in der Metropolregion leben», sagte Peter Albrecht, Sprecher der Hamburger Schulbehörde, am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte das NDR-«Hamburg-Journal» berichtet. Damit verlängert Hamburg die Schulschließungen um drei Wochen und zieht mit dem Nachbarland Schleswig-Holstein gleich, wo die Schulen ebenfalls bis zum 19. April geschlossen bleiben. Ursprünglich sollten die Hamburger Schulen nur bis zum 29. März geschlossen bleiben.

Die Hamburger Sozialbehörde ist nach Angaben eines Sprechers dafür, dass die Kitas ebenfalls bis zum 19. April geschlossen bleiben. Man müsse sich am Donnerstagmorgen aber noch mit den Trägern abstimmen, sagte der Sprecher. Danach werde eine Entscheidung bekanntgegeben.

18.03.2020 18.11 Uhr

Schulaufgaben per Internet noch nicht an allen Schulen

Ein Teil der Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kann mangels IT-Infrastruktur ihren Schülern bislang keine Aufgaben per Internet während der Schließung der Bildungseinrichtungen übermitteln. «Wichtig ist, dass möglichst überall Wege zur digitalen Beschulung geschaffen werden. Das ist noch nicht flächendeckend der Fall», räumte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Mittwoch ein. Wie viele Schulen betroffen sind, gab sie nicht bekannt.

Ab sofort würden deshalb allen Schulen, die es benötigen, kostenlose Zugänge zur Unterrichtsplattform Fuxmedia zur Verfügung gestellt. Mithilfe dieser Plattform könnten Lehrer die Unterrichtseinheiten organisieren sowie Lerninhalte und Anleitungen für ihre Schulklassen so einpflegen, dass sie von zu Hause von allen digital abgerufen werden können. Weitere Schritte zur Unterstützung eines auch interaktiven Lernens sowie die weitere koordinierte Bereitstellung von Lerninhalten würden vorbereitet.

18.03.2020 17.28 Uhr

Niedersachsen will Abitur vorerst nicht verschieben

Anders als andere Bundesländer verschiebt Niedersachsen die Abiturprüfungen vorläufig nicht. Zurzeit sei keine Veränderung der vorgesehenen Termine geplant, teilte das Kultusministerium in Hannover am Mittwoch mit. Angesichts der Corona-Epidemie seien Änderungen an den Zeitplänen aber nicht auszuschließen. Das Ministerium bereite entsprechende Szenarien vor. Diese würden vor Start der Osterferien Ende kommender Woche entschieden und bekanntgegeben.

Die schriftlichen Abiturprüfungen beginnen planmäßig am 20. April mit dem Fach Geschichte und enden am 13. Mai mit den Fächern Sport und Informatik. Für eine mögliche Verschiebung kämen die bereits terminierten Nachschreibtermine vom 18. Mai bis zum 12. Juni in Betracht, hieß es vom Ministerium. Nach Mecklenburg-Vorpommern hatte auch Bayern angekündigt, wegen der derzeitigen Schulschließungen in der Coronakrise die Abiturprüfungen zu verschieben.

18.03.2020 16.32 Uhr

NRW-Regierung erwägt Erstattung von Kita-Beiträgen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will über die Erstattung von Kita-Beiträgen wegen des Betreuungsausfalls durch die Coronakrise nachdenken. Jetzt sei aber nicht der Zeitpunkt, darüber zu diskutieren, bis wann in welchem Umfang Elternbeiträge erstattet werden könnten, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf.

Am Ende werde es darum gehen, dass der Staat Bürgern in Not helfe. Es müsse aber auch verhindert werden, «dass Einzelne versuchen, Profiteure dieser Krise zu werden», sagte Stamp. Klar sei, dass die Corona-Pandemie auch finanzielle Opfer kosten werde.

Zuvor hatten die Grünen eine landesweite Regelung zur Erstattung der Kita-Beiträge gefordert.

Einige Kommunen haben bereits reagiert und wollen den Familien die Beiträge zurückzahlen. «Wir sind gerade dabei, einen Weg zu finden, wie wir Kita-Gebühren oder auch die Gebühren für den OGS-Bereich an die Eltern zurückerstatten können», sagte der Kölner Stadtdirektor Stephan Keller am Mittwoch. Ein entsprechender politischer Beschluss werde gerade vorbereitet. Die Städte Bochum und Königswinter hatten bereits am Dienstag angekündigt, die Beiträge für Kitas, Offenen Ganztag (OGS) und Musikschulen zu erstatten oder nicht einzuziehen.

18.03.2020 14.58 Uhr

Sachsen-Anhalt verschiebt Realschulprüfungen - Abi-Zeitplan bleibt

Nach den Schulschließungen aufgrund des Coronavirus verschiebt Sachsen-Anhalt die Prüfungen für den Realschulabschluss um drei Wochen. Bei den Abiturprüfungen soll es zunächst keine Verschiebungen geben, wie das Bildungsministerium am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. Die Prüfungen für den Realschulabschluss begännen deutlich früher, sagte ein Sprecher zur Begründung.

In Sachsen-Anhalt und in vielen anderen Bundesländern sind seit Tagen die Schulen und Kitas geschlossen, um die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu verlangsamen. Bayern hatte deshalb am Mittwoch verkündet, die Abiturprüfungen zu verschieben.

Für rund 8000 Jugendliche an den Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt sollen die ersten Prüfungen nach dem neuen Zeitplan am 11. Mai geschrieben werden. Bisher war der 20. April vorgesehen. Die rund 5700 Abiturientinnen und Abiturienten sollen wie geplant am 27. April mit den Prüfungen beginnen.

Wer daran aufgrund der aktuellen Situation nicht teilnehmen könne, dürfe die Nachschreibetermine im Juni nutzen, hieß es. «Wir werden sicherstellen, dass jeder Absolvent einer Schule in Sachsen-Anhalt einen fairen Zugang zu den Prüfungen bekommt und damit die Chance erhält, den gewünschten Schulabschluss zu erreichen», sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU).

18.03.2020 14.58 Uhr

Abiturprüfungen ohne Probleme angelaufen

Mainz (dpa/lrs)Die mündlichen Abiturprüfungen für rund 15 000 Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz sind in dieser Woche ohne Probleme angelaufen. Die allgemeine Schließung der Schulen habe den Ablauf nicht behindert, teilte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Mittwoch mit. Vier Schulen machten von der Möglichkeit Gebrauch, die Prüfungen von der ersten auf die zweite Woche des insgesamt fürs Abitur vorgesehenen Zeitraums zu verschieben. Bei den Schulen, die aufgrund einer behördlichen Verfügung wegen einer Infektion mit dem Coronavirus geschlossen wurden, lässt sich noch nicht sagen, wann die Abiturprüfung stattfinden kann.

18.03.2020 09.26 Uhr

Bayern verschiebt Start der Abiturprüfungen wegen Coronavirus

Eigentlich sollten am 30. April die diesjährigen Abiturprüfungen in Bayern starten. Doch das Coronavirus macht auch hier den Plänen einen Strich durch die Rechnung.

Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch in München mit.

«Trotz der Corona-Krise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit. «Wichtig war es mir, die neuen Prüfungstermine mit Lehrkräften, Eltern, Schülern und Direktoren abzustimmen», betonte Piazolo.

Der neue Terminplan des bayerischen Kultusministeriums soll sicherstellen, dass die Schüler eine angemessene Vorbereitungszeit auf die Prüfungen erhalten, wie es hieß. Zudem werde auf diese Weise ausreichend Zeit für ausstehende Leistungsnachweise im Vorfeld der Abiturprüfungen gewonnen. Auch die Nachholtermine für die schriftlichen Prüfungen würden so angesetzt, dass eine termingerechte Bewerbung für bundesweit oder örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge möglich sei.

Wegen der unklaren Entwicklungen bei der Virusausbreitung könnten jedoch weitere Veränderungen im Ablauf der Abiturprüfung 2020 in Bayern nicht ausgeschlossen werden. «Die aktuelle Situation ist eine Herausforderung für die ganze Schulgemeinschaft und erfordert flexibles Handeln. Wir müssen auf Veränderungen reagieren», sagte Piazolo.

17.03.2020 16.45 Uhr

Abschlussprüfungen an MV-Schulen nicht vor Mai

Schwerin (dpa/mv)Die Prüfungen zur Mittleren Reife und zum Abitur in Mecklenburg-Vorpommern werden wegen der Corona-Krise nicht vor Mai stattfinden. Es werde organisiert, dass es Abschlüsse geben wird, versicherte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Dienstag in einer Sondersendung des NDR. Niemand solle langfristig einen Nachteil erleiden. Allerdings werde es im März und April definitiv keine Abschlussprüfungen geben. Die schriftlichen Abiturprüfungen sollten eigentlich am 30. März beginnen.

17.03.2020 16.07 Uhr

Psychiater: Kinder sollten trotz Corona feste Tagesabläufe haben

Kinder- und Jugendpsychiater raten Eltern in Zeiten der Corona-Pandemie zu festen Strukturen und Tagesabläufen für ihre Kinder. «Eine Schulschließung über eine Zeit von vier Wochen ist machbar, wenn es zuhause feste Abläufe gibt oder es gelingt, für die Situation angebrachte Strukturen zu organisieren», sagte die Vorstandsbeauftragte des Berufsverbands der Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Deutschland, Christa Schaff, am Dienstag. Es sei wichtig, dass für Kinder und Jugendliche jetzt normale Strukturen und Abläufe aufrecht erhalten blieben, auch wenn sie zuhause seien. Andernfalls könnten Unsicherheit, Ängste und Orientierungslosigkeit entstehen, auch weil soziale Kontakte wegfielen.

«Es ist notwendig zu vermitteln, dass Schule jetzt zuhause ist», sagte die stellvertretende Vorsitzende der Hamburger Stiftung «Achtung! Kinderseele». Weiterhin früh aufstehen, zu festen Zeiten lernen, eine rhythmische Abfolge an Aufgaben und Pflichten sollten beibehalten werden. «Kinder geraten in Unsicherheiten, bekommen schlimmstenfalls Ängste, wenn Eltern es nicht schaffen, gewohnte Strukturen aufrechtzuerhalten oder stabile Strukturen zu schaffen», sagte Schaff. Wenn ohnehin aufgrund der aktuellen Entwicklungen schon diffuse Ängste vorhanden seien, bekämen diese zusätzlichen Nährboden, wenn Eltern ihre Unsicherheiten oder auch ihren Unmut über Schul- und Kitaschließungen zuhause äußerten.

Schaff betonte, Lehrer und Eltern sollten die Kinder kind- und altersgerecht über die Corona-Pandemie aufklären: «Wir müssen ihnen sagen, dass damit Krankheiten verhindert werden können und sie geschützt werden sollen. Den Kindern zu erklären, dass die Schule zu ist, weil sie krank werden könnten, wäre die falsche Botschaft.»

17.03.2020 14.45 Uhr

Mebis, Mail und Matheseiten - Wie Schüler trotz Corona lernen

Mathe, Chemie oder Französisch - Kinder und Jugendliche müssen trotz geschlossener Schulen weiter lernen. Helfen soll dabei das Internet, wenn auch der digitale Fernunterricht noch Macken hat. Also doch wieder das gute alte Schulbuch?

Die Versuchung für Schülerinnen und Schüler ist groß: Ausschlafen, zocken und später mit Freunden abhängen - virtuell natürlich. Doch Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) stellte schon vor ein paar Tagen klar: «Es sind keine Ferien». Und so sollen die Schüler bis zu den Osterferien lernen, als säßen sie im Unterricht.

Kein leichtes Unterfangen, denn die schöne digitale Lernwelt hat ihre Macken. «Aktuelle Überlastung» meldet die bayerische Online-Lernplattform Mebis immer wieder den Kindern und Jugendlichen, die sich dort einloggen wollen. Am Montag gab es sogar einen Hackerangriff und auch am Dienstag war es schwierig. Das Kultusministerium erklärte, am Ausbau und der Optimierung werde gearbeitet.

«Das System wurde nie gebaut für diese Situation», sagt der Rektor des Gymnasiums Ottobrunn, Achim Lebert. Er kennt sich mit neuen Lernformen aus. Sein Gymnasium nennt sich digitale Schule 2020, seit 2016 bietet es Laptopklassen im Modellversuch. Während manch andere Schüler kurz vor den corona-bedingten Schulschließungen noch schnell mit Mebis-Passwörtern versorgt wurden, sind die Ottobrunner an den Umgang mit der Lernplattformen gewöhnt, wo sie Arbeitsblätter, Videos, alte Prüfungsaufgaben und vieles mehr abrufen können.

Lebert sieht die Situation als Chance, um die Digitalisierung des Unterrichts in Bayern weiter voranzutreiben. Für viele junge Lehrer sei das die Zukunft. «Das wird nicht aufhören, falls die Schulen im April wieder öffnen», glaubt er. Gerade würden viele Erfahrungen gesammelt, es werde vieles ausprobiert. «Da werden neue Lösungen rauskommen, von denen wir derzeit noch gar keine Ahnung haben.»

Multimediale Angebote gibt es schon einige, auch Lern-Apps für Smartphones, schulische Angebote im Fernsehen, Mathe-Übungsseiten oder Erklärvideos im Internet, mit denen sich Schüler schon lange Fächer wie Chemie oder Mathe erklären lassen.

Doch digital ist nicht alles, darauf verweist Benedikt Karl vom Bayerischen Philologenverband. «Es kann nicht heißen: Mebis geht nicht, dann habe ich frei.» Er empfiehlt auch analoge Lernmethoden. «Es schadet nichts, sich mal eine Stunde mit dem Schulbuch hinzusetzen.» Da sei zudem das Ablenkungspotenzial nicht so groß.

Weil Mebis seine Tücken hat, verschicken viele Lehrer Arbeitsaufträge momentan per E-mail, auch an Grundschüler. «Den Sandwich-Rap lernen», bittet eine Viertklass-Lehrerin. Eine Lateinlehrerin gibt Fünftklässlern Tipps, wie sie den Lerntag gestalten können. Und in Mathe gibt ein Lehrer seiner Klasse Aufgaben für zwei Stunden auf mit dem Hinweis «Plane Pausen ein!». Noch hoffen viele Schulen, dass sie die Schulaufgaben, die Ende April angesetzt sind, auch schreiben können, wenn auch mit abgespecktem Stoff.

Das ifo Institut in München warnt sogar vor einem Lernstopp. «Die erzielten Lernergebnisse bestimmen, ob die Schülerinnen und Schüler gut für die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet sind», sagt Ludger Wößmann vom ifo Zentrum für Bildungsökonomik. «Das Jahr 2020 darf nicht als das verlorene Jahr in die Bildungsgeschichte der betroffenen Kinder und Jugendlichen eingehen.»

Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), sieht das nicht ganz so dramatisch. Man könne nicht erwarten, dass die Mama oder der Papa jetzt zu Lehrern würden. Das sei auch den Schulen klar. In ein paar Wochen die Schule wieder öffnen und einfach weiter im Stoff machen? Eher nicht, auch weil es Familien in schwierigen Verhältnissen gibt, in denen niemand die Kinder zum Lernen anhält und die nicht einfach vom Rest der Klasse abgehängt werden dürfen. Die Lehrer müssten deshalb dann erst mal den Lernstand der Kinder überprüfen, sagt Fleischmann.

Einfach in den Tag hineinleben, davon hält die Pädagogin dennoch nichts. Ihr Rat: Eltern sollten den Tagen eine Struktur geben und die Schüler dazu motivieren, ihre Aufgaben zu machen. Mit Grundschülern sollten sie lesen, schreiben und rechnen üben, damit sie im Training bleiben.

Und sonst? Nicht nur an Schule denken, sondern etwas zusammen unternehmen, kochen, Bücher lesen, ein Brettspiel rausholen oder am Computer spielen. Lebenskompetenz vermitteln, nennt Fleischmann das und empfiehlt, in den drei Wochen bis zu den Osterferien entspannt zu bleiben: «Drei Wochen Unterricht weniger werden das Lebensglück eines Kindes nicht gefährden».

17.03.2020 05.00 Uhr

Trotz Unterrichtsausfall: Einschreibung an Grundschulen findet statt

Obwohl der Schulunterricht in Bayern wegen des Coronavirus ausfällt, will das Kultusministerium die für März geplanten Einschreibungen für Grundschulen wie geplant stattfinden lassen. «Die Schuleinschreibung steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang zum Unterrichtsbetrieb», teilte das Ministerium in einem an Schulen und Förderzentren adressierten Schreiben mit. Sie finde daher «vom Grundsatz her» statt.

Demnach ist es zulässig, die Schulgebäude für die Einschreibung zu nutzen. Eine persönliche Anmeldung sei jedoch nicht erforderlich. Stattdessen könne die Anmeldung für das Schuljahr 2020/2021 auch telefonisch oder schriftlich etwa per Mail erfolgen. Auch die Pflicht, am Verfahren zur Feststellung der Schulfähigkeit teilzunehmen, entfalle grundsätzlich. In begründeten Einzelfällen könnten Schule und Erziehungsberechtigte allerdings eine Möglichkeit finden, das zu organisieren. Die Anforderungen des Infektionsschutzes müssten dabei eingehalten werden.

16.03.2020 20.29 Uhr

Schleswig-Holstein will Fahrschulbetrieb ruhen lassen

Wegen der Corona-Pandemie will Schleswig-Holstein künftig neben den Schulen auch den Fahrschulbetrieb in Theorie und Praxis ruhen lassen. «Beim Theorieunterricht sitzen viele Menschen auf engem Raum zusammen und es besteht daher das nicht unerhebliche Risiko, dass sich mehrere Fahrschüler gleichzeitig infizieren», sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Einen entsprechenden Beschluss fasste die Landesregierung am Montag.

Auch praktischen Fahrschulunterricht soll es im Norden vorläufig nicht mehr geben. Da Fahrlehrer beim praktischen Unterricht auf engem Raum mit Schülern Kontakt hätten, bestehe für beide Seiten ein erhöhtes Infektionsrisiko, sagte Buchholz.

16.03.2020 16.27 Uhr

Vorlesungsbeginn an sächsischen Hochschulen erst im Mai

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus beginnen die Vorlesungen und die Präsenzveranstaltungen an den sächsischen Hochschulen und der Berufsakademie frühestens am 4. Mai. Darauf haben sich das Wissenschaftsministerium und die Landesrektorenkonferenz Sachsen verständigt, wie das Ministerium am Montag in Dresden mitteilte. Sämtliche Einrichtungen und die Lesesäle der Bibliotheken werden bis dahin geschlossen. Prüfungen, die nicht verschoben werden können, werden nur noch unter besonderen Hygienebedingungen durchgeführt. Zudem soll so früh wie möglich mit Lehrformaten begonnen werden, die eine Anwesenheit der Studierenden und Lehrenden nicht erfordern.

«Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den sächsischen Hochschulen sollen weitestgehend ungefährdet ihrer Beschäftigung nachgehen können», sagte der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz Klaus-Dieter Barbknecht der Mitteilung zufolge. Dabei sei die persönliche Situation jeder und jedes Einzelnen zu berücksichtigen. Entsprechend gingen die Hochschulen in Stand-by-Betrieb und sicherten ihre ordnungsgemäße Verwaltung, ihre technischen Einrichtungen und Labore so, dass ihre Leistungsfähigkeit erhalten und wissenschaftliche Ergebnisse möglichst nicht gefährdet werden.

16.03.2020 16.15 Uhr

Corona-Krise: Notbetreuung an Schulen gut angelaufen

Lehrer verschicken Arbeitsaufträge per Mail, Schüler sitzen in kleinen Gruppen in der Notbetreuung: Hessens Schulen sind im Kampf gegen das Coronavirus seit dieser Woche im Ausnahmezustand.

Hessens Schulen haben am Montag den ersten Tag im Corona-Krisen-Modus bewältigt - und das hat laut Kultusministerium gut geklappt. Bis auf wenige Einzelfälle sei die Rückmeldung zum Start in die ungewöhnliche Schulwoche positiv gewesen, sagte Ministeriumssprecher Stefan Löwer in Wiesbaden mit Blick auf Rückmeldungen aus den 15 Schulämtern. Die Zahl der Kinder, die in die Notbetreuung gebracht wurden, habe sich sehr in Grenzen gehalten. Die Schulämter hätten von einem Kind bis zu acht Jungen und Mädchen pro Schule berichtet. Dies sei wichtig für das Ziel, Menschengruppen derzeit möglichst zu vermeiden, sagte Löwer.

Unterdessen breitete sich das Coronavirus in Hessen weiter aus. Die Zahl der nachgewiesenen Sars-Cov-2-Infektionen stieg am Montag auf 342 (Stand 14.00 Uhr), wie das Sozialministerium mitteilte. Am Vortag waren bis 12.00 Uhr 282 Fälle gemeldet worden. Die meisten Infektionen gab es nun im Raum Fulda (38), außerdem im Kreis Marburg-Biedenkopf (26) sowie im Schwalm-Eder-Kreis (24).

An den Schulen wird landesweit bis zum Ende der Osterferien (18. April) nicht mehr unterrichtet, um die Ausbreitung der Infektionen zu verlangsamen. Es gibt eine Notbetreuung für Kinder von Eltern, die beispielsweise in einem Krankenhaus oder bei der Polizei arbeiten. Die Regelung gilt auch für die Kindertagesstätten in Hessen, die ebenfalls geschlossen haben. Am Montag hatten Schüler und Lehrer noch einmal die Gelegenheit, in die Schulen zu kommen, um Verabredungen für die unterrichtsfreie Zeit zu treffen oder persönliche Lehr- und Lernmaterialien abzuholen.

In den einzelnen Schulen laufe die Kommunikation zwischen Lehrern, Eltern und Schülern teils auf unterschiedlichen Wegen - auch je nach digitaler Ausstattung, erklärte Ministeriumssprecher Löwer. Oft würden Aufgaben per E-Mail von den Lehrern verschickt.

Arbeitsblätter per Mail, Arbeiten auf Online-Plattformen - für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sind solche Wege angesichts der Schulschließungen nötig. «Wir wissen nicht, ob das funktioniert, aber wir müssen es versuchen», sagte die Vorsitzende der GEW Hessen, Maike Wiedwald. Es sei wichtig, über die Schließzeit Kontakt mit den Schülern zu halten und sie weiter lernen zu lassen.

«Vielleicht ist das auch eine Chance, selbstverantwortliches Lernen weiter zu üben», sagte Wiedwald. Für den besten Weg hält Wiedwald eine E-Mail an die Eltern mit Anhängen. Online-Plattformen findet sie «eher schwierig» - vor allem, weil es viele verschiedene gebe und nicht alle Eltern entsprechend ausgestattet seien. «Ob die Kinder mitziehen, wissen wir alle nicht», sagte die Biologie-Lehrerin. Für Lehrer gehe es darum, den Schülerinnen und Schülern motivierende Aufgaben zu stellen. «Aber auch die Eltern müssten in dieser Ausnahmesituation dazu beitragen, dass das Lernen zu Hause gelingt.

»Manche Schulen hätten die Eltern in Schichten in die Schulen gerufen, um Arbeitsaufträge für die Kinder abzuholen, andere hätten die Aufträge per E-Mail verschickt, berichtete der Vorsitzende des Landeselternbeirats, Korhan Ekinci. In einigen Fällen hätten die Lehrer die Aufgaben sogar persönlich zu den Eltern gebracht. «Es gab mehr Postiv- als Negativbeispiele», sagte Ekinci.

Die hessische Schülervertretung begrüßte die flächendeckenden Schulschließungen. «Auch wenn SchülerInnen eine sehr niedrigere Sterberate haben, dienen sie als ÜberträgerInnen des Virus und dementsprechend sollten so viele Vorkehrungen wie möglich getroffen werden, das Virus einzudämmen», erklärte der Landesschulsprecher Paul Harder. Mit Blick auf den Schulstoff, der in die Zeit der Schließungen fällt, hätte sich die Schülervertretung mehr konkrete Vorgaben des Kultusministeriums gewünscht, teilte Harder mit.

Nach seinen Worten könnte ein hessenweites Schulportal vom Ministerium das Lernen in der Krisenzeit deutlich vereinfachen. «Genauso wie es ein deutlich digitalisierteres Bildungssystem und deutlich digitalisiertere Schulen getan hätten.» Insgesamt sei die Schülerschaft sehr gespalten bei dem Thema Schulschließungen, schätzte Harder. «Die einen freuen sich darüber, länger keine Schule zu haben, die anderen haben Sorge um ihre Noten.

»Vor allem die Abiturienten sähen den rein digitalen Kontakt zu den Lehrkräften kritisch und hätten die Befürchtung, nicht richtig vorbereitet zu werden. «Man muss hierbei jedoch beachten, dass die Angst auch bei regulären Abiturklassen weit verbreitet ist.»

16.03.2020 16.06 Uhr

Grundschulverband: Eltern sollen nicht Lehrer spielen

Nur weil die Schule geschlossen ist, sind das keine verlängerten Ferien. Heißt das für Eltern, Schulbuch raus und im 45-Minutentakt den Stundenplan abarbeiten? Was der Grundschulverband dazu sagt.

Die Schule ist dicht, und Eltern fragen sich, wie sie die Lücke nun schließen können. Sollen sie angesichts der Schulschließungen zur Eindämmung des Coronavirus etwa Lehrer spielen und den versäumten Schulstoff mit dem Grundschulkind pauken? «Auf keinen Fall. Es geht nicht um das Abarbeiten und Schaffen von Lernstoff», beruhigt Maresi Lassek vom Grundschulverband. Stattdessen ginge es um den Lernprozess, der sonst in der Schule gemeinschaftlich erlebt wird.

Also statt Mathepäckchen oder Diktate abzuarbeiten, sollten sich Eltern auf Aktivitäten konzentrieren, die sonst zu kurz kommen. Dafür gibt der Verband Anregungen:

Lesen: Abhängig von der Lesestufe des Kindes kann das Vorlesen sein, aber auch eigenständiges Lesen, Partnerlesen und gegenseitiges Vorlesen. Der Lesestoff sollte dabei Interessen des Kindes treffen. Also warum nicht auch eine Abenteuergeschichte. «Es ist sinnvoll, sich mit dem Kind über das Gelesene auszutauschen», rät Lassek. Man könne auch Fortsetzungsstränge weiterspinnen oder alternative Lösungsmöglichkeiten diskutieren.

Kopfrechnen: Plus und Minus im Zahlenraum bis 20, 100, 1000, sowie kleines Einmaleins. «Das sollte aber nicht so lange gehen wie eine Schulstunde, den die Ansprache und Interaktion ist zu Hause viel intensiver», erklärt Lassek. Sie empfiehlt konzentrierte 10 bis 15 Minuten pro Tag.

Bauen und Konstruieren: Das könne nach Bauanleitungen geschehen oder mit Bausteinen oder Materialien, die zu Hause vorhanden sind. Das schule technisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Handgeschicklichkeit, Feinmotorik, Wahrnehmung, Ausdauer und Geduld. Zu gelungenen Bauwerken schreiben viele Kinder auch gerne die Bauanleitungen für andere auf.

Kinderfilme schauen: Und zwar gemeinsam. Danach kann man darüber reden, etwa über das Land oder die Region, in dem der Film spielt, welche Tiere dort leben und wie sie leben. Das könne man dann alles zusammen recherchieren.

Kreatives: Man könne ein Lied oder szenische Darstellung einstudieren oder ein Gedicht lernen.

Ausflüge in die Natur: Sofern sie möglich sind. Dabei können Tiere und Pflanzen fotografiert werden, die man nicht kennt, worüber man aber mehr wissen will. Dann kann zu Hause alles darüber in Lexika, in Sachbüchern oder im Internet recherchiert werden.

Bei allen Aktivitäten sollten Eltern die Kinder fragen, was sie interessiert, was sie wissen und tun wollen, und dann zu gemeinsamen Absprachen kommen. Beim Tagesablauf sei zwar eine Struktur wichtig, es sollte aber auf einen ausgewogenen Wechsel von fremdbestimmten und selbstbestimmten Tätigkeiten geachtet werden. «So beschwören Eltern keine unnötigen Konflikte herauf», rät Lassek.

Sie beruhigt zudem: «Wenn es an einem Tag noch nicht richtig funktioniert, dann klappt es eben am nächsten Tag. Die Hauptsache ist, man nimmt den Stress raus.»​

16.03.2020 16.05 Uhr

Sachsen schließt bis Ende der Osterferien alle Schulen und Kitas

Dresden (dpa/sn) - Sachsen hält bis zum Ende der Osterferien alle Kindertagesstätten und Schulen geschlossen. Über eine entsprechende Verfügung informierten am Montag Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Kultusminister Christian Piwarz (CDU) in Dresden. Die Entscheidung kam nicht überraschend: Am Freitag hatte Sachsen bereits die Schulpflicht aufgehoben, um vor allem Eltern auf die Situation einzustellen. Eine Notbetreuung an Kitas und Grundschulen soll gewährleistet werden. Piwarz warb um Verständnis: «Wir befinden uns in einer besonderen Zeit, die besondere Maßnahmen und Flexibilität abverlangt. Nur so können wir die schnelle Ausbreitung des Coronavirus verhindern.»

16.03.2020 14.05 Uhr

Schüler sollen zuhause lernen - Stoff nicht prüfungsrelevant

Es sind noch keine Ferien, auch wenn die Schulen bereits Wochen vor Ostern seit Montag geschlossen sind. Die Schüler sollen sich mit dem Unterrichtsstoff beschäftigen. Unterdessen sind die Zahlen der Infizierten und Toten durch das Coronavirus weiter gestiegen.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat an die Schüler appelliert, bis zu den Osterferien zuhause zu lernen - auch wenn der Lernstoff nicht prüfungsrelevant sei. Die Infektionsketten müssten unterbrochen werden, die Schulen als Ort sozialer Kontakte spielten dabei eine wichtige Rolle, sagte die FDP-Politikerin am Montag in Düsseldorf. Zugleich sollten die 2,5 Millionen Schüler aber den roten Faden nicht verlieren und ihr Material freiwillig bearbeiten.

Im Fall der Abiturienten sagte Gebauer, die meisten Vorabiklausuren seien geschrieben, notfalls werde auf die Tage nach den Osterferien verlegt. «In dieser Woche werden keine Prüfungen mehr stattfinden.» Es sei eine Liste in Arbeit, wie man Unterrichtsmaterial auch etwa via App herunterladen könne. Schulen sollten ihre Schüler digital mit Aufgaben versorgen, sofern sie über die technischen Möglichkeiten verfügten.

Nur in Ausnahmefällen dürften Eltern ab Mittwoch ihre Kinder in eine Schul-Notbetreuung bringen, stellte Gebauer klar. Das gelte für Schüler, deren Eltern in kritischen Infrastrukturen arbeiteten - also in Sektoren wie Gesundheit, Verkehr, Energie oder in der staatlichen Verwaltung. In allen Schulen landesweit würden Notfallplätze für diese Kinder bereitgestellt. Eltern müssten dafür nachweisen, dass sie in diesen Bereichen «unabkömmlich» seien und sie keine Betreuungsmöglichkeit haben. Seit Montag sind Kitas und Schulen in NRW weitestgehend dicht.

Die Zahl der Coronavirus-Todesfälle ist auf acht gestiegen. Nach den sechs bis Sonntagabend bekannten Fällen starben in der Nacht zum Montag im Kreis Heinsberg zwei weitere Menschen, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Die Zahl der nachweislich Infizierten ist in NRW nach den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums auf rund 2500 Fälle geklettert.

Familienminister Joachim Stamp (FDP) appellierte an alle Eltern von Kleinkindern, ihre Kinder zuhause zu betreuen. Soziale Kontakte müssten auf ein Minimum zurückgefahren werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sagte Stamp am Montag in Düsseldorf. Die Kitas würden nur offengehalten für Kinder von Eltern, die für die kritische Infrastruktur des Landes gebraucht würden. Für alle anderen Kinder und Eltern gelte ein sogenanntes Betretungsverbot.

Als kritische Infrastruktur hat die Regierung bestimmte Sektoren definiert: Energiewirtschaft, Kraftstoffversorgung, Entstörung der Netze, Wasserversorgung, Ernährung, Hygiene, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit (wie Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, Medizinhersteller, Apotheken, Labore), Finanzen und Kreditversorgung, Arbeitsämter, Transport und Verkehr, Medien, staatliche Verwaltung (wie Polizei, Justiz, Feuerwehr, Katastrophenschutz), Schulen, Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe.

Spielplätze will das Land dagegen nicht schließen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Montag, das könne man Kindern etwa in kleinen Mietwohnungen nicht antun. Das wäre dann auf engem Raum eine Situation, die keiner verantworten könne. Man gehe davon aus, dass Eltern auch auf Spielplätzen darauf achten, dass sich keine großen Gruppen bilden.

In einem neuen Erlass hat NRW alle öffentlichen Veranstaltungen verboten. «Das schließt grundsätzlich auch Verbote für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein», heißt es. Diese könnten nur bei einer individuellen Prüfung auf ihre Notwendigkeit genehmigt werden. «Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge zu dienen bestimmt sind oder der Versorgung der Bevölkerung dienen (z. B. Wochenmärkte)», heißt es.

Den Kunden der Rheinbahn steht wegen der Corona-Krise ab Mittwoch nur noch ein reduziertes Fahrtenangebot zur Verfügung. Die Rheinbahn werde dann täglich nach dem Samstagsfahrplan fahren, teilte das Unternehmen mit. Die Stadtwerke in Münster fahren mit ihren Bussen bis einschließlich Dienstag im gewohnten Takt. In Dortmund gilt im kommunalen Nahverkehr seit Montag der Ferienplan. Auch in anderen Städten haben die Verkehrsbetriebe auf die Lage reagiert.

16.03.2020 11:30 Uhr

Bayerische Lernplattform Mebis wird von Hackern lahmgelegt

Hacker haben am Montag die eigentlich für den Fernunterricht in Bayern gedachte Online-Plattform Mebis lahmgelegt. Seit den frühen Morgenstunden seien die Server einer Attacke ausgesetzt, twitterten die Seitenbetreiber. Der Angriff erfolge durch Hunderttausende automatisierte Seitenaufrufe. Man arbeite daran, die Seite wieder zum Laufen zu bekommen, hieß es aus dem bayerischen Kultusministerium in München.

Während der Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie sollen die bayerischen Schüler in den kommenden Wochen von ihren Lehrern über Mebis mit Lernmaterial versorgt werden. Auch ein Archiv mit Prüfungsaufgaben, ein Informationsportal und rund 55 000 Medien können in dem virtuellen Klassenzimmer abgerufen werden.

Bayern gehört zu den Ländern, die eine Online-Plattform haben, allerdings sind diese nicht für einen flächendeckenden Ersatz von geschlossenen Schulen ausgelegt. Das Ministerium in München verwies auch auf das Schulfernsehen. Von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 12.00 Uhr sendet der Bildungskanal ARD-alpha ein Lernprogramm. Auch in der BR Mediathek des Bayerischen Rundfunks können Inhalte unter der Rubrik «Schule daheim - Online lernen» abgerufen werden - wie auf Mebis, wenn es denn funktioniert.

16.03.2020 08:40 Uhr

Berlins Schulen schließen - ein Teil der Prüfungen verschiebt sich

Wegen der Schulschließungen in Berlin verschieben sich einige Prüfungen für den Mittleren Schulabschluss (MSA). Das sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Montag im rbb-Inforadio. Die für den 21. April geplanten Prüfungen in Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache würden um zweieinhalb Wochen verschoben. «Wir finden, dass dies notwendig ist», erklärte Scheeres. Schließlich falle Unterricht aus, und so müssten die Schüler nicht gleich nach den Ferien zur Prüfung antreten. Ab Dienstag sind berlinweit alle allgemeinbildenden Schulen geschlossen. Die Oberstufenzentren haben bereits am Montag dichtgemacht.

«Die Abiturprüfungen laufen weiter wie geplant», sagte die Bildungssenatorin. Ein entsprechendes Info-Schreiben gehe am Montag an die Schulen raus, auch die Eltern sollen informiert werden. Die Senatsverwaltung sei bei dem Thema mit Brandenburg in ständigem Kontakt. Für die Zeit, in der die Schule dicht bleibe, gebe es Möglichkeiten, von zu Hause aus zu lernen.

Schon übers Wochenende seien viele Lernaufgaben entwickelt worden. Scheeres dankte Schulleitungen und Lehrkräften. «Es läuft wirlich super.» Unter anderem soll Material zum Lernen online zur Verfügung stehen, etwa auf der Plattform Lernraum Berlin. Scheeres sagte, auch bei steigenden Zugriffzahlen sei sichergestellt, dass das funktioniere.

15.03.2020 14:24 Uhr

1000 Schüler und 100 Lehrer müssen in Lüneburg in Quarantäne

Nach einer bestätigten Corona-Infektion bei einer Lehrkraft an einem Gymnasium in Lüneburg müssen über 1000 Schüler und rund 100 Lehrer in Quarantäne. Die betroffene Lehrkraft sei zuvor mit einer Schulklasse in Tirol gewesen, teilte die Stadt Lüneburg am Sonntag mit. Aufgrund des großen Kreises von Menschen um die erkrankte Lehrkraft habe das Gesundheitsamt entschieden, die gesamte Belegschaft und alle Schülerinnen und Schüler häuslich zu isolieren. Die Quarantäne gilt - sofern keine Symptome festgestellt werden - bis voraussichtlich zum 25. März.

Unabhängig davon bleibt das Gymnasium wie alle Schulen in Niedersachsen bis zum 18. April 2020 geschlossen. Es könne keine Notbetreuung an der Schule stattfinden, so die Stadt.

14.03.2020 15:19 Uhr

Ministerin Eisenmann: Keine Nachteile für Schüler aus Baden-Württemberg 

Wie Ministerin Eisenmann in einem Schreiben an alle Schulen des Landes mitteilt, werde mit Hochdruck an verschiedenen Szenarien und Notfallplänen gearbeitet. Oberstes Prinzip sei dabei, dass den Schülerinnen und Schülern aus dieser Notsituation kein Nachteil entstehen soll. Konkretere Informationen gebe es in der kommenden Woche.

Klar sei schon einmal, dass Schülerpraktika bzw. Betriebspraktika nicht gefordert würden, solange Schulveranstaltungen eingestellt seien. 

Ministerialdirektor Michael Föll gab heute in einem Schreiben bekannt, dass Prüfungen, die in den Zeitraum der Schließung fallen, auf die Zeit nach den Osterferien verschoben werden (beginnend ab Montag, den 16. März). Alle ab 21. April terminierten Abschlussprüfungen fänden planmäßig statt. 

14.03.2020 15:07 Uhr

Schüler befürchten große Nachteile

Die Bundesschülerkonferenz (BSK) befürchtet wegen der anstehenden Schulschließungen große Nachteile für die Schülerinnen und Schüler. «Grundsätzlich empfinden wir den Schritt als richtig, weil er auch erforderlich ist», sagte BSK-Sprecher Torben Krauß am Samstag. Das neuartige Coronavirus müsse eingedämmt werden und Schulen seien ein Ort, an dem viele Menschen aufeinanderträfen und sich anstecken könnten. «Wir sehen aber erhebliche Nachteile für die Schüler, besonders für die Abiturienten.»

Sie hätten kaum eine Chance, den Stoff nachzuholen, zumal es nur wenige Möglichkeiten des digitalen Unterrichts gebe. «Die Bundesschülerkonferenz erwartet schnell umgesetzte Konzepte der Länder, um Schülerinnen und Schüler digitale Lehrangebote zur Überbrückung anbieten zu können», forderte die BSK in einer Mitteilung. Länder mit bereits gut ausgebauten digitalen Lernangeboten könnten die Schüler in der unterrichtsfreien Zeit besser vorbereiten, besonders mit Blick auf die anstehenden zentralen Prüfungen. «Grundsätzlich hoffen wir auf eine faire und tragbare Organisation der Abschlussprüfungen in Deutschland.»

Krauß sagte, bei den jüngeren Schülern überwiege vielleicht die Freude über verlängerte Osterferien, die Älteren aber seien sehr in Sorge.

14.03.2020 10:20 Uhr

Auch die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern schließen

Schwerin (dpa/mv) Wegen der Coronavirus-Epidemie bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern sämtliche Schulen und Kitas geschlossen. Mit dieser einschneidenden Maßnahme, die bis einschließlich 19. April gilt, soll die Ausbreitung des Virus eingedämmt werden.

13.03.2020 22:52 Uhr

Aussetzung der Schulpflicht in Sachsen

Dresden (dpa/sn) Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hat am Freitagabend nach einer Sondersitzung des Kabinettes um Verständnis für die ab Montag geltende Aussetzung der Schulpflicht sowie eine spätere angedachte Schließung von Schulen und Kitas geworben. «Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht», so Piwarz. Anders als andere Bundesländer habe man sich nicht für einen «radikalen Schnitt» entschieden, sondern wolle den Menschen die Möglichkeit geben, sich auf die neue Situation vorzubereiten. Ab kommendem Montag hätten die Schulen daher vorerst noch geöffnet, es finde aber kein Unterricht mehr statt. Im Laufe der kommenden Woche sollen dann Kitas und Schulen geschlossen werden, mit den Kommunen sei man im Gespräch über eine Notbetreuung.

13.03.2020 19:30 Uhr

Hessen greift wegen Coronavirus durch

Schulen und Kitas bleiben nur noch zur Notbetreuung offen, Besuche in Altenheimen oder Krankenhäusern werden eingeschränkt. Das Coronavirus führt in Hessen zu drastischen Maßnahmen.

Hessen greift wegen der Ausbreitung des Coronavirus zu drastischen Mitteln und schränkt das öffentliche Leben an vielen Stellen ein. An den Schulen wird landesweit von Montag an nicht mehr unterrichtet, wie Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Freitag in Wiesbaden sagte. Die Schulen blieben aber für eine Notbetreuung für Kinder von Eltern geöffnet, die beispielsweise in einem Krankenhaus arbeiten. Die Regelung gelte auch für die Kindertagesstätten in Hessen.

«Wir haben eine ganz außergewöhnliche Lage», sagte Bouffier mit Blick auf das Coronavirus. Und fügte hinzu: «Wir werden die Herausforderung gemeinsam meistern.» Alle am Freitag verkündeten Maßnahmen gelten dem Regierungschef zufolge zunächst bis zum Ende der hessischen Osterferien (18. April). Bouffier sagte, mit diesen Maßnahmen habe Hessen im Moment noch die Chance, Verhältnisse wie in Italien zu vermeiden. Dort hatte sich die Situation zuletzt zugespitzt, mittlerweile sind dort mehr als 1200 Menschen an Covid-19 gestorben.

Um Menschen zu schützen, die wegen des Coronavirus als besonders gefährdet gelten, werden die Besuchszeiten in hessischen Alten- oder Pflegeheimen sowie Krankenhäusern im Land beschränkt - jeder Bewohner oder Patient darf nur noch eine Stunde pro Tag besucht werden. Ausgenommen sind Eltern minderjähriger Patienten in Krankenhäusern. Menschen, die aus Risikogebieten zurückkehrten, dürfen solche Einrichtungen 14 Tage lang nicht betreten.

Angehörige bestimmter Berufsgruppen werden nach ihrer Rückkehr aus Coronavirus-Risikogebieten in Hessen unter Quarantäne gestellt. Das gelte zum Beispiel für Polizisten, Rettungskräfte und medizinisches Personal, sagte der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne). Eine Quarantäne von 14 Tagen gelte auch für Richter und Feuerwehrleute.

Das Abitur in Hessen soll in der kommenden Woche wie geplant beginnen. Dies sei nach derzeitiger Einschätzung der Lage möglich, sagte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Die ersten schriftlichen Abiturprüfungen sind für den nächsten Donnerstag (19.3.) angesetzt.

Brandenburgs Schulen stellen normalen Unterricht weitgehend ein

An Kitas und Schulen in Brandenburg wird bis zum Ende der Osterferien vieles anders sein: Mit dem vorläufigen Ende von regulärem Unterricht oder Betreuung soll das Ausbreitungsrisiko des Coronavirus sinken. Für Kinder von Eltern im Gesundheitssektor soll aber gesorgt sein.

Die Brandenburger Schulen werden wegen des Risikos von Coronavirus-Infektionen ab kommendem Mittwoch keinen normalen Unterricht mehr anbieten. «Wir wollen die Schule als sozialen Ort einschränken, als Ort, an dem sich auch mehrere Generationen treffen, um die Ausbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen», sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Potsdam. «Das ist eine schwierige Entscheidung.» Auch an Kitas soll es keine reguläre Betreuung mehr geben. Kinder von Ärzten, Schwestern oder Pflegern, von Eltern in Behörden, bei Polizei und Feuerwehr, sollten weiter zur Schule und zur Kita gehen können. Notfallpläne dafür sollen bis einschließlich Dienstag mit den Kommunen erarbeitet werden.

DIE REGELUNG: «Wir stehen vor der größten Herausforderung unseres Bundeslandes», sagte der Regierungschef. «Wir stehen vor der größten Herausforderung, die die Bundesrepublik Deutschland seit ihrer Gründung zu bewältigen hat.» An Schulen werde es keine reguläre Betreuung der Schüler mehr geben, aber die Funktionsfähigkeit vor allem des Gesundheitswesens dürfe nicht infrage stehen. «Ich weiß, dass wir damit auch in den Alltag vieler Menschen eingreifen, aber ich glaube, wenn wir mit dieser Entscheidung dazu beitragen können, dass sich das Virus langsamer verbreitet (...), dann ist es genau die richtige Entscheidung.» Er riet, soziale Kontakte einzuschränken. Woidke sagte, die Landesregierung wolle alles tun, um negative Auswirkungen auf die Wirschaft gering zu halten.

DAS WEITERE VORGEHEN: Die Regelung für Schulen und Kitas soll bis zum Ende der Osterferien gelten. An diesem Samstag berät die Landesregierung mit Kommunen darüber. In Berlin werden die Schulen von kommender Woche an geschlossen. Brandenburg will nicht von einer Schließung sprechen. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, die AfD und die Linksfraktion im Landtag hatten zuvor gefordert, dass Schulen - teils auch Kitas - geschlossen werden sollen. Die FDP forderte statt einer Anwesenheitspflicht in Schulen eine Bildungspflicht für Unterricht der Schulkinder zuhause. Potsdam kündigte an, ab Mittwoch alle Schulen und Kitas vorerst zu schließen.

DIGITALER UNTERRICHT: Die Lehrkräfte werden nach Angaben von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) weiter vor Ort sein, soweit es nötig sei. «Wir sind durchaus in der Situation, dass eine große Anzahl von Schulen über das Netz erreichbar ist, so dass Unterricht mit hoher Eigenverantwortung der Kinder und Jugendlichen stattfinden kann.» Das Abitur in Brandenburg sei nicht gefährdet. Das Land stimme sich mit Berlin ab. Sie wolle den Schülern vorschlagen, April-Termine auszuwählen oder gleich auf Ausweichtermine zu gehen. In Kitas sei wichtig, dass die Notbetreuung gesichert werden soll.

Corona schränkt das öffentliche Leben in Sachsen-Anhalt ein

Keine Schule, keine Kita und reihenweise Absagen von Veranstaltungen: Die Einschränkungen wegen der Ausbreitung von Sars-CoV-2 werden gravierender. Viele stellt die Situation vor ungeklärte Fragen. Ein Überblick.

Die Auswirkungen der Corona-Epidemie lähmen immer weitere Teile des öffentlichen Lebens. In Sachsen-Anhalt schießen wie in vielen anderen Bundesländern wegen des Coronavirus von Montag an alle Schulen. Hierzulande gilt die Entscheidung bis zum Ende der Osterferien. Das hat das Kabinett am Freitag in einer Sondersitzung in Magdeburg beschlossen.

«Weiteres Zögern bringt nichts», sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Freitag in der Landeshauptstadt. Jetzt gehe es um den Schutz von Leib und Leben. «Ziel all unserer Bemühungen ist es, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.»

In Sachsen-Anhalt sind bislang mehr als 30 Erkrankungen bestätigt. Nach Angaben von Sozialministerin Grimm-Benne befinden sich derzeit rund 1200 Menschen in Sachsen-Anhalt in Quarantäne. Von den bisher nachweislich Infizierten seien Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. Keiner müsse im Krankenhaus behandelt werden.

In dem Bundesland gibt es laut Statistischem Landesamt rund 870 allgemeinbildende Schulen mit mehr als 197 100 Schülerinnen und Schülern. In den etwa 1700 Kitas werden gut 150 000 Kinder betreut. Die einwöchigen Osterferien beginnen am 6. April. Damit würden die Schulen gut vier Wochen geschlossen bleiben.

«Die Schulen richten unterrichtliche Angebote ein», heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte, für die Kinder, die keine andere Möglichkeit hätten, werde es eine Betreuung geben. Zudem betonte er, dass keiner Schülerin und keinem Schüler Nachteile wegen bevorstehender Abschlüsse entstünden.

Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, es werde landesweit eine Notbetreuung eingerichtet. In Halle habe sich gezeigt, dass viele Eltern nicht wissen, wo sie mit ihren Kindern hinsollen. Die Stadt werde aufgefordert, eine Notbetreuung einzurichten, sagte Grimm-Benne. In Halle sind schon seit Freitag alle Schulen, Kitas und Horte geschlossen. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hatte gesagt, es werde keine Notbetreuung geben, um Infektionsketten zu unterbrechen.

Halle war die erste deutsche Großstadt, die zu der weitreichenden Maßnahme gegriffen hatte. Es war auch verfügt worden, dass keinerlei öffentliche Veranstaltungen mehr stattfinden sollen. Ziel ist auch hier, die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu verlangsamen. In den Krankenhäusern in Halle gilt ab sofort ein Besuchsverbot.

13.03.2020 14.10 Uhr

Auch Baden-Württemberg schließt alle Schulen

Auch Baden-Württemberg schließt alle Schulen Wegen der Coronavirus-Pandemie schließt auch Baden-Württemberg von Dienstag an alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag in Stuttgart mit. Baden-Württemberg ist das neunte Bundesland, das flächendeckende Schließungen plant.

Rheinland-Pfalz schließt ab Montag alle Schulen und Kitas

Rheinland-Pfalz schließt wegen des Coronavirus ab Montag die Schulen und Kindertagesstätten. Die Regelung gilt zunächst bis Ende der Osterferien am 17. April, wie das Bildungsministerium am Freitag mitteilte. Eine Notbetreuung werde vor Ort ermöglicht.

13.03.2020 13:12 Uhr

NRW schließt nächste Woche alle Schulen

13.03.2020 13:12 Uhr

Schulen und Kitas schließen auch in Schleswig-Holstein wegen Coronavirus

Wegen des sich immer weiter ausbreitenden Coronvirus werden von Montag an alle Schulen und Kindergärten in Schleswig-Holstein bis zum 19. April geschlossen.

13.03.2020 11.45 Uhr

Bremen Schulen und Kitas von Montag an geschlossen 

Angesichts der steigenden Zahl an Infektionen mit dem Coronavirus hat das Bundesland Bremen die Schließung von Schulen und Kitas ab Montag beschlossen. Der Senat sehe diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, teilte die Landesregierung (Senat) am Freitag nach einer Sondersitzung mit.Über Einzelheiten wollten Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) und drei Senatorinnen am Mittag bei einer Pressekonferenz informieren. Zuvor hatten Niedersachsen, Bayern und das Saarland angekündigt, von Montag an die Schulen zu schließen.
 
13.03.2020 09:30 Uhr

Berliner Schulen werden geschlossen

Angesichts der steigenden Zahlen von Infizierten mit dem neuartigen Coronavirus stellen Schulen und Kitas in Berlin von nächster Woche an stufenweise ihren Betrieb ein. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag mit. Die Schließung soll am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen.

Söder: Wegen Coronavirus-Krise schließt Bayern alle Schulen

Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern ab Montag alle Schulen, Kindergärten und Kitas - bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in München. Damit sind in Bayern faktisch bis zum 20. April die Bildungseinrichtungen geschlossen. «Da es keine Medikamente gibt, sind wir darauf angewiesen, andere Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung zu verlangsamen», sagte Söder.

Wegen der Ausbreitung des Virus waren am Donnerstag mehr als 100 Schulen in Bayern vollständig geschlossen. Davon betroffen waren fast alle Schularten, wie es auf einer Homepage des Kultusministeriums hieß. Insgesamt gibt es im Freistaat rund 6000 Schulen. Am Donnerstag war zudem der erste Todesfall in Bayern wegen des Virus

Saarland schließt Schulen und Kitas

Als erstes Bundesland hat das Saarland in der Nacht die Schließung aller Schulen und Kindertageseinrichtungen ab Montag bekannt gegeben. Wegen seiner Grenznähe stehe das Land vor besonderen Herausforderungen, sagt Ministerpräsident Tobias Hans.

Als erstes Bundesland hat das Saarland in der Nacht zu Freitag bekanntgegeben, dass wegen des Coronavirus landesweit Schulen und Kindertagesstätten von Montag an geschlossen werden. Dies geschehe aufgrund der Situation des Saarlandes als Grenzland, teilte die Staatskanzlei in der Nacht zu Freitag mit. Das benachbarte Gebiet in Frankreich ist besonders betroffen von der Pandemie. Eine Notbetreuung für Familien im Saarland soll sichergestellt werden. Mit der drastischen Maßnahme soll die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Die Schulen und Kitas im Saarland werden bis zum Ende der Osterferien (24. April) geschlossen bleiben. Das Kabinett fasste am Freitag in einer außerordentlichen Sitzung einen entsprechenden Beschluss. Am Mittag (13.00) sollte auf einer Pressekonferenz über Details informiert werden.

Auch Bayern wird landesweit Schulen und Kindergärten schließen, weitere Bundesländer könnten folgen. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag waren großflächige Schulschließungen zunächst nicht geplant worden. Die Konferenz schließe jedoch eine derartige Maßnahme nicht aus, sagte die Vorsitzende, die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstagabend gesagt, Menschen sollten wo immer möglich auf Sozialkontakte verzichten. Eine vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen etwa durch das Vorziehen der Osterferien sei eine Option.

«Es braucht jetzt Entscheidungen mit klarem Kopf, die unweigerlich auch eine Einschränkung des öffentlichen Lebens mit sich bringen», teilte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit. Das Saarland stehe mit seiner direkten Nähe zu den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg ebenso wie andere Grenzländer innerhalb Deutschlands vor besonderen Herausforderungen. In Haut-Rhin im nahe gelegenen Risikogebiet Grand Est seien bis Donnerstag mit 359 infizierten Personen rund 61 Prozent der bestätigten Infektionen der Region aufgetreten, teilte die französische Botschaft in Deutschland mit.

 
12.03.2020 21.30 Uhr

Vorerst keine deutschlandweiten Schulschließungen

Bundesweite Schulschließungen sind in Deutschland vorerst weiterhin nicht geplant. Bund und Länder hätten sich auf die Möglichkeit verständigt, regional, je nach Ausbruchsgeschehen des Coronavirus mit Schließungen von Kitas, Schulen oder Hochschulen zu reagieren. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag nach Gesprächen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin.

Die Situation in Deutschland sei unterschiedlich. Merkel sprach von einem «dynamischem Ausbruchsgeschehen». Nach «Maßgabe der Dinge» würden es nach und nach mehr Regionen sein. Man müsse damit rechnen, dass das Infektionsgeschehen vor keiner Region haltmache. Möglich sei etwa ein Vorziehen der Osterferien. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte an, in Bayern werde man am Freitag endgültig entscheiden, wann vor Ostern die Schulen geschlossen würden. Viele Bundesländer überlegten gleiches.

12.03.2020 21:00 Uhr

Bildungssenatorin Scheeres: Unterricht ja, Ausflüge nein

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat im Kampf gegen das Coronavirus strengere Regeln für Schulen angeordnet: Der Unterricht soll weiter stattfinden, Ausflüge und Schülerfahrten ins Ausland werden aber bis auf weiteres untersagt, wie die Senatsbildungsverwaltung am Donnerstagabend mitteilte. Zunächst dürfen auch keine neuen Reisen gebucht werden. Scheeres bezog sich auf Empfehlungen aus der Beratung der Kultusminister der Länder vom selben Tag.

Schulische Veranstaltungen sollen zur Begrenzung eines Infektionsrisikos auf das erforderliche Mindestmaß begrenzt werden, hieß es. Den Unterricht, das Mittagessen und die Angebote der ergänzenden und außerunterrichtlichen Förderung und Betreuung soll es hingegen weiter geben.

Exkursionen, Wandertage und Ausflüge sollen aber unterlassen werden. Auch soll es keine klassenübergreifenden außerunterrichtlichen Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Konzerte, Podiumsdiskussionen und Sportwettkämpfe geben. Arbeitsgemeinschaften könnten durchgeführt werden.

«Wir nehmen die Lage sehr ernst. Der Schutz der Kinder und Jugendlichen sowie des pädagogischen Personals in den Einrichtungen hat für mich oberste Priorität. Deshalb sehe ich mich gezwungen, den Schulalltag auf das Nötigste zu beschränken und von freiwilligen Veranstaltungen abzusehen», sagte Scheeres.

 
12.03.2020 20:20 Uhr

Frankreich schließt wegen Coronavirus alle Schulen im Land

Wegen der Coronavirus-Krise bleiben in Frankreich alle Schulen geschlossen. «Ab Montag und bis auf Weiteres werden alle Kindergärten, Schulen, Hochschulen und Universitäten geschlossen» sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend in einer TV-Ansprache.

Bund und Länder diskutieren über Schließung von Schulen

Bund und Länder haben kontrovers über eine mögliche flächendeckende Schließung von Schulen in Deutschland wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus diskutiert. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Ein Ergebnis bei den Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder gab es am Donnerstagabend noch nicht. Weitere Themen seien die Versorgung der Bevölkerung sowie weitere Absagen von Veranstaltungen, hieß es.
 
12.03.2020 20:00 Uhr

Keine Schule in Halle - Corona-Sondersitzung der Landesregierung

In Halle ist diesen Freitag der erste schul- und kitafreie Tag wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) will sich mit seinen Ministerinnen und Ministern zu einer Sondersitzung (14.00 Uhr) treffen, um über das weitere Vorgehen der Landesregierung zu beraten. Es gehe um Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2. Konkrete Themen, die besprochen werden sollen, nannte er zunächst nicht. Zudem sind von Freitag an die Schwimmbäder der Bäder Halle GmbH sowie das «Maya mare» inklusive des «Viva mare» geschlossen.

Der öffentliche Nahverkehr soll jedoch weiterfahren. «Wir bitten die Fahrgäste der Havag jedoch darum, ab morgen den Zustieg zu den Linienbussen nicht durch die vorderste Tür vorzunehmen, sondern den hinteren Einstieg (Tür 2 und 3) zu nutzen», heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke Halle.

Zwangsferien bis Ostern? Regierung entscheidet über Schulen und Kitas

Das wäre ein Schlag vor allem für Eltern und Arbeitgeber: die Schließung aller Schulen und Kindergärten im Land wegen der Corona-Pandemie steht bevor. Während die Zahl der Ansteckung steigt, ist ein erster infizierter Mann in Baden-Württemberg gestorben.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus deuten sich nun auch landesweite Schulschließungen in ganz Baden-Württemberg bis Ostern an. Das Kabinett will am Freitag bei einer Sondersitzung auch über die Kindergärten entscheiden, sagte ein Regierungssprecher. Bei einer Sondersitzung am Freitagmittag sollten Maßnahmen beschlossen werden, um das Virus einzudämmen und die Ausbreitung zu verlangsamen, bestätigte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Krankenhäuser seien noch stark belegt durch die Grippewelle. «Wir müssen sehen, dass das Gesundheitssystem funktionsfähig bleibt.» Unterdessen meldete das Gesundheitsministerium, dass ein 67 Jahre alter Mann im Rems-Murr-Kreis nach einer Infektion gestorben ist.

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Donnerstagabend vom Landesgesundheitsamt 119 weitere Fälle von bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Infizierten im Land steigt damit weiter deutlich an auf 454.

Auch Bayern will am Freitag über Schließungen von Schulen und Kindergärten entscheiden, andere Bundesländer dürften nachziehen. Nach Angaben der EU haben bereits etwa ein Drittel der Staaten in der Union sämtliche Schulen geschlossen.

«Durch die dynamische Lageentwicklung können flächendeckende Schul- und Kitaschließungen in Baden-Württemberg nicht mehr ausgeschlossen werden», sagte auch Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der «Südwest Presse» (Freitag) und der «Heilbronner Stimme». Der Gesundheitsschutz der Bevölkerung stehe an erster Stelle. Den Schülerinnen und Schülern vor allem der Abiturklassen dürften aber keine Nachteile entstehen.

 
12.03.2020 19:30 Uhr

Niedersachsen will Schulen ab Montag schließen

Hessen stellt Abiturienten vorerst vom Unterricht frei

Hessen stellt seine Abiturienten wegen der Coronapandemie vom Unterricht frei. Die als Vorsichtsmaßnahme gedachte Regelung gilt vom kommenden Montag (16.3.) an bis zum Beginn der Osterferien (6.4.), wie ein Sprecher des Kultusministeriums am Donnerstag sagte. Zuvor hatten die Zeitungen der VRM-Gruppe darüber berichtet. Am kommenden Donnerstag (19.3.) beginnen in Hessen die schriftlichen Abiturprüfungen. Die Abiturienten sollen die Schule nur noch dazu betreten.

CDU-Gesundheitsexperte Liese hält Schulschließung für nötig

Eine weitreichende Schließung der Schulen in Deutschland hält der CDU-Europaabgeordnete und Gesundheitsexperte Peter Liese für notwendig. Liese verwies am Donnerstag in Brüssel auf das Beispiel der deutschen Nachbarländer Dänemark und Polen sowie anderer EU-Staaten. Dort seien alle Schulen wegen der Ausbreitung des Coronavirus geschlossen worden.

«Ich glaube, das wird kurzfristig auch in Deutschland notwendig sein», sagte Liese in einer Telefonkonferenz. «Mindestens in den am meisten betroffenen Gebieten, oder auch flächendeckend - wenn möglich schon ab Montag.» Dafür müssten aber Kinderbetreuungen angeboten werden - für alle jene Eltern, die keine andere Möglichkeit haben, als ihre Kinder zur Schule zu schicken. Diese Maßnahme würde das Risiko einer Ansteckung deutlich reduzieren, so Liese.

Bayern will über generelle Schulschließungen entscheiden

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Bayern bis Freitagvormittag über mögliche landesweite Schulschließungen entscheiden. Das kündigte Regierungschef Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin an. «Ich schließe nicht aus, dass wir Schulschließungen haben werden», sagte er und fügte an, «dass wir auch eine Lösung für die Kitas finden werden». Dies bedeute aber, dass Einrichtungen nicht nur einfach geschlossen würden. Söder kündigte an, Bund und Länder wollten noch am Donnerstag über die Lage beraten.

Er kritisierte es als «überraschend», dass sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) gegen generelle Schulschließungen gewandt hatte. Karliczek hatte gesagt: «Derzeit sind flächendeckende Schulschließungen noch nicht angezeigt.» Allerdings müsse die Lage jeden Tag neu bewertet werden. Karliczek betonte: «Wir versuchen, einen Normalbetrieb so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.» Schulschließungen könnten Probleme fürs Gesundheitswesen oder Pflegeheime nach sich ziehen, wenn Eltern zuhause wegen ihrer Kinder bleiben müssten.

Auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) warnte vor möglichen negativen Folgen drastischer Maßnahmen. Zwar müsse alles getan werden, was die Ausbreitung des Virus verhindere. Aber die medizinische Versorgung müsse aufrecht erhalten bleiben. Eine einzelne, auf den ersten Blick sinnvolle Maßnahme könne nachteilige Folgewirkungen haben.

Zur Coronavirus-Krise insgesamt sagte Söder: «Die Lage verschlechtert sich täglich.» Die Bürger stimmte er auf weitere Einschränkungen ein. «Wir wollen keine Panik schüren, aber (...) wir dürfen der Entwicklung nicht hinterherlaufen», so der amtierende Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. «Nach Einschätzung vieler wird es in den nächsten Wochen noch einmal zu grundlegenden Veränderungen kommen.» Söder weiter: «Wir müssen unser Tempo der Entwicklung anpassen.» Wichtig sei eine gute Koordinierung der Länder mit dem Bund. Allerdings müssten die Länder auch jeweils passende Maßnahmen ergreifen können.

Immer mehr Schulen in Europa schließen wegen Coronavirus

Immer mehr Schulen in Europa schließen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Das schaffe Probleme für Eltern, die die Betreuung organisieren müssten, sagte die kroatische Bildungsministerin Blazenka Divjak für den EU-Ratsvorsitz am Donnerstag in Brüssel. Die Sicherheit und Gesundheit der Schüler gehe jedoch vor. Divjak hatte mit zahlreichen europäischen Amtskollegen in einer Videokonferenz über die Lage beraten.

Die EU-Staaten hätten je nach Ausbreitung des Virus unterschiedliche Maßnahmen ergriffen. Etwa ein Drittel der Länder habe sämtliche Schulen geschlossen, sagte Divjak nach der Konferenz, an der nach ihren Angaben etwa 20 Ministerinnen und Minister teilnahmen. Ein Drittel habe Schulen und Hochschulen in bestimmten Regionen geschlossen. Ein weiteres Drittel der Mitgliedstaaten führe bislang den normalen Schulbetrieb fort.

Die Ministerin machte zugleich deutlich, dass die Lage dynamisch sei: «Die Situation ändert sich von Stunde zu Stunde.» Fast zeitgleich kündigte etwa die Slowakei nach Medienangaben an, alle Schulen für 14 Tage zu schließen. Die Europäischen Schulen teilten den Eltern mit, man werde alle fünf Standorte in Brüssel mit zusammen mehr als 10 000 Schülern von Montag an bis Ende März schließen.

Söder: Weitere Schulschließungen in Bayern möglich

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) weitere Schulschließungen in seinem Bundesland nicht ausgeschlossen. Nach einem Treffen der Länderchefs am Donnerstag in Berlin sagte er: «Ich schließe nicht aus, dass wir Schulschließungen haben werden.» Gemeint sei dies als mögliche generelle Maßnahme, sagte er auf Nachfrage.

Schleswig-Holstein plant keine Schulschließungen wegen Coronavirus

Trotz des Ausbruchs des neuartigen Coronavirus plant Schleswig-Holstein keine allgemeinen Schulschließungen. «Einzelne Schulen wurden durch die dafür zuständigen örtlichen Gesundheitsbehörden geschlossen, einzelne Schüler und Lerngruppen nach Hause geschickt», sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Derzeit gehen wir davon aus, dass die Abiturprüfungen im Land weitestgehend wie geplant stattfinden können.» Parallel bereite die Landesregierung mit einem Notfallplan auch Szenarien für den Fall vor, dass reguläre Abschlussprüfungen im Land nicht gewährleistet werden könnten.

 
12.03.2020 13:30 Uhr

Unterrichtsauschluss im Saarland für Schüler aus Grand Est

Schüler und Lehrer aus dem an das Saarland grenzenden Corona-Risikogebiet Grand Est in Frankreich sollen bis auf Weiteres keine Schulen mehr im Saarland besuchen. Auch Kinder in saarländischen Kindertagesstätten und Kita-Beschäftigte, die in der Region Grand Est wohnten, sollten ab (morgigen) Freitag vorsorglich zuhause bleiben, teilten das saarländische Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Saarbrücken mit.

Schulen und Kitas spielten aufgrund der besonders intensiven sozialen Kontakte eine besondere Rolle für die Bemühungen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und zu verzögern. Daher habe man sich zu der Regelung entschlossen. In der vergangenen Woche war bereits festgelegt worden, dass Lehrer und Kinder, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, 14 Tage lang weder eine Schule noch eine Kita besuchen dürfen.

Das Robert Koch-Institut hat die ostfranzösische Region Grand Est jüngst zum Risikogebiet erklärt. Am Mittwochmittag lag die Zahl der dort bestätigen Infektionen mit dem Virus bei 587 - das waren 123 mehr als ein Tag zuvor.

Auch die Universität des Saarlandes wies Beschäftigte und Studierende mit Wohnsitz oder dauerhaftem Aufenthalt in Grand Est an, bis auf Weiteres den Campus der Uni nicht mehr zu betreten. Personen, die aus diesem oder einem andere Risikogebiet zurückkehrten, müssten dem Uni-Gelände 14 Tage fernbleiben, hieß es in einer Mitteilung.

Mehr als 100 Schulen in Bayern wegen Coronavirus geschlossen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus waren am Donnerstag mehr als 100 Schulen in Bayern vollständig geschlossen. Davon betroffen waren nahezu alle Schularten, wie auf einer Internetseite des Kultusministeriums stand. Am Dienstag waren es noch rund 50 geschlossene Einrichtungen gewesen. Zur Einordnung: Insgesamt gibt es im Freistaat rund 6000 Schulen.

Unter anderem der Verband Deutscher Realschullehrer hatte gefordert, Schulen auch in Bayern wegen der Infektionsgefahr sofort flächendeckend zu schließen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Dienstag allerdings gesagt, generelle Schulschließungen werde es im Freistaat aktuell nicht geben.

Covid-19: Irland schließt alle Schulen und Kindergärten

Irland schließt wegen der Covid-19-Pandemie alle Schulen und Kindergärten. Die Regelung gelte von diesem Donnerstagabend bis zum 29. März, kündigte Premierminister Leo Varadkar an. Schüler und Studenten sollen vor allem online lernen. Alle staatlichen Kultureinrichtungen werden ebenfalls geschlossen.

Auch Veranstaltungen werden in Irland stark begrenzt: Es sind demnach keine Versammlungen in Räumen mit über 100 Personen mehr zugelassen. Bei Veranstaltungen im Freien liegt die Höchstgrenze bei 500 Teilnehmern. Restaurants, Cafés und Geschäfte bleiben geöffnet. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sollen ihren Betrieb zunächst nicht einstellen. Arbeitnehmern empfahl der Premier, zuhause zu arbeiten.

«Das Virus ist überall auf der Welt, es wird sich weiter ausbreiten», sagte Varadkar. Aber die Ausbreitung könne verlangsamt werden. Die Menschen sollten ihre «sozialen Interaktionen» deshalb auf ein Minimum reduzieren. Bereits zuvor hatte Irland landesweit alle Paraden zum St. Patrick's Day am 17. März gestrichen. Im Land sind bislang einige Dutzend Infektionen und ein Todesfall registriert.

Magdeburg schließt Schule - Mitarbeiterin mit Coronavirus infiziert

Die Stadt Magdeburg hat eine erste Grundschule wegen des Coronavirus geschlossen. Eine Mitarbeiterin sei positiv auf den Erreger Sars-CoV-19 getestet worden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Amtsarzt Eike Hennig erklärte: «Wir beginnen jetzt mit der schrittweisen Schließung dieser Grundschule, was dann ab morgen für knapp 14 Tage gelten wird. Die Eltern der Kinder können weiterhin arbeiten.» Er bat um Verständnis für diese Anordnung.

Schüler, Lehrer und Eltern wollen trotz Corona faires Abitur

Mit Blick auf die anstehenden Abiturprüfungen und die zunehmenden Schulschließungen wegen des neuartigen Coronavirus haben mehrere Verbände ein Treffen mit dem Kultusministerium gefordert. Ziel sei eine faire Durchführung des Abiturs bei gleichzeitiger Eindämmung des Virus, teilten unter anderem Philologenverband, Direktorenvereinigung, Landeselternvertretung in Bayern am Donnerstag in München mit. Die Abiturprüfungen sollen am 30. April beginnen.

Joshua Grasmüller, Landesschülersprecher für die Gymnasien und selbst Abiturient, sagte: «Wir Abiturienten dürfen aufgrund der Corona-Epidemie keine Nachteile gegenüber anderen Jahrgängen haben.» Der Vorsitzende der Direktorenvereinigung, Walter Baier, erklärte: «Was die Schulen jetzt brauchen sind einheitliche und klare Vorgaben.» Eine Reaktion des zuständigen Kultusministeriums stand zunächst aus.

Weiter Debatte über «Coronaferien» in Deutschland

Andere europäische Länder schließen flächendeckend ihre Schulen wegen der Ausbreitung des Coronavirus. Auch in Deutschland wird darüber weiter diskutiert. In Berlin beraten Vertreter der Bundesländer. Bundesweite «Coronaferien» zeichnen sich aber vorerst nicht ab.

Der Deutsche Lehrerverband hat sich trotz vermehrter Forderungen nach flächendeckenden Schulschließungen erneut dagegen ausgesprochen. «Natürlich nimmt die Nervosität und Angst auch an den Schulen, bei Eltern, Schülern und Lehrern zu. Und diese Nervosität überträgt sich auch auf manche Lehrerverbände», sagte Lehrerverbands-Präsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Der Deutsche Realschullehrerverband hatte am Mittwoch flächendeckende Schulschließungen gefordert. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagte der «Bild»-Zeitung (Donnerstag): «Derzeit sind Schulschließungen nicht angezeigt, wie auch Wissenschaftler und der Bundesgesundheitsminister betonen». Die Lage müsse aber immer wieder neu bewertet werden.

In Berlin beraten die Kultusminister der Länder an diesem Donnerstag und Freitag über ein möglichst gemeinsames Vorgehen in den Bildungseinrichtungen des Landes. Für Schulen und die Bildung ist in Deutschland jedes Bundesland selbst zuständig. Generelle Schulschließungen sollen mit der KMK-Sitzung aber nicht näherrücken, hieß es vorab in KMK-Kreisen. Bei dem Treffen geht es auch darum, ob anstehende Prüfungstermine, zum Beispiel beim Abitur, gefährdet sind.

Die Mehrheit im Deutschen Lehrerverband sei nach wie vor der Auffassung, der Expertise des Gesundheitsministeriums des Robert-Koch-Instituts zu folgen, sagte Meidinger. Bisher gebe es von dort keine Empfehlung für generelle Schulschließungen. Meidinger rief aber alle Schulen dazu auf, sich auf mögliche Schulschließungen vorzubereiten. Sie sollten ausloten, wie Schüler weiter mit Unterrichtsmaterialien versorgt werden könnten.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte wegen des neuartigen Coronavirus klare Ansagen und Unterstützung für die Schulen durch Politik und Verwaltung. Die Kultusministerien müssten in Kooperation mit den Gesundheitsämtern für Rechts- und Entscheidungssicherheit in den Bildungseinrichtungen sorgen, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Donnerstag in Frankfurt. «Dazu gehört beispielsweise, Schul- und Kitaschließungen – wenn nötig – anzuordnen.» Schulleitungen müsste die Verantwortung für die Absage von Klassenfahrten und Veranstaltungen und daraus entstehenden Kosten abgenommen werden, sagte Tepe.

Die GEW-Vorsitzende sprach sich außerdem dafür aus, mit einem Sofortprogramm die sanitären Anlagen in Schulen, Kitas, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen zu sanieren. «Dazu gehören auch Basismaßnahmen, nämlich für Warmwasser, Desinfektionsmittel, Seife und Einmalhandtücher in den Spendern der Toiletten und eine regelmäßige Reinigung zu sorgen. Hier sind auch die Gesundheitsämter gefordert», sagte sie.

Erstmals Schule in MV wegen Coronavirus geschlossen

Erstmals in Mecklenburg-Vorpommern ist eine Schule wegen eines bestätigten Infektionsfalls mit dem Coronavirus geschlossen worden. Wie die Hansestadt Rostock am Donnerstag auf Anfrage bestätigte, ist in der CJD Christophorusschule ein Schüler positiv getestet worden. Die Schule mit mehr als 1000 Schülern sei nun bis zum 23. März komplett geschlossen. Die Schüler der betroffenen Klasse und ihre Lehrer lebten in Quarantäne. Alle anderen Schüler hätten frei.

Auf ihrer Internetseite berichtete die Schule, dass für die 127 Abiturienten geeignete Maßnahmen getroffen wurden, um sie auf dem Weg zu den Prüfungen zu begleiten. Details dazu wurden zunächst nicht mitgeteilt.


11.03.2020 22:00 Uhr

Schulminister beraten Auswirkungen der Coronakrise

Die Bildungsminister der Länder befassen sich ab diesem Donnerstag unter anderem mit den Auswirkungen der Corona-Epidemie auf die Schulen. Bei der zweitägigen Sitzung der Kultusministerkonferenz geht es unter anderem darum, ob die Ausbreitung des Virus Abiturprüfungen gefährdet. Auf der Tagesordnung stehen zudem unter anderem Empfehlungen zur Europabildung in der Schule und die Finanzierung der Universitätskliniken. Eine Unterrichtung der Öffentlichkeit ist erst zum Abschluss am Freitag vorgesehen.

11.03.2020 15:00 Uhr

Semesterstart im Südwesten wird wegen Coronavirus verschoben


In Baden-Württemberg wird der Start des Sommersemesters an allen Hochschulen wegen des Coronavirus bis nach Ostern verschoben. Das Wissenschaftsministerium in Stuttgart bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht von «Mannheimer Morgen» und «Heilbronner Stimme».

11.03.2020 13:00 Uhr

Gymnasiallehrer fordern Schließung aller Schulen bis Osterferien

Das Coronavirus infiziert immer mehr Bereiche des Lebens im Südwesten. Die Wirtschaft leidet. Immer mehr Einrichtungen sagen Veranstaltungen ab. Das Elsass ist offizielles Risikogebiet. Lehrer fordern geschlossene Schulen im ganzen Land bis Ostern.

Die Gymnasiallehrer im Südwesten fordern wegen des Coronavirus eine präventive Schließung aller Schulen bis zu den Osterferien. «Wenn nicht sofort drastische Maßnahmen zur Eindämmung eingeleitet werden, könnten in drei Wochen in Baden-Württemberg Zehntausende infiziert sein», teilte der Philologenverband am Mittwoch mit. Die Gesundheitsämter handelten völlig uneinheitlich. Außerdem könnten die Schulen nicht wirksam überprüfen, ob Schüler in den Faschingsferien in Risikogebieten waren – etwa im Ski-Urlaub in Südtirol. Alle Schulen müssten bis zum 3. April geschlossen werden.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) spricht sich weiterhin gegen pauschale Schulschließungen aus. «Dass der Philologenverband nun den Ausnahmezustand ausruft, halte ich für unverantwortlich», teilte sie mit. «Unser Kurs ist, dass wir weiterhin besonnen, lageorientiert und auf Basis der Einschätzung der Gesundheitsämter vor Ort agieren.»

 
11.03.2020 8:30Uhr

Update zu Schulschließungen in Deutschland

Folgende Schulen sind nach Informationen von SCHULEN.DE aktuell wegen Coronainfektionen von LehrerInnen bzw. SchülerInnen geschlossen:

Baden-Württemberg:

Deutsch-Französisches-Gymnasium (Freiburg) bis 20.03.2020
Geschwister-Scholl-Gymnasium (Waldkirch) bis 20.03.2020
Max-Planck-Gymnasium (Lahr) bis 19.03.2020
Schulzentrum Rudersberg (Rudersberg) bis 10.03.2020
Wilhem-Röpke-Schule (Ettlingen) bis 10.03.2020
Bertha-von-Suttner-Schule (Ettlingen) bis 10.03.2020
Albert-Einstein-Schule (Ettlingen) bis 10.03.2020
Pestalozzi Schule (Edingen-Neckarhausen) bis 16.03.2020
Werkrealschule am Ilben (Furtwangen) bis 20.03.2020
Merian Realschule (Ladenburg) bis 13.03.2020

Bayern:

Die ständig aktualisierte Liste der geschlossenen Schulen in Bayern finden Sie auf der Seite des BR unter diesem Link.

Berlin:

Emanuel-Lasker-Oberschule bis 16.03.2020
Schule Eins bis 20.03.2020
Zuckmayer-Sekundarschule bis 20.03.2020

Brandenburg:

Prinz von Homburg Schule (Neustadt/Dosse) bis 17.03.2020

NRW:

Regenbogenschule (Stolberg) bis 15.03.2020
Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Kohlscheid) bis 15.03.2020
Paul-Julius Reuter Berufskolleg (Aachen) bis 15.03.2020
Grengrachtschule (Baesweiler) bis 15.03.2020
Clemens-August-Grundschule (Bonn) bis 15.03.2020
Grundschule Holt (Mönchengladbach) bis 15.03.2020
Marienschule (Münster) bis 17.03.2020
Gutenberg Gymnasium (Bergheim) bis 13.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule (Senden) bis 19.03.2020
Katholische Maternus-Grundschule Bülowstraße (Köln) bis auf weiteres
Heilig-Geist-Gymnasium (Würselen) bis 15.03.2020
Gymnasium Baesweiler bis 15.03.2020
Berufskolleg Herzogenrath bis 15.03.2020
Berufskolleg Stolberg bis 15.03.2020
Bonn International School bis 23.03.2020
Katholische Grundschule Holt (Mönchengladbach) bis 15.03.2020
Bischöfliche Gymnasium (Münster) bis 17.03.2020
Gymnasium Schwalmtal bis 18.03.2020
Grundschule Eickum bis auf weiteres

Alle Schulen im Landkreis Heinsberg bis 15.03.2020

Rheinland-Pfalz:

Kurfürst-Salentin-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Bertha-von-Suttner-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule plus (Andernach) bis 12.03.2020
Realschule plus St. Thomas (Andernach) bis 12.03.2020
Grundschule Ehrenbreitstein (Koblenz) bis 12.03.2020
Gesamtschule Deidesheim Standort Wachenheim (Wachenheim) bis 13.03.2020

Saarland

Grundschule Rodenhof (Saarbrücken) bis 13.03.2020
Theodor-Heuss-Gymnasium (Sulzbach) bis 13.03.2020


11.03.2020 8:00 Uhr

Kultusminister beraten wegen Coronavirus über Abiturprüfungen

Die Kultusminister der Länder wollen sich wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 für die bevorstehenden Abiturprüfungen wappnen. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag und Freitag in Berlin würden sich die Kultusminister der Länder «intensiv zum Umgang mit den Coronavirus austauschen», sagte die KMK-Präsidentin, Stefanie Hubig (SPD), den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Dabei soll es insbesondere um die Frage gehen, wie das Abitur 2020 unter diesen Bedingungen stattfinden könne. «Das betrifft die schriftlichen Prüfungen mit den zentralen Elementen sowie die Termine für das mündliche Abitur.»

In den meisten Bundesländern stehen in den nächsten Wochen die schriftlichen Abiturprüfungen an. «Gleiche Überlegungen müssen selbstverständlich auch für die Prüfungen an beruflichen Schulen, für die Fristen zur Zulassung zum Studium sowie für anstehende Staatsexamina und zentrale Prüfungen an unseren Universitäten angestellt werden», sagte Hubig den Funke-Zeitungen.

In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Funke-Informationen bereits einen Notfallplan, der in dieser Woche an den Schulen in NRW verteilt werden soll. Dieser sieht demnach vor, dass Schüler, die wegen der Quarantäne-Regelungen die Abiturprüfung nicht schreiben können, die Klausuren an einem zentralen Nachschreibetermin nachholen. Außerdem sollen Lehrer Unterrichtsmaterial etwa digital oder per Post bereitstellen, um ein faires Prüfungsverfahren sicherzustellen.

«Oberste Priorität hat die Gesundheit», sagte die nordrhein-westfälische Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) den Funke-Zeitungen. «Aber natürlich müssen wir als Land auch sicherstellen, dass die Abiturprüfungen abgelegt werden können, sofern sich die Lage nicht dramatisch verändert. Außergewöhnliche Lagen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.»

10.03.2020 15:45 Uhr

Update zu Schulschließungen in Deutschland

Folgende Schulen sind nach Informationen von SCHULEN.DE aktuell wegen Coronainfektionen von LehrerInnen bzw. SchülerInnen geschlossen:

Baden-Württemberg:

Deutsch-Französisches-Gymnasium (Freiburg) bis 20.03.2020
Geschwister-Scholl-Gymnasium (Waldkirch) bis 20.03.2020
Max-Planck-Gymnasium (Lahr) bis 19.03.2020
Schulzentrum Rudersberg (Rudersberg) bis 10.03.2020
Wilhem-Röpke-Schule (Ettlingen) bis 10.03.2020
Bertha-von-Suttner-Schule (Ettlingen) bis 10.03.2020
Albert-Einstein-Schule (Ettlingen) bis 10.03.2020
Pestalozzi Schule (Edingen-Neckarhausen) bis 16.03.2020
Werkrealschule am Ilben (Furtwangen) bis 20.03.2020
Merian Realschule (Ladenburg) bis 13.03.2020

Bayern:

Gregor-Mendel-Gymnasium (Amberg) bis 15.03.2020
Johann-Christian-Reinhart-Gymnaium (Hof) bis 13.03.2020
Gymnasium St. Wolfhelm (Schwalmtal) bis 18.03.2020
Grundschule Au (Au in der Hallertau) bis 10.03.2020 19.03.2020
Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (München) bis 11.03.2020
Erzbischöfliche Maria-Ward-Realschule Nymphenburg (München) bis 20.03.2020
Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg (München) bis 20.03.2020
Europäische Schule München (München) bis 20.03.2020
Berufliches Schulzentrum an der Riesstrasse (München) bis 11.03.2020
Gymnasium Tutzing (Tutzing) bis 16.03.2020
Private Volksschule Holzkirchen Grundschule und Gymnasium (Holzkirchen) bis 09.03.2020
Realschule Unterpfaffenhofen (Unterpfaffenhofen) bis 11.03.2020
Hallertau Gymnasium Wolnzach (Pfaffenhofen)  bis 11.03.2020
Städtische Wilhelm-Busch-Realschule (München) bis 20.03.2020
Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Ost (München) bis 20.03.2020
Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium (München) bis 20.03.2020
Labenwolf Gymnasium (Nürnberg) bis 13.03.2020
Grundschule St. Johannis (Nürnberg) bis 13.03.2020
Realschule Pegnitz (Pegnitz) bis 13.03.2020
Leonhard-Frank-Schule (Würzburg) bis 13.03.2020
Dag-Hammerskjöd-Gymnasium (Würzburg) bis 13.03.2020
Leonhard-Frank-Grundschule Heuchelhof & Rottenbauer (Würzburg) bis 13.03.2020
Bodensee-Gymnasium (Lindau) bis 11.03.2020
Valentin-Heider-Gymnasium (Lindau) bis 11.03.2020
Humboldt Gymnasium (Vaterstetten) bis 13.03.2020
Grund- und Mittelschule (Vaterstetten) bis 13.03.2020
Fachoberschule Starnberg (Starnberg) bis 19.03.2020
Grundschule Rudelzhausen bis 11.03.2020
Grundschule Dachau an der Klosterstraße (Dachau) bis 11.03.2020
Fachoberschule Karlsfeld (Karlsfeld) bis 14.03.2020
Rupprecht-Gymnasium (München) bis 18.03.2020
Maximiliansgymnasium (München) bis 10.03.2020
Grundschule Pemfling bis 10.03.2020
Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium (Cham) bis auf weiteres
Caspar-Vischer-Gymnasium (Kulmbach) bis auf weiteres
Graf-Botho-Grund- und Mittelschule (Pottenstein) bis 11.03.2020
Grund- und Mittelschule Eckersdorf bis 20.03.2020
Grundschule Neukeferloh bus 13.03.2020
Grundschule Reutin-Zech (Lindau) bis 11.03.2020
Hyazinth-Wäckerle-Grundschule (Ziemetshausen) bis 11.03.2020
Grundschule Obersüßbach bis 20.03.2020
Grundschule Aiglsbach bis 11.03.2020
Grundschule Buchhofen bis 13.03.2020
Leopold-Ullstein-Realschule bis 22.03.2020
Realschule Marktheidenfeld bis 13.03.2020
Grundschule Neukeferloh bis 13.03.2020
Grund- und Mittelschule Großaitingen bis 23.03.2020
Grundschule Kutzenhausen bis 23.03.2020
Grund- und Mittelschule Zusmarshausen bis 23.03.2020
Realschule Zusmarshausen bis 23.03.2020
Leopold-Ullstein-Realschule Fürth bis 22.03.2020

Berlin:

Emanuel-Lasker-Oberschule (Berlin) bis 16.03.2020

Brandenburg:

Prinz von Homburg Schule (Neustadt/Dosse) bis 17.03.2020

NRW:

Regenbogenschule (Stolberg) bis 15.03.2020
Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Kohlscheid) bis 15.03.2020
Paul-Julius Reuter Berufskolleg (Aachen) bis 15.03.2020
Grengrachtschule (Baesweiler) bis 15.03.2020
Clemens-August-Grundschule (Bonn) bis 15.03.2020
Grundschule Holt (Mönchengladbach) bis 15.03.2020
Marienschule (Münster) bis 17.03.2020
Gutenberg Gymnasium (Bergheim) bis 13.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule (Senden) bis 19.03.2020
Katholische Maternus-Grundschule Bülowstraße (Köln) bis auf weiteres
Heilig-Geist-Gymnasium (Würselen) bis 15.03.2020
Gymnasium Baesweiler bis 15.03.2020
Berufskolleg Herzogenrath bis 15.03.2020
Berufskolleg Stolberg bis 15.03.2020
Bonn International School bis 23.03.2020
Katholische Grundschule Holt (Mönchengladbach) bis 15.03.2020
Bischöfliche Gymnasium (Münster) bis 17.03.2020
Gymnasium Schwalmtal bis 18.03.2020

Alle Schulen im Landkreis Heinsberg bis 15.03.2020


Rheinland-Pfalz:

Kurfürst-Salentin-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Bertha-von-Suttner-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule plus (Andernach) bis 12.03.2020
Realschule plus St. Thomas (Andernach) bis 12.03.2020
Grundschule Ehrenbreitstein (Koblenz) bis 12.03.2020
Gesamtschule Deidesheim Standort Wachenheim (Wachenheim) bis 13.03.2020

 

10.03.2020 - 15:15 Uhr

13 neue Covid-19-Fälle in Hamburg - Verfügung für Schulen und Kitas

Angesichts der Zunahme von Corona-Infizierten ergreift der Hamburger Senat schärfere Maßnahmen. Nach dem Ferienende bekommen das auch Schüler und Kitakinder zu spüren.

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen ist in Hamburg auf 35 angestiegen. Bis auf einen Labormitarbeiter des Universitätsklinikums Eppendorf befänden sich alle in häuslicher Isolation, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. Der Labormitarbeiter liegt nach Angaben des UKE seit Montagvormittag auf der Intensivstation. Unter den Infizierten sind auch eine Betriebsärztin eines Chemieunternehmens und ein Mitarbeiter der Führungsakademie der Bundeswehr in Blankenese. Die Infektionswege könnten «Gott sei Dank» bei allen Hamburger Fällen noch nachverfolgt werden, sagte Gesundheitsstaatssekretär Matthias Gruhl.

Ferienrückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen den Hamburger Schulen und Kitas am kommenden Montag fernbleiben. Dies gelte sowohl für Schüler und Kitakinder als auch für Lehrer und anderes Schul- oder Kitapersonal, sagte Prüfer-Storcks. So solle das Infektionsrisiko nach dem Ferienende verringert werden. Grundlage für diese Maßnahme soll eine Allgemeinverfügung der Gesundheitsbehörde im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes sein. Bei Verstößen drohen Bußgelder. Der Verfügung soll bis Mittwoch erlassen werden.

Kitakinder und Schüler dürfen die Einrichtungen 14 Tage lang nicht besuchen. «Sie sollen zu Hause bleiben und unnötige Kontakte vermeiden», sagte die Senatorin. Die 14 Tage zählen ab dem Tag der Ausreise aus einem vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuftem Gebiet.

Für Beschäftigte der Einrichtungen wie Lehrer und Erzieher oder Mitarbeiter anderer wichtiger Bereiche wie Gesundheitswesen, Pflege oder staatlicher Dienste zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung könne die häusliche Isolation nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber verkürzt werden. Voraussetzung ist ein negativer Test auf Sars-CoV-2, der bereits sechs Tage nach der Rückkehr abgelegt werden könne.


09.03.2020 - 20:30 Uhr

Update zu Schulschließungen in Deutschland

Folgende Schulen sind nach Informationen von SCHULEN.DE aktuell wegen Coronainfektionen von LehrerInnen bzw. SchülerInnen geschlossen:


Baden-Württemberg:

Deutsch-Französisches-Gymnasium (Freiburg) bis 20.03.2020
Geschwister-Scholl-Gymnasium (Waldkirch) bis 20.03.2020
Max-Planck-Gymnasium (Lahr) bis 19.03.2020
Schulzentrum Rudersberg (Rudersberg) bis 10.03.2020
Wilhemm-Röpke-Schule (Ettlingen) bis 09.03.2020
Bertha-von-Suttner-Schule (Ettlingen) bis 09.03.2020
Albert-Einstein-Schule (Ettlingen) bis 09.03.2020
Pestalozzi Schule (Edingen-Neckarhausen) bis 16.03.2020
Werkrealschule am Ilben (Furtwangen) bis 20.03.2020
Merian Realschule (Ladenburg) bis 13.03.2020

Bayern:

Gregor-Mendel-Gymnasium (Amberg) bis 15.03.2020
Johann-Christian-Reinhart-Gymnaium (Hof) bis 13.03.2020
Gymnasium St. Wolfhelm (Schwalmtal) bis 18.03.2020
Grundschule Au (Au in der Hallertau) bis 10.03.2020 19.03.2020
Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (München) bis 11.03.2020
Erzbischöfliche Maria-Ward-Realschule Nymphenburg (München) bis 20.03.2020
Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg (München) bis 20.03.2020
Europäische Schule München (München) bis 20.03.2020
Berufliches Schulzentrum an der Riesstrasse (München) bis 11.03.2020
Gymnasium Tutzing (Tutzing) bis 16.03.2020
Private Volksschule Holzkirchen Grundschule und Gymnasium (Holzkirchen) bis 09.03.2020
Realschule Unterpfaffenhofen (Unterpfaffenhofen) bis 11.03.2020
Hallertau Gymnasium Wolnzach (Pfaffenhofen)  bis 11.03.2020
Städtische Wilhelm-Busch-Realschule (München) bis 20.03.2020
Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Ost (München) bis 20.03.2020
Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium (München) bis 20.03.2020
Labenwolf Gymnasium (Nürnberg) bis 09.03.2020
Realschule Pegnitz (Pegnitz) bis 09.03.2020
Leonhard-Frank-Schule (Würzburg) bis 13.03.2020
Dag-Hammerskjöd-Gymnasium (Würzburg) bis 13.03.2020
Leonhard-Frank-Grundschule Heuchelhof & Rottenbauer (Würzburg) bis 13.03.2020
Bodensee-Gymnasium (Lindau) bis 11.03.2020
Valentin-Heider-Gymnasium (Lindau) bis 11.03.2020
Humboldt Gymnasium (Vaterstetten) bis 13.03.2020
Grund- und Mittelschule (Vaterstetten) bis 13.03.2020
Fachoberschule Starnberg (Starnberg) bis 19.03.2020
Grundschule Rudelzhausen bis 11.03.2020
Grundschule Dachau an der Klosterstraße (Dachau) bis 10.03.2020
Fachoberschule Karlsfeld (Karlsfeld) bis 14.03.2020
Rupprecht-Gymnasium (München) bis 18.03.2020
Maximiliansgymnasium (München) bis 10.03.2020
Grundschule Pemfling bis 10.03.2020
Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium (Cham) bis 10.03.2020
Grundschule St. Johannis (Nürnberg) bis 13.03.2020
Rudolf Steiner Schule und Kita (Nürnberg) bis 09.03.2020
Caspar-Vischer-Gymnasium (Kulmbach) bis auf weiteres
Graf-Botho-Grund- und Mittelschule (Pottenstein) bis 11.03.2020
Grund- und Mittelschule Eckersdorf bis 20.03.2020
Grundschule Neukeferloh bus 13.03.2020
Grundschule Reutin-Zech (Lindau) bis 11.03.2020
Hyazinth-Wäckerle-Grundschule (Ziemetshausen) bis 11.03.2020
Grundschule Obersüßbach bis 20.03.2020
Grundschule Aiglsbach bis 11.03.2020
Grundschule Buchhofen bis 13.03.2020
Leopold-Ullstein-Realschule bis 22.03.2020
Realschule Marktheidenfeld bis 13.03.2020
Grundschule Neukeferloh bis 13.03.2020

Berlin:

Emanuel-Lasker-Oberschule (Berlin) bis 16.03.2020

Brandenburg:

Prinz von Homburg Schule (Neustadt/Dosse) bis 17.03.2020

NRW:

Regenbogenschule (Stolberg) bis 15.03.2020
Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Kohlscheid) bis 15.03.2020
Paul-Julius Reuter Berufskolleg (Aachen) bis 15.03.2020
Grengrachtschule (Baesweiler) bis 15.03.2020
Clemens-August-Grundschule (Bonn) bis 15.03.2020
Grundschule Holt (Mönchengladbach) bis 15.03.2020
Marienschule (Münster) bis 17.03.2020
Gutenberg Gymnasium (Bergheim) bis 13.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule (Senden) bis 19.03.2020
Katholische Maternus-Grundschule Bülowstraße (Köln) bis auf weiteres

Alle Schulen im Landkreis Heinsberg bis 15.03.2020


Rheinland-Pfalz:

Kurfürst-Salentin-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Bertha-von-Suttner-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule plus (Andernach) bis 12.03.2020
Realschule plus St. Thomas (Andernach) bis 12.03.2020
Grundschule Ehrenbreitstein (Koblenz) bis 12.03.2020
Gesamtschule Deidesheim Standort Wachenheim (Wachenheim) bis 13.03.2020

09.03.2020 - 14:00 Uhr
 

Update zu Schulschließungen in Deutschland

Folgende Schulen sind nach Informationen von SCHULEN.DE aktuell wegen Coronainfektionen von LehrerInnen bzw. SchülerInnen geschlossen:


Baden-Württemberg:

Deutsch-Französisches-Gymnasium (Freiburg) bis 20.03.2020
Geschwister-Scholl-Gymnasium (Waldkirch) bis 20.03.2020
Max-Planck-Gymnasium (Lahr) bis 19.03.2020
Friedrich-Adler-Realschule (Laupheim) bis 09.03.2020
Carl-Laemmle-Gymnasium (Laupheim) bis 09.03.2020
Grundschule Untersulmetingen (Laupheim) bis 09.03.2020
Braith-Grundschule (Biberach) bis 09.03.2020
Ludwig-Uhland-Schule (Langenau) bis 09.03.2020
Schulzentrum Rudersberg (Rudersberg) bis 10.03.2020
Wilhemlm-Röpke-Schule (Ettlingen) bis 09.03.2020
Bertha-von-Suttner-Schule (Ettlingen) bis 09.03.2020
Albert-Einstein-Schule (Ettlingen) bis 09.03.2020
Pestalozzi Schule (Edingen-Neckarhausen) bis 16.03.2020
Werkrealschule am Ilben (Furtwangen) bis 20.03.2020

Bayern:

Gregor-Mendel-Gymnasium (Amberg) bis auf weiteres
Johann-Christian-Reinhart-Gymnaium (Hof) bis 09.03.2020
Gymnasium St. Wolfhelm (Schwalmtal) bis 18.03.2020
Grundschule Au (Au in der Hallertau) bis 10.03.2020 19.03.2020
Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (München) bis 11.03.2020
Erzbischöfliche Maria-Ward-Realschule Nymphenburg (München) bis 20.03.2020
Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg (München) bis 20.03.2020
Europäische Schule München (München) bis 20.03.2020
Berufliches Schulzentrum an der Riesstrasse (München) bis 11.03.2020
Gymnasium Tutzing (Tutzing) bis 16.03.2020
Private Volksschule Holzkirchen Grundschule und Gymnasium (Holzkirchen) bis 09.03.2020
Realschule Unterpfaffenhofen (Unterpfaffenhofen) bis 11.03.2020
Hallertau Gymnasium Wolnzach (Pfaffenhofen)  bis 11.03.2020
Städtische Wilhelm-Busch-Realschule (München) bis 20.03.2020
Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Ost (München) bis 20.03.2020
Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium (München) bis 20.03.2020
Labenwolf Gymnasium (Nürnberg) bis 09.03.2020
Realschule Pegnitz (Pegnitz) bis 09.03.2020
Leonhard-Frank-Schule (Würzburg) bis 13.03.2020
Dag-Hammerskjöd-Gymnasium (Würzburg) bis 13.03.2020
Leonhard-Frank-Grundschule Heuchelhof & Rottenbauer (Würzburg) bis 13.03.2020
Bodensee-Gymnasium (Lindau) bis 11.03.2020
Valentin-Heider-Gymnasium (Lindau) bis 11.03.2020
Humboldt Gymnasium (Vaterstetten) bis 13.03.2020
Grund- und Mittelschule (Vaterstetten) bis 13.03.2020
Fachoberschule Starnberg (Starnberg) bis 19.03.2020
Grundschule Rudelzhausen bis 11.03.2020
Grundschule Dachau an der Klosterstraße (Dachau) bis 10.03.2020
Fachoberschule Karlsfeld (Karlsfeld) bis 14.03.2020
Rupprecht-Gymnasium (München) bis 18.03.2020
Maximiliansgymnasium (München) bis 10.03.2020
Grundschule Pemfling bis 10.03.2020
Joseph-von-Fraunhofer-Gymnasium (Cham) bis 10.03.2020
Grundschule St. Johannis (Nürnberg) bis 13.03.2020
Rudolf Steiner Schule und Kita (Nürnberg) bis 09.03.2020
Caspar-Vischer-Gymnasium (Kulmbach) bis auf weiteres
Graf-Botho-Grund- und Mittelschule (Pottenstein) bis 11.03.2020Grund- und Mittelschule Eckersdorf bis 20.03.2020



Berlin:

Emanuel-Lasker-Oberschule (Berlin) bis 16.03.2020

Brandenburg:

Prinz von Homburg Schule (Neustadt/Dosse) bis 17.03.2020

NRW:

Regenbogenschule (Stolberg) bis 15.03.2020
Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Kohlscheid) bis 15.03.2020
Paul-Julius Reuter Berufskolleg (Aachen) bis 15.03.2020
Grengrachtschule (Baesweiler) bis 15.03.2020
Clemens-August-Grundschule (Bonn) bis 15.03.2020
Grundschule Holt (Mönchengladbach) bis 15.03.2020
Marienschule (Münster) bis 17.03.2020
Gutenberg Gymnasium (Bergheim) bis 13.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule (Senden) bis 19.03.2020
Katholische Maternus-Grundschule Bülowstraße (köln) bis 09.03.2020

Alle Schulen im Landkreis Heinsberg bis 15.03.2020


Rheinland-Pfalz:

Kurfürst-Salentin-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Bertha-von-Suttner-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule plus (Andernach) bis 12.03.2020
Realschule plus St. Thomas (Andernach) bis 12.03.2020
Grundschule Ehrenbreitstein (Koblenz) bis 12.03.2020
Gesamtschule Deidesheim Standort Wachenheim (Wachenheim) bis 13.03.2020

 
 
 
08.03.2020 - 22:00 Uhr
 

Update zu Schulschließungen in Deutschland

Folgende Schulen sind nach Informationen von SCHULEN.DE aktuell wegen Coronainfektionen von LehrerInnen bzw. SchülerInnen geschlossen:


Baden-Württemberg:

Deutsch-Französisches-Gymnasium (Freiburg) bis 20.03.2020
Geschwister-Scholl-Gymnasium (Waldkirch) bis 20.03.2020
Max-Planck-Gymnasium (Lahr) bis 19.03.2020
Friedrich-Adler-Realschule (Laupheim) bis 09.03.2020
Carl-Laemmle-Gymnasium (Laupheim) bis 09.03.2020
Grundschule Untersulmetingen (Laupheim) bis 09.03.2020
Braith-Grundschule (Biberach) bis 09.03.2020
Ludwig-Uhland-Schule (Langenau) bis 09.03.2020
Schulzentrum Rudersberg (Rudersberg) bis 10.03.2020

Bayern:

Gregor-Mendel-Gymnasium (Amberg) bis auf weiteres
Johann-Christian-Reinhart-Gymnaium (Hof) bis 09.03.2020
Gymnasium St. Wolfhelm (Schwalmtal) bis 18.03.2020
Grundschule Au (Au in der Hallertau) bis 10.03.2020 19.03.2020
Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (München) bis 11.03.2020
Erzbischöfliche Maria-Ward-Realschule Nymphenburg (München) bis 20.03.2020
Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium Nymphenburg (München) bis 20.03.2020
Europäische Schule München (München) bis 20.03.2020
Berufliches Schulzentrum an der Riesstrasse (München) bis 11.03.2020
Gymnasium Tutzing (Tutzing) bis 16.03.2020
Private Volksschule Holzkirchen Grundschule und Gymnasium (Holzkirchen) bis 09.03.2020
Realschule Unterpfaffenhofen (Unterpfaffenhofen) bis 11.03.2020
Hallertau Gymnasium Wolnzach (Pfaffenhofen)  bis 11.03.2020
Städtische Wilhelm-Busch-Realschule (München) bis 20.03.2020
Sonderpädagogisches Förderzentrum München-Ost (München) bis 20.03.2020
Erzbischöfliches Maria-Ward-Gymnasium (München) bis 20.03.2020
Labenwolf Gymnasium (Nürnberg) bis 09.03.2020
Realschule Pegnitz (Pegnitz) bis 09.03.2020
Leonhard-Frank-Schule (Würzburg) bis 13.03.2020
Dag-Hammerskjöd-Gymnasium (Würzburg) bis 13.03.2020
Leonhard-Frank-Grundschule Heuchelhof & Rottenbauer (Würzburg) bis 13.03.2020
Bodensee-Gymnasium (Lindau) bis 11.03.2020
Valentin-Heider-Gymnasium (Lindau) bis 11.03.2020
Humboldt Gymnasium (Vaterstetten) bis 13.03.2020
Grund- und Mittelschule (Vaterstetten) bis 13.03.2020

Berlin:

Emanuel-Lasker-Oberschule (Berlin) bis 16.03.2020

Brandenburg:

Prinz von Homburg Schule (Neustadt/Dosse) bis 17.03.2020

NRW:

Regenbogenschule (Stolberg) bis 15.03.2020
Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Kohlscheid) bis 15.03.2020
Paul-Julius Reuter Berufskolleg (Aachen) bis 15.03.2020
Grengrachtschule (Baesweiler) bis 15.03.2020
Clemens-August-Grundschule (Bonn) bis 15.03.2020
Grundschule Holt (Mönchengladbach) bis 15.03.2020
Marienschule (Münster) bis 17.03.2020
Gutenberg Gymnasium (Bergheim) bis 13.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule (Senden) bis 19.03.2020
Alle Schulen im Landkreis Heinsberg bis 15.03.2020

Rheinland-Pfalz:

Kurfürst-Salentin-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Bertha-von-Suttner-Gymnasium (Andernach) bis 12.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule plus (Andernach) bis 12.03.2020
Realschule plus St. Thomas (Andernach) bis 12.03.2020
Grundschule Ehrenbreitstein (Koblenz) bis 12.03.2020
Gesamtschule Deidesheim Standort Wachenheim (Wachenheim) bis 13.03.2020

 



 

07.03.2020 - 10:30 Uhr

Update zu Schulschließungen in Deutschland

Folgende Schulen sind nach Informationen von SCHULEN.DE aktuell wegen Coronainfektionen von LehrerInnen bzw. SchülerInnen geschlossen:

Emanuel-Lasker-Oberschule (Berlin) bis 16.03.2020
Regenbogenschule (Stolberg) bis 15.03.2020
Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule (Kohlscheid) bis 15.03.2020
Paul-Julius Reuter Berufskolleg (Aachen) bis 15.03.2020
Grengrachtschule (Baesweiler) bis 15.03.2020
Clemens-August-Grundschule (Bonn) bis 15.03.2020
Grundschule Holt (Mönchengladbach) bis 15.03.2020
Marienschule (Münster) bis 17.03.2020
Gutenberg Gymnasium (Bergheim) bis 13.03.2020
Geschwister-Scholl-Realschule (Senden) bis 19.03.2020
Gymnasium St. Wolfhelm (Schwalmtal) bis 18.03.2020
Grundschule Au (Au in der Hallertau) bis 10.03.2020
Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium (München) bis auf weiteres
Berufliches Schulzentrum an der Riesstrasse (München) bis 11.03.2020
Gymnasium Tutzing (Tutzing) bis 16.03.2020
Private Volksschule Holzkirchen (Grundschule und Gymnasium) bis 09.03.2020
Max-Planck-Gymnasium (Lahr) bis 19.03.2020
Schulzentrum Rudersberg (Rudersberg) bis 10.03.2020

Alle Schulen im Landkreis Heinsberg bis 15.03.2020

20 Schulen in den Kreisen Biberach und Ravensburg bis 09.03.2020

 
06.03.2020 - 15:30 Uhr

Schüler sollen nach Südtirol-Fahrten vorsorglich zu Hause bleiben

Noch ist Sachsen-Anhalt das einzige Land ohne nachgewiesenen Coronavirus-Fall. Jetzt kehren aber mehrere Schülergruppen aus einem Risikogebiet zurück. Für sie geht es vorerst nicht zurück in die Schule.

Nach Sachsen-Anhalt kehren derzeit mehrere Schülergruppen von Skifreizeiten aus dem Coronavirus-Risikogebiet Südtirol zurück - sicherheitshalber sollen sie zwei Wochen zu Hause bleiben. «Das ist eine Vorsichtsmaßnahme», sagtge Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Freitag in Magdeburg. Zuvor hatten die Gesundheitsämter und das Ministerium in einer Telefonkonferenz das einheitliche Vorgehen abgesprochen. Die Quarantäne gelte für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Begleitpersonen, auch wenn diese keine Krankheitsanzeichen hätten.

Sobald jemand Symptome zeige, griffen weitere Maßnahmen, hieß es aus dem Ministerium. Die Gesundheitsämter entschieden, wie im einzelnen Fall vorzugehen sei. Donnerstagabend hatte das Robert Koch-Institut Südtirol in die Kategorie «Risikogebiet» aufgenommen. Sachsen-Anhalt ist bisher das einzige Bundesland, in dem der Erreger Sars-CoV-2 noch nicht nachgewiesen wurde. Nach Ministeriumsangaben wurden schon mehr als 1000 Tests vorgenommen. Freitagmorgen lag die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland bei 534, wie das RKI mitteilte.

Im Burgenlandkreis etwa sind 37 Schüler und vier Lehrkräfte eines Gymnasiums aus Weißenfels betroffen, die am Freitag aus Südtirol zurückkehrten. Keiner von ihnen zeige derzeit Krankheitssymptome, teilte der Landkreis mit. «Für den Fall, dass solche noch auftreten, stellen wir mit der Quarantäne der Schüler sicher, dass der Schulbetrieb am Goethe-Gymnasium Weißenfels fortgeführt werden kann», erklärte Landrat Götz Ulrich (CDU). Er bat um einen besonnenen Umgang mit der Situation. Damit die Schüler nicht zu viel Unterrichtsstoff verpassen, prüfe der Landkreis, inwieweit digitale Lernmethoden eingesetzt werden können.

 

Schule in Lahr wegen Coronavirus zwei Wochen geschlossen

Nach dem Auftreten des neuartigen Coronavirus müssen rund 700 Schüler eines Gymnasiums in Lahr (Ortenaukreis) vorerst auf den Unterricht verzichten. Das Gymnasium werde vorsorglich für zwei Wochen geschlossen, teilten die Behörden am Freitag in Offenburg mit. Die Schüler dürfen in dieser Zeit die Schule aus Sicherheitsgründen nicht besuchen. Ihnen wird häusliche Isolation empfohlen. Die Schüler der Klassenstufen elf und zwölf müssen in Quarantäne, weil eine Schülerin positiv auf das Virus getestet wurde.

Das Mädchen hatte sich den Angaben zufolge bei einem Urlaub mit seinen Eltern in Südtirol infiziert. Es gehe der Schülerin gut, teilten die Behörden mit. Weitere bestätigte Fälle an der Schule gibt es bislang nicht.

06.03.2020 - 14:30 Uhr

Coronafall am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium

Heidelberg (cl) Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, dass ein Schüler am Heidelberger Helmholtz Gymnasium positiv auf den Coronavirus getestet worden sei. Er sei der Neffe eines am 04. März positiv getesteten Reiserückkehrers aus Südtirol.

In Absprache mit dem Gesundheitsamt seien die aktuelle Jahrgangsstufe 1, die der Schüler besuche, sowie einige Lehrer vom Unterricht befreit worden. Das Gesundheitsamt suche jetzt nach weiteren Kontaktpersonen. Der Schulbetrieb müsse laut Informationen des Gesundheitsamts nicht eingestellt werden.

Großer Coronavirus-Test in Potsdam nach Rückkehr von Schülergruppe

Mit einer großen Testaktion auf das neuartige Coronavirus soll am Samstag die Südtirol-Skireise einer Schülergruppe aus Potsdam enden. 69 Jugendliche von drei Schulen, 17 Begleitpersonen und zwei Busfahrer steuern direkt nach ihrer Ankunft in der Landeshauptstadt das Gesundheitsamt an. «In drei bis vier Abstrichgruppen werden die Teilnehmer dann getestet», sagte Juliane Güldner von der Pressestelle der Stadt am Freitag. Danach würden die Teilnehmer der Reise nicht unter Quarantäne gestellt, sollten die Zeit bis zum Vorliegen des letzten Testergebnisses aber in «freiwilliger häuslicher Isolation» verbringen. Die Ergebnisse werden bis Mitte der Woche erwartet.

Die Gruppe war am vergangenen Wochenende zu der Reise aufgebrochen. Die Leiterin des Potsdamer Gesundheitsamts hatte erklärt, einige Schüler hätten in ihrer Unterkunft in Südtirol Symptome eines Infekts gezeigt. Bei manchen seien sie schon vor der Abreise aufgetreten. Daher gebe es zunächst keinen konkreten Verdacht.

Covid-19: Rund 100 Schulen im Elsass bleiben geschlossen

Im südlichen Elsass sollen ab diesem Samstag wegen des neuartigen Coronavirus vorsorglich rund 100 Schulen geschlossen bleiben. Betroffen seien unter anderem Bildungseinrichtungen, an denen Infektionen mit Sars-CoV-2 bestätigt wurden, teilte der Präfekt des Département Haut-Rhin, Laurent Touvet, am Freitag bei einer Pressekonferenz mit. Wie lange die Maßnahme gelten soll, sagte Touvet zunächst nicht. In der Region war die Zahl bekannter Infektionen innerhalb kurzer Zeit von 10 auf 81 gestiegen.

Dem Präfekt zufolge sollten auch Schulen geschlossen bleiben, die von Schülern besucht wurden, die Ende Februar an einer Großveranstaltung einer evangelisch-christlichen Kirche im Elsass teilgenommen hatten. Im Zusammenhang mit der Veranstaltung waren Infektionsfälle in ganz Frankreich aufgetreten. In der Region seien öffentliche oder religiöse Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern vorerst untersagt, sagte Touvet. Ausnahmen seien Hochzeiten und Beerdigungen. Sportveranstaltungen finden nach Angaben des Präfekten ohne Zuschauer statt.

 

06.03.2020 - 12:45 Uhr

Baden-Württemberg erweitert den Kreis der Riskogebiete

Stuttgart (cl) - Das Kultiministerium Baden-Württemberg hat angeordnet, dass alle Lehrer und Schüler, die in den letzten 14 Tagen selbst in Südtirol waren, 14 Tage zuhause bleiben müssen. Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut Südtirol zum Risikogebiet erklärt. Wenn sich lediglich eine Kontaktperson in Südtirol aufgehalten hat, kann die Schule weiter besucht werden.

Nach Schließung wegen Corona: Gymnasium Pößneck öffnet wieder

Das wegen Corona-Verdachts geschlossene Gymnasium in Pößneck (Saale-Orla-Kreis) nimmt am Montag wieder den Unterricht auf. «Die Situation erlaubt es, dass wir diese Entscheidung verantwortungsbewusst fällen konnten», sagte der Leiter des Krisenstabs im Landratsamt, Torsten Bossert. Die Testergebnisse von 180 Kontaktpersonen eines mit dem Coronavirus infizierten Mannes (57) im Saale-Orla-Kreis würden derzeit ausgewertet. Vom Ergebnis sollen zunächst die Betroffenen informiert werden. Fest stehe aber schon, dass das Gymnasium wieder öffnen könne. Auch die Musikschule in Pößneck könne am Montag ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Das Gymnasium war am Dienstag geschlossen worden, weil ein Schüler und eine Lehrerin zu einer Gruppe Skifahrern gehörte, die gemeinsam mit dem Infizierten in den Winterferien Urlaub im Fleimstal (Val di Fiemme) in den italienischen Dolomiten gemacht hatte. Der Nachweis des Virus Sars-CoV-2 im Saale-Orla-Kreis ist der erste in Thüringen.

 

Bei Südtirol-Klassenfahrt erkältet: 26 Menschen müssen in Quarantäne

 

Weil sich einige Schüler bei einer Skifreizeit nach Südtirol erkältet haben, muss die ganze Reisegruppe für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Die 23 Zwölftklässler und drei Lehrkräfte eines Gymnasiums in Hoya (Landkreis Nienburg/Weser) kehren am Wochenende von einer Klassenfahrt in Italien zurück, wie ein Landkreissprecher am Freitag sagte. In der Region seien Fälle des neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden, außerdem zeigten einige Schüler «die für Skifreizeiten üblichen Erkältungssymptome». Zunächst hatte die «Kreiszeitung» berichtet.

Dass Schüler und Lehrkräfte nach ihrer Rückkehr das Haus für 14 Tage nicht verlassen dürfen, sei eine reine Vorsichtsmaßnahme - einen konkreten Verdacht auf eine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gebe es nicht. Die Eltern der Schüler dürfen sich trotz der Quarantäne-Anordnung frei bewegen, wie der Sprecher betonte: «Es sollte eben darauf geachtet werden, dass die Jugendlichen möglichst in ihrem Zimmer bleiben.»

 

06.03.2020 - 10:00 Uhr

Coronavirus verursacht Schulausfälle in Bayern

In München, im Landkreis Miesbach und in Würzburg hat das Coronavirus am Freitag für geschlossene Schulen gesorgt. Weil sich Schüler infiziert haben, reagierten die Schulleitungen.

Am Freitag sind in Bayern wegen des Coronavirus mehrere Schulen geschlossen geblieben. So öffnete in München das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium nicht, weil zwei Schüler positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden, wie die Schule online mitteilte. Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet. Auch am Beruflichen Schulzentrum an der Riesstraße in der Landeshauptstadt fiel der Unterricht aus, weil ein Schüler sich infiziert hat. Beide Schulen bleiben zunächst bis 11. März zu.

Im oberbayerischen Landkreis Miesbach blieb die Private Ganztagsschule Holzkirchen geschlossen. Es gebe zwei Verdachtsfälle, sagte eine Mitarbeiterin am Freitag. Die Grundschule und das Gymnasium würden auch Montag nicht geöffnet. Danach werde man weiter entscheiden. 

In Würzburg kam es zum Unterrichtsausfall an der Leonhard-Frank-Grundschule wegen eines bestätigten Verdachtsfalls.

 

Schule soll trotz Corona-Fall öffnen - viele Lehrer melden sich krank

Ungewöhnlicher Vorgang an einer Düsseldorfer Gesamtschule: Nachdem bei einer Lehrerin das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde, sollte der Schulbetrieb weiter gehen. Dann meldeten sich aber so viele Lehrer krank, dass die Schule am Freitag dicht bleiben musste.

Am Mittwoch hatte die Dieter-Forte-Gesamtschule auf ihrer Internetseite mitgeteilt: «Bei einer Lehrerin unserer Schule ist das Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden.» Nach intensiver Prüfung habe das Gesundheitsamt aber entschieden, dass nur Schüler einer Lerngruppe und einige Kontaktpersonen zu Hause bleiben sollen: «Der Unterrichtsbetrieb läuft also weiter.»

Einen Tag später, am Donnerstag, schrieb die Schulleitung im Internet dann: «Aufgrund einer hohen Zahl an erkrankten Lehrkräften kann der planmäßige Unterricht am Freitag, den 06.03.2020, nicht organisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler haben daher einen häuslichen Studientag - Unterricht in der Schule findet nicht statt.»

Wie viele Lehrer sich krank gemeldet haben und wann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann, blieb zunächst unklar.

 

Schulen im Kreis Heinsberg bis mindestens 15. März geschlossen

Im besonders vom neuen Coronavirus betroffenen Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen bleiben Schulen und Kindertagesstätten bis mindestens 15. März geschlossen. Das teilte Landrat Stephan Pusch am Donnerstagabend in einer Videobotschaft mit. Die stetig steigenden Infektionszahlen im Kreis ließen keine andere Möglichkeit zu. Am Donnerstagabend lagen dort nach Angaben der Pressestelle des Kreises 195 laborbestätigte Fälle einer Infektion mit Sars-CoV-2 vor. Bundesweit waren am Donnerstagabend beim Robert Koch-Institut 400 Nachweise bekannt.

 

Rund 100 Schüler wegen Coronavirus-Verdachts unter Quarantäne

Wegen der Sorge um eine Ansteckung mit dem Coronavirus müssen 99 Schüler aus Südhessen nach ihrer Rückkehr von einer Klassenfahrt in Südtirol erst einmal zu Hause bleiben. Die Reisegruppe mit Siebtklässlern der Martin-Luther-Schule in Rimbach war vorige Woche zu der Skifreizeit im Ahrntal aufgebrochen. Seit Mittwoch zeigten ein Schüler und eine Begleitperson Symptome einer Grippe, wie der Kreis Bergstraße am Donnerstag mitteilte. Rimbach ist eine Gemeinde in diesem Kreis. Das Gesundheitsamt ordnete als Vorsichtsmaßnahme für alle Reiseteilnehmer unmittelbar nach ihrer Rückkehr eine häusliche Quarantäne an. Die Gruppe, zu der auch rund 10 erwachsene Begleiter gehören, wird am Freitagabend in Südhessen zurückerwartet.

 

05.03.2020 - 17:22 Uhr

 

Keine bundesweiten Schließungen geplant 

Berlin, Würzburg, Aachen - hier haben viele Schüler derzeit frei, weil es im Umfeld ihrer Schule Infektionen mit dem neuen Coronavirus gegeben hat. Eine bundesweite Schulschließung halten Experten etwa vom Deutschen Lehrerverband allerdings für nicht gerechtfertigt. Lange Komplettschließungen ohne «konkret nachgewiesene, bestätigte Verdachtsfälle» halte er für falsch, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. «Das wäre ein Maßnahmenoverkill.»

 

05.03.2020 - 14:00 Uhr

Potsdamer Schülergruppe und Lehrer unter Coronavirus-Verdacht

Aus dem Urlaub in Südtirol kehrte der erste Brandenburger zurück, der mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert ist. Nun wird geprüft, ob eine Potsdamer Schülergruppe auf Reise in Südtirol mit dem neuartigen Coronavirus infiziert ist.

Mindestens 14 Schüler und eine Lehrkraft aus Potsdamer Schulen, die auf Skireise in Südtirol sind, sollen auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Die Gruppe von mehr als 50 Schülern verschiedener Schulen kehrt nach Angaben der Stadt an diesem Wochenende zurück. Die 14 kranken Schüler litten an Erkältungssymptomen, einige auch an Fieber. Das Gesundheitsamt der Stadt und die Schulleitungen wollten sich am Donnerstag treffen, um zu beraten, wo die Jugendlichen getestet werden, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Zuvor hatten die «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Donnerstag) berichtet.

Die Gruppe war am vergangenen Wochenende zu der Reise aufgebrochen. Wie die Alfred Nobel Gesamtschule Potsdam auf ihrer Internetseite mitteilte, hätten fünf der insgesamt 12 Schüler der Schule gleich nach Ankunft im Hotel Erkältungssymptome gehabt. Sie hätten zwei Tage den Kurs ausgesetzt. «Heute sind bis auf zwei Jugendliche wieder alle beim Skikurs», heißt es dort weiter. Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es keine Veranlassung, den Standort Ravensbergweg temporär zu schließen oder die 12 Jugendlichen und drei Lehrer, die auf
der Fahrt seien, in der kommenden Woche vom Unterrichtsgeschehen frei zu stellen.

In Brandenburg wurde Anfang der Woche die erste nachgewiesene Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt: Ein 51-Jähriger aus Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel) war mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar aus Berlin ebenfalls auf einer Skireise in Südtirol. Auch Infizierte aus anderen Bundesländern hatten sich in Südtirol aufgehalten, darunter eine Lehrkraft aus Berlin. Bisher zählt die Region Südtirol laut Robert Koch-Institut nicht zu den Risikogebieten.

Italien hat als bisher am stärksten betroffenes Land in der EU alle Schulen und Hochschulen wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bis Mitte März geschlossen. Der Brandenburgische Pädagogen-Verband hält flächendeckende Schulschließungen nicht für sinnvoll. «Man kann nicht alle Schulen auf einmal schließen», sagte Präsident Hartmut Stäker der Deutschen Presse-Agentur. Wenn jemand nach einer Schließung für die Dauer der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen wieder in der Schule sei, könne er sich auch in dieser Zeit infiziert haben. «Dann ist das Risiko der Verbreitung wieder da.»

Das Brandenburger Bildungsministerium rief in einem Schreiben an die staatlichen Schulämter dazu auf, in Verdachts- oder Kontaktfällen das zuständige Gesundheitsamt, Betroffene und Eltern zu informieren. Das Gesundheitsamt eines Kreises oder einer kreisfreien Stadt bewertet dann das Risiko und veranlasst mögliche Maßnahmen für eine Schule. Demnach entscheiden Schulen auch über eine Schulfahrt in eigener Verantwortung.

Realschullehrer fordern Maßnahmenpaket wegen Coronavirus

Angesichts einzelner Schulschließungen wegen des neuartigen Coronavirus hat der Deutsche Realschullehrerverband (VDR) ein Maßnahmenpaket zum Schutz von Schülern und Lehrern gefordert. «Wir dürfen keine Zeit verlieren und keine unnötigen Risiken eingehen», sagte der VDR-Bundesvorsitzende Jürgen Böhm am Donnerstag in München.

Konkret dringt der Verband auf «konsequente Umsetzung und Kontrolle der notwendigen Hygienemaßnahmen an den Schulen» sowie klare Entscheidungen der Behörden über Schulschließungen. Zudem forderte er finanzielle Unterstützung für Kosten, die durch den Ausfall von Schulfahrten und -veranstaltungen entstehen.

Bislang sind in Bayern 68 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. An zwei Schulen in Unterhaching und Würzburg sollte der Unterricht wegen Infektionen zunächst ausfallen.

Bildungsmesse didacta wird wegen Coronavirus verschoben

Die Bildungsmesse didacta wird wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschoben. Das zuständige Ordnungsamt Leinfelden-Echterdingen in Baden-Württemberg habe dies auf dringende Empfehlung des zuständigen Gesundheitsamtes des Landkreises Esslingen verfügt, teilte die Messe Stuttgart am Donnerstag mit. Mit Hochdruck werde an einem nahen Alternativtermin gearbeitet. Ursprünglich sollte die Messe, die sich vor allem an Lehrkräfte und Erzieher richtet, vom 24. bis 28. März stattfinden. Die Messe Stuttgart hat etwa 85 000 Besucher erwartet.

 


05.03.2020 - 12:00 Uhr

Landeselternbeirat hält Schließung von Schulen für übertrieben

Der Vorsitzende des Landeselternbeirats Carsten Rees hält es für übertrieben, Kindergärten, Schulen und Universitäten in Deutschland zu schließen. «Das würde weit über den Schulbetrieb hinaus sicherlich zu einem Chaos führen», teilt Rees auf Anfrage am Donnerstag mit.Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bleiben in Italien bis zum 15. März alle Schulen und Hochschulen geschlossen. Das innerhalb der EU am stärksten betroffene Land reagiert damit auf die Epidemie. Das geht aus einem entsprechenden Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Mittwochabend unterzeichnete.Rees lehnt diese Maßnahme für Deutschland ab. «Was machen zum Beispiel mit Abiturienten?», fragt sich Rees. Es sei nicht einfach, Prüfungstermine festzulegen. «Und wer kümmert sich um die Kinder, die dann alleine zu Hause wären?»Das Problem sei komplex: «Wenn wir wenige Fälle haben, müssen wir keine Schulen schließen. Wenn wir aber ganz viele Fälle haben, ergibt das auch keinen Sinn mehr, weil man sich dann überall anstecken kann. Schwierig kann die Entscheidung im Mittelfeld werden.»Sinnvoller sei es, stattdessen Hygienevorschriften einzuhalten. Der Zustand der Toiletten an einigen Schulen sei desolat. Mancherorts könne man sich gar nicht die Hände waschen, weil keine Seife da sei.

 

05.03.2020 - 11:00 Uhr

Ministerium: Kein Grund für landesweite Schulschließungen

Schleswig-Holsteins Bildungsministerium sieht derzeit keine Veranlassung, wegen des neuartigen Coronavirus landesweit die Schulen zu schließen. Dies sagte ein Sprecher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Im konkreten Fall sei für ein Schließen von Schulen das jeweilige Gesundheitsamt zuständig. Bis Mittwochabend waren in Schleswig-Holstein fünf Fälle von Infektionen mit dem neuen Coronavirus offiziell nachgewiesen worden.

Auch der Deutsche Lehrerverband hat flächendeckende Schulschließungen wegen des Coronavirus wie in Italien abgelehnt. Lange Komplettschließungen ohne «konkret nachgewiesene, bestätigte Verdachtsfälle» halte er für falsch, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Das wäre ein Maßnahmenoverkill.»

Lehrer in Stade mit Coronavirus infiziert - kein Unterrichtsausfall

Ein Lehrer eines Gymnasiums in Stade ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Einen Unterrichtsausfall am Vincent-Lübeck-Gymnasium halte das Gesundheitsamt des Landkreises allerdings nicht für nötig, teilte der Landkreis in der Nacht zum Donnerstag mit. Der Mann hatte demnach am Montag grippeähnliche Symptome aufgewiesen. In der Schule war er zuletzt am vergangenen Freitag gewesen.

Mit der Entscheidung, den Unterricht nicht ausfallen zu lassen, berufen sich Mediziner und Landkreis nach eigenen Angaben auf die Richtlinien des Robert Koch-Instituts, wonach eine Ansteckungsgefahr ab zwei Tage vor den ersten Symptomen bestehe. Daher gingen die Mediziner nicht von einer Ansteckung von Schülern oder Lehrern in der vergangenen Woche aus. Laut Landkreis Stade habe die Schulleitung den Eltern der jüngeren Schüler und den Schülern der oberen Jahrgangsstufen freigestellt, ob sie zum Unterricht kommen wollen.

Coronavirus: Lehrerverband gegen Schulschließungen wie in Italien

Der Deutsche Lehrerverband lehnt flächendeckende Schulschließungen wegen des neuartigen Coronavirus wie in Italien ab. Lange Komplettschließungen ohne «konkret nachgewiesene, bestätigte Verdachtsfälle» halte er für falsch, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Das wäre ein Maßnahmenoverkill.»Zwar gebe es auch in Deutschland sehr große Verunsicherung von Eltern, Lehrkräften und Schülern. Diese werde dadurch verstärkt, dass keine einheitliche Verfahrensweise in den Bundesländern erkennbar sei. Letztendlich müsse eine Güterabwägung vorgenommen werden: «Rechtfertigt der Grad der gesundheitlichen Gefährdung, dass mit der Schließung von Schulen Abschlussprüfungen ausfallen und die gesamte Bildungsplanung von Kindern in Gefahr gerät.»Italien hat als bisher am stärksten betroffenes Land in der EU wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Schulen und Hochschulen bis Mitte des Monats geschlossen. Ein entsprechendes Dekret hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Mittwochabend unterzeichnet.


04.03.2020 - 17:00 Uhr

Scheeres: Schulen entscheiden nicht selbst über Schließung

Weder die Schulleitung noch Berlins Senatsverwaltung für Bildung kann die Schließung einer Schule aus Sorge vor einem erhöhten Risiko für Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus veranlassen. Darauf wies Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Mittwoch hin. Wenn es entsprechende Befürchtungen gebe, müssten solche Fälle immer mit dem Gesundheitsdienst besprochen werden.«Es geht nicht, dass jemand aus dem Bauchgefühl heraus sagt, ich schließe jetzt mal meine Schule», sagte Scheeres. «Wenn eine entsprechende Konstellation da ist, muss das mit dem Gesundheitsdienst, mit den entsprechenden Amtsärzten abgeklärt werden.» Derzeit seien in Berlin zwei Schulen geschlossen. Sie hoffe aber, dass die Tests auf Sars-CoV-2 dort schnell erfolgen und die Schulen bald wieder öffnen können.Handlungsbedarf an den Schulen mit Blick auf Hygiene angesichts der sich abzeichnenden Virus-Pandemie sieht Scheeres nicht. «Wichtig ist, Seife vor Ort zu haben, und das wissen die Bezirke auch. Ich gehe davon aus, dass sie dafür Sorge tragen», erklärte die Senatorin. «Es sollte immer darauf geachtet werden, dass solche Artikel in den Schulen sind, aber jetzt besonders.» Denn viel wichtiger als Desinfektionsmittel zu benutzen, sei das regelmäßige Händewaschen.

Medien: Italien schließt wegen Coronavirus Schulen im ganzen Land

Italien schließt wegen der Verbreitung des neuartigen Coronavirus nach Medienberichten die Schulen im ganzen Land. Sie sollten von Donnerstag bis 15. März geschlossen bleiben, berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Mittwoch unter Berufung auf Regierungskreise.

 

 

04.03.2020 - 10:30 Uhr

Bildungsmesse DIDACTA soll trotz Corona stattfinden

In den letzten Tagen wurden zahlreiche Messen abgesagt. Darunter waren der Genfer Automobilsalon, die Internationale Tourismusbörse oder die Internorga. Die DIDACTA, Deutschlands Bildungsmesse, soll aber dennoch vom 24. - 28.03.2020 stattfinden. Erwartet werden 85.000 Lehrerinnen und Lehrer bzw. Personen, die im Bildungsbereich arbeiten. Im Gegensatz zu den anderen Messen sei die DIDACTA nach Ansicht der Behörden eine nationale Messe mit wenigen Besuchern aus dem Ausland. Allerdings ist fraglich, ob die Lehrerinnen und Lehrer von den Schulleitungen die Erlaubnis erhalten, die Messe zu besuchen, denn nach den Vorgaben der Bildungsministerien soll der Besuch von Großveranstaltungen vermieden werden.

Coronavirus bei Lehrerin bestätigt - Dritter Fall im Kreis Düren

Im Kreis Düren ist ein weiterer Fall des neuartigen Coronavirus bei einer Lehrerin bestätigt worden. Die Frau sei aus der Städteregion Düren und unterrichte an der Johannes-Schule in Aldenhoven-Siersdorf, teilte der Kreis Düren am Dienstagabend mit. Damit steige die Zahl der bestätigten Fälle im Kreis auf drei. Die Grundschule bleibt vorsichtshalber am Mittwoch geschlossen. Lehrer, Eltern und Schüler seien informiert worden. Der Lehrerin geht es laut Kreis-Gesundheitsamt gut. Sie befinde sich in häuslicher Quarantäne. Als nächstes würden ihre Kontaktpersonen ermittelt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, erklärte Landrat Wolfgang Spelthahn.

Bundesweit ist Nordrhein-Westfalen derzeit am stärksten vom Coronavirus Sars-CoV-2 betroffen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden in NRW bis Dienstagnachmittag knapp über einhundert Fälle bestätigt.

Schule Schloss Salem sagt Jubiläum ab

Das Internat Schloss Salem am Bodensee wollte im April seinen 100. Geburtstag feiern. Daraus wird nun nichts. Die Sorge vor dem Coronavirus führte nun zu einer Verschiebung der Festveranstaltung um ein Jahr auf 2021, so teilte die Schule am Dienstag mit. Die Schule erklärte auf ihrer Webseite, dass die Gesundheit der ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler, aber auch der Mitarbeiterschaft und der Gäste die höchste Priorität habe. Zudem dürften die anstehenden Abitur- und IB-Prüfungen nicht durch potenziell infizierte Anwesende gefährdet werden.

 

03.03.2020 - 12:00 Uhr

Schüleraustausch mit Bologna: 23 Gymnasiasten bis Freitag zu Hause

Am Gymnasium in Dorfen im oberbayerischen Landkreis Erding bleiben nach einem Schüleraustausch in die als Corona-Risikogebiet erklärte italienische Emilia-Romagna 23 Schüler die ganze Woche zu Hause. Die Neunt- und Zehnklässler hatten vor den Ferien eine Woche in Bologna verbracht, wie Schulleiter Markus Höß am Dienstag mitteilte. Auch die beiden Lehrer, die an der Fahrt teilnahmen, bleiben der Schule fern. Mehrere Medien hatten zuerst darüber berichtet.

«Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir haben am Sonntag über das Kultusministerium den Hinweis bekommen: Wenn Schüler in betroffenen Gebieten gewesen sind, sollten sie zunächst am Montag zu Hause bleiben», sagte Höß. Da die Emilia-Romagna mittlerweile zur Risikoregion erklärt wurde, habe man entschieden, die Schüler bis Freitag zu Hause zu lassen; dann seien seit der Rückkehr aus Italien zwei Wochen vergangen. Es gebe bisher keinen Verdachtsfall. «Wir haben keinen Schüler mit entsprechenden Symptomen.» Deshalb gehe er davon aus, dass die Schüler nächste Woche wieder regulär am Unterricht teilnehmen können, sagte Höß.

Pößnecker Schule wegen Coronavirus-Verdachts geschlossen

Nach einer ersten bestätigten Infektion mit dem neuartigen Coronavirus in Thüringen fällt der Unterricht am Gymnasium in Pößneck (Saale-Orla-Kreis) bis Freitag aus. Das teilte das zuständige Landratsamt am Dienstagmorgen mit. Das Virus war am Montag bei einem 57-Jährigen aus dem Orlatal nachgewiesen worden. «Bei der Ermittlung der Kontaktpersonen des bereits Infizierten wurden zwei Verdachtsfälle am Gymnasium in Pößneck festgestellt», teilte das Amt weiterhin mit. Aus diesem Grund werde die Schule bis einschließlich 6. März geschlossen. Alle Schüler und Lehrkräfte seien angehalten, zuhause zu bleiben.

Mehrere Coronavirus-Fälle in Berlin - Schule bleibt zu

Nach den ersten bislang nachgewiesenen Infektionen mit dem neuen Coronavirus in der Hauptstadt bleibt eine Schule geschlossen. Und es stehen weitere Testergebnisse an. Wie geht es den Kontaktpersonen?

Nach den ersten nachgewiesenen Fällen der neuen Coronavirus-Infektion in Berlin erwarten die Behörden an diesem Dienstag weitere Testergebnisse. Rund 60 Menschen wurden ausfindig gemacht, die als Kontaktpersonen eines bereits infizierten 22-Jährigen gelten. Darunter sind unter anderem Mitbewohner und Kollegen des jungen Mannes aus Berlin-Mitte. Auch seine Eltern, die aus Nordrhein-Westfalen stammen und in der Hauptstadt zu Besuch waren, wurden isoliert. In Nordrhein-Westfalen gibt es mit mehr als 90 Fällen bisher die größte Häufung von Infektionen in Deutschland.

Am Montagabend wurden nach dem ersten bekannt gewordenen Fall des 22-Jährigen noch zwei weitere Infektionen in Berlin gemeldet. Es handle sich um einen Mann in Marzahn-Hellersdorf und eine Frau in Mitte, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Montagabend mit. Sie sollen nach bisherigen Erkenntnissen nicht mit dem Fall des erkrankten 22-Jährigen in Verbindung stehen. Der junge Patient wird weiter auf einer Isolierstation im Virchow-Klinikum der Charité behandelt.

Die Lehrkraft aus Marzahn-Hellersdorf habe sich offenbar auf einer Italien-Reise infiziert. Der Mann war mit zwei Gruppen aus 74 Schülern sowie 6 Lehrkräften auf Skifahrt in Südtirol und entwickelte nach der Rückkehr Krankheitssymptome. Er wird nun im Vivantes-Klinikum Kaulsdorf isoliert und behandelt. Als Vorsichtsmaßnahme bleibt die Emanuel-Lasker-Oberschule in Friedrichshain, an der der Patient unterrichtet, bis auf weiteres geschlossen. Schüler und Lehrer sollen zu Hause bleiben, bis die Testergebnisse der Kontaktpersonen vorliegen.

Nach der Emanuel-Lasker-Schule in Friedrichshain-Kreuzberg wurde auch ein nahe gelegener Teil der Modersohn-Grundschule geschlossen. Dabei gehe es um eine Filiale der Grundschule, die sich auf dem Gelände der weiterführenden Lasker-Schule befindet, sagte ein Sprecher der Senatsbildungsverwaltung am Dienstag. Auch die private Berlin Metropolitan School in Berlin-Mitte, die Vor- und Grundschule sowie die Sekundarstufe umfasst, stellte am Dienstag vorübergehend den Betrieb ein.


02.03.2020 - 14:15 Uhr

Marbacher Gymnasium gibt schulfrei, um Hygienemaßnahmen zu verbessern

Das größte Gymnasium in Baden-Württemberg, das Marbacher Friedrich-Schiller-Gymnasium, hat seinen jüngeren Schülern am Montag schulfrei gegeben, um besser gegen das Coronavirus gerüstet zu sein. Lediglich für die Oberstufe fand der Unterricht statt, auch am Dienstag haben mehrere Jahrgänge frei. Die Zeit solle genutzt werden, um die vom Robert Koch-Institut (RKI) empfohlenen Hygienemaßnahmen umzusetzen, teilte die Schulleitung auf ihrer Internetseite mit. Unter anderem soll es an allen Waschbecken gefüllte Seifenspender und Papierhandtücher geben, Toiletten werden häufiger gereinigt und Türgriffe desinfiziert.Das Vorgehen ist nach Angaben des Kultusministerium abgestimmt und betrifft die Klassenstufen 5 bis 9. Am Dienstag fällt der Unterricht für die Klassenstufen 7.1, 8 und 9 erneut aus, heißt es auf der Internetseite der Schule. Die Schüler der Unterstufen würden zudem während der ersten Stunde in «grundlegendes Hygieneverhalten» eingewiesen. Am Mittwoch wird laut Schulleitung wieder in allen Jahrgangsstufen unterrichtet. Laut Ministerium handelt es sich bei der Marbacher Maßnahme um einen Einzelfall.Der Landeselternbeirat hatte in der vergangenen Woche angesichts des Virusrisikos über einen desolaten Zustand der Toilettenanlagen an vielen Schulen beklagt. Mancherorts könne man sich gar nicht richtig die Hände waschen, weil keine Seife da sei, hatte der Landesvorsitzende Carsten Rees gesagt. Auch der Philologenverband forderte am Montag, Schulen müssten die Chance bekommen, die Hygieneempfehlungen des RKI einzuhalten. «Warmes Wasser und Seife sollten nun wirklich ein Minimum sein», kritisierte er.


GEW-Vorsitzende zeigt sich überrascht von Virus-Ängsten der Lehrer

Die baden-württembergische Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doro Moritz, ist überrascht von den Ängsten der Lehrkräfte vor dem neuartigen Coronavirus. «Zunächst habe ich gedacht, sie gehen entspannt in die Schule», sagte Moritz am Montag dem Südwestrundfunk. «Mich haben über das Wochenende aber einige Mails erreicht, die von "extremer Angst" und von "Katastrophenlage" in Baden-Württemberg sprechen. Das hat mich angesichts der Situation doch überrascht.»Zuvor hatte das Kultusministerium Lehrer, Schüler, Kita-Kinder und Erzieher zum Ende der Faschingsferien aufgefordert, vorerst zu Hause zu bleiben, sollten sie in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet des Coronavirus gewesen sein. Das Robert Koch-Institut in Berlin zählt zu diesen Regionen unter anderem die gesamte Region Lombardei in Norditalien. Eine Sprecherin des Kultusministeriums sagte am Montag, es gebe noch keinen Überblick darüber, wie viele Lehrer und Schüler den Schulen ferngeblieben seien.Sie halte es für unangebracht, nun sicherheitshalber alle baden-württembergischen Schulen zu schließen, sagte die GEW-Landesvorsitzende weiter. Es gehe vor allem um die Lehrkräfte und Schüler, die in der Lombardei gewesen seien. «Das sind lediglich Einzelfälle», sagte Moritz auch der dpa. Wenig wahrscheinlich sei zudem, dass Menschen aus Deutschland in den Faschingsferien für nur eine Woche in den Risikogebieten Chinas oder Südkoreas gewesen seien. «Deswegen sollten wir wirklich die Kirche im Dorf lassen», sagte Moritz.

 

02.03.2020 - 8:15 Uhr

Coronavirus-Verdacht: Zwei Schulen in Büren vorsorglich geschlossen

In Büren im Kreis Paderborn sind wegen des Verdachts auf eine Infektion mit dem Corona-Virus zwei Schulen geschlossen worden. Ein Gymnasium in der Stadtmitte sowie eine Grundschule im Ortsteil Harth sollten am Montag und Dienstag geschlossen bleiben, wie eine Sprecherin des Kreises Paderborn in der Nacht zu Montag mitteilte. Es handele sich um die Grundschule Harth und das Liebfrauen-Gymnasium Büren.Bei einer Bürener Familie habe sich am Sonntagabend der Verdacht auf die vom neuartigen Coronavirus verursachte Krankheit Covid-19 ergeben. Bisher zeige aber keines der Familienmitglieder Symptome. Die Schließung der beiden Schulen erfolge vorsorglich, bis abgeklärt sei, ob tatsächlich eine Infektion vorliegt.Da der Vater der Familie aus Büren als Lehrer an einem Berufskolleg in Lippstadt arbeitet, bleibt auch diese Schule für rund 600 Schüler am Montag und Dienstag vorsorglich geschlossen, wie der Kreis Soest mitteilte.

 

01.03.2020 - 21.00 Uhr

Corona-Verdachtsfall negativ - Schulen in Ichtershausen öffnen wieder

Nach dem Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bei einem Schüler im Ilm-Kreis werden die Grund- und die Regelschule in Ichtershausen am Montag wieder geöffnet. Der Laborbefund der Berliner Charité sei negativ, informierte eine Sprecherin des Ilm-Kreises am Sonntagabend. «Mit dem negativen Verdachtsfall öffnet am Montag, 2. März 2020, auch wieder wie gewohnt die Schule in Ichtershausen. Das gilt für die Regelschule wie für die Grundschule.» Sie waren am Freitag nach Bekanntwerden des Infektionsverdachts bei dem 15-Jährigen geschlossen worden.

Aufatmen in Bonn: 185 Schüler ohne Coronavirus-Nachweis

Nach der Infektion eines Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) in Bonn gibt die Stadt eine erste vorsichtige Entwarnung. Am Sonntagabend lagen negative Tests für 185 Kinder vor, die die Grundschule besuchen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagt. 30 Tests auf das neuartige Coronavirus stünden noch aus. Darunter seien sowohl Schüler als auch Lehrer. Krisenteams hatten die Familien am Wochenende aufgesucht, aber noch nicht alle Kontaktpersonen des 23 Jahre alten OGS-Mitarbeiters angetroffen. Er hat nur leichte Symptome und befindet nach Angaben der Uniklinik Bonn in häuslicher Quarantäne. Der Student hatte Karneval im Kreis Heinsberg gefeiert.Im Fall einer Schülerin aus dem Raum Aachen, die mit ihrer Reisegruppe an der Grenze zu Österreich im Bus gestoppt wurde, gab es am Abend ebenfalls Entwarnung. Nach Angaben eines Sprechers fiel der Test in Bayern auf den neuartigen Coronavirus negativ aus. Die Schülerin hatte vor der Reise «intensiveren» Kontakt zu einem Jugendlichen, bei dem einen Nachweis gab.

 

29.02.2020 - 21.45 Uhr

Coronavirus: Mönchengladbach meldet infizierten Lehrer - Schule geschlossen

Eine Lehrkraft aus einer Grundschule in Mönchengladbach hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Stadt am späten Samstagabend mit und kündigte die Schließung der Grundschule mitsamt eines dazugehörenden Teilstandorts bis zum 15. März an. Die Lehrkraft befinde sich seit Donnerstag in häuslicher Quarantäne und habe zuvor an einem Unterrichtstag Kontakt zu Schülern der dritten Klassen sowie zum Lehrerkollegium gehabt. Daher sollen die rund 70 Schüler der dritten Klassen, alle 30 Lehrer und das übrige Schulpersonal in häuslicher Quarantäne bleiben.Geschwisterkinder der betroffenen Schüler können weiterhin andere Schulen oder Kindergärten besuchen. Die Eltern der unter Quarantäne stehenden Jungen und Mädchen müssten ebenfalls nicht daheim isoliert bleiben. Insgesamt besuchen laut Stadt 375 Kinder in 15 Klassen die Grundschule.

 

29.02.2020 - 17.40 Uhr

Ministerien warnen Ferienrückkehrer vor Coronavirus-Erkrankungen

In Bayern enden die Faschingsferien. Damit steigt die Gefahr, dass Urlauber eine Coronavirus-Erkrankung mitbringen könnten. Schüler sollen sogar ohne Symptome zu Hause bleiben, wenn sie in einem Risikogebiet waren.Bayerns Gesundheitsministerium hat aus Anlass des Endes der Faschingsferien im Freistaat Italienurlauber zu besonderer Vorsicht wegen der Coronavirus-Erkrankungen aufgefordert. Feriengäste, die nach ihrem Urlaub einen begründeten Verdacht auf eine Infektion hätten, sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden, teilte das Ministerium am Samstag mit.Ein begründeter Verdachtsfall bestehe bei Menschen, die Symptome haben und sich vorher in einem Risikogebiet aufgehalten haben. «Wer in Italien mit einem Coronavirus-Erkrankten persönlichen Kontakt hatte, sollte sich umgehend an sein Gesundheitsamt wenden», betonte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).Schüler, die in den vergangenen beiden Wochen in einem der ausgewiesenen Risikogebiete waren, sollen auch ohne Symptome am Montag, dem ersten Schultag, möglichst zu Hause bleiben. Die Schule sei dann darüber zu informieren, teilte das Kultusministerium mit. «In diesem Fall gilt die Nichtteilnahme am Unterricht als entschuldigt», hieß es. Als Risikogebiet gelten in Italien unter anderem die Lombardei sowie verschiedene Regionen in China, Südkorea und dem Iran.

 

29.02.2020 - 14:00 Uhr

Coronavirus: Lehrer aus Sauerland infiziert

Im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid ist bei einem Lehrer das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Ein Sprecher des Märkischen Kreises sagte am Samstag auf dpa-Anfrage, es seien 36 Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne geschickt worden. Man habe von allen Abstriche genommen, die nun ins Labor geschickt würden. Die Förderschule des Kreises mit 95 Schülern und 20 Lehrern bleibe bis Ende der kommenden Woche geschlossen. Der Lehrer habe in dem besonders betroffenen Kreis Heinsberg an der Karnevalssitzung teilgenommen, die für NRW bisher als Ausgangspunkt gilt.Unter den Betroffenen der häuslichen Quarantäne sind vier weitere Lehrkräfte der Förderschule. Der an Covid-19 erkrankten Pädagoge habe nur leichte grippeähnliche Symptome, sagte der Sprecher.

 

29.02.2020 - 13:00 Uhr

Coronavirus-Infektion: Bonner Schule bleibt zwei Wochen geschlossen

Nach der Infektion eines Mitarbeiters einer Offenen Ganztagsbetreuung (OGS) mit dem neuartigen Coronavirus bleibt eine Bonner Grundschule von Montag an für zwei Wochen geschlossen. Die rund 185 Kinder, die die Schule besuchten, würden nun auf das Virus getestet, sagte die Leiterin des Bonner Gesundheitsamtes, Ingrid Heyer, am Samstag. Dazu würden Krisenteams die Familien im Laufe des Tages zu Hause aufsuchen.Der 23 Jahre alte OGS-Mitarbeiter zeige nur leichte Symptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne, sagte der Ärztliche Direktor der Bonner Uniklinik, Wolfgang Holzgreve.Der junge Mann habe im Kreis Heinsberg Karneval gefeiert und sei dann am Aschermittwoch nach Bonn zurückgekehrt, wo er in der OGS arbeite, schilderte Heyer. Dort habe er dann Kinder bei den Hausaufgaben betreut. Danach habe er sich schlecht gefühlt und sei am Donnerstag nicht in der Schule gewesen. Er sei zur Uniklinik gefahren, dort sei aber zunächst kein Test vorgenommen worden. Erst am Freitagnachmittag, als der Mann ein zweites Mal in die Klinik fuhr, sei er dann positiv auf das Coronavirus getestet worden. Den Klinik-Mitarbeitern sei zu dem Zeitpunkt nicht bekannt gewesen, dass der Student zuvor Karneval im Kreis Heinsberg gefeiert hatte.Bisher haben alle nun fast 40 Infektionsfälle in NRW einen Bezug zum Kreis Heinsberg, wo auch der 47-Jährige feierte, der als Erstinfizierter in NRW gilt und weiter in der Uniklinik Düsseldorf behandelt wird.

 

28.02.2020 - 23.00 Uhr

Heinsberg: 37 Infizierte -  Schulen und Kitas bis 6. März zu

Im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg hat sich die Zahl der Coronavirusfälle auf 37 erhöht. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitagabend mit, ohne weitere Details zu den Infizierten zu nennen. Der Krisenstab habe beschlossen, dass im Kreis die Kindertagesstätten, Schulen und Kindertagespflegeeinrichtungen bis einschließlich 6. März geschlossen bleiben. Die öffentlichen Verwaltungen öffnen ab 3. März teilweise wieder für den Publikumsverkehr. Es würden aber nur dringende Anliegen bearbeitet. Im westlichsten Kreis Deutschlands kämpft ein rund 100-köpfiger Krisenstab gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus.

 

28.02.2020 - 21:00 Uhr

Schüler müssen zuhause bleiben

Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat in einem Schreiben an alle Schulen und Kindertagesstätten angeordnet, dass alle Personen die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren - unabhängig von Symptomen - unnötige Kontakte vermeiden und vorläufig zu Hause bleiben sollen. 

 

26.02.2020 - 00:43 Uhr

Schulen schließen im Krise Heinsberg

Ein Kriesenstab entscheidet, dass alle städtischen Schulen und Kindergärten im Kreis Heinsberg in NRW bis einschließlich 2. März geschlossen bleiben. Im Vorfeld war ein Mann aus Heinsberg positiv auf  den Coronasvirus getestet worden.

 

Weitere Informationen folgen in Kürze.