Freitag, 08. Juli 2022

IT-Sicherheit für Kinder – unsere Empfehlungen für einen sicheren Umgang mit dem Netz

Kinder wollen die Welt entdecken und dabei sprechen wir nicht nur von der Welt, die uns umgibt, sondern auch vom Internet, also der virtuellen Welt. Dass im Internet jedoch auch Gefahren lauern, ist den Kindern und Jugendlichen häufig nicht bewusst. Hierbei liegt die Verantwortung bei den Eltern, ihre Kinder zu schützen und die Endgeräte so zu optimieren, dass ein sicheres Surfen im Netz gewährleistet ist.

Kinder wollen die Welt entdecken und dabei sprechen wir nicht nur von der Welt, die uns umgibt, sondern auch vom Internet, also der virtuellen Welt. Häufig können erwachsene Elternteile diesen Wissensdrang ihrer Kinder schwer nachvollziehen, da die ehemaligen Kinder als die Erwachsenen von heute damals noch in der freien Natur gespielt haben, anstatt Online Games zu zocken. Der Wandel der Zeit bringt jedoch mit, dass sich immer mehr Kinder und Jugendliche für die Schule Informationen aus dem Internet beschaffen, sich bei Facebook & Co. anmelden und über Chats wie WhatsApp und Telegram mit ihren Freunden vernetzen. Dass im Internet jedoch auch Gefahren lauern, ist den Kindern und Jugendlichen häufig nicht bewusst. Hierbei liegt die Verantwortung bei den Eltern, ihre Kinder zu schützen und die Endgeräte so zu optimieren, dass ein sicheres Surfen im Netz gewährleistet ist.

 

Welche Vorkehrungen Eltern dabei treffen sollten, welche Regeln mit den eigenen Kindern vereinbart werden sollten und welche potenziellen Gefahren im Netz lauern, möchten wir in unserem Beitrag beleuchten.

 

Grundlegende Tipps für mehr Sicherheit im Umgang mit dem Internet

Bereits Kinder, die die Grundschule besuchen, sind von der Welt des Internets fasziniert. Eltern sollten beim Surfen ihrer Kinder im Grundschulalter jedoch stets dabei sein und nur kindergerechte Seiten aufrufen, die werbefrei und didaktisch sind. Beispielsweise bietet die Elefantenseite, die bekannt geworden ist durch die Sendung mit der Maus, eine Wissensseite, die für Computeranfänger Geschicklichkeitsspiele, Rätsel und hochwertige Filmbeiträge zu bieten hat.

Für Kinder, die bereits Erfahrung im Surfen haben, des Schreibens und Lesens bereits affin sind und wichtige Sicherheitsregeln im Umgang mit dem Netz kennen, ist es denkbar, ohne die permanente Aufsicht ihrer Eltern das WWW zu benutzen. Jedoch sollten die Eltern immer wieder die Internetaktivitäten ihrer Kinder kontrollieren und parat stehen, wenn die Kinder Fragen haben oder Hilfe brauchen. Etwaige Downloads oder Anmeldungen sollten die Eltern vornehmen.

 

Kindergerechte Suchmaschine

Ein sicherer „Google“ ist die Suchmaschine „fragFINN.de“ – diese Seite ermöglicht Kindern ein sicheres Surfen und liefert zudem Tipps zum sicheren Surfen und stellt kindergerechte News und Videos zur Verfügung. Übrigens ist diese hochwertige Kindersuchmaschine auch als kostenlose App für das Smartphone oder das Tablet erhältlich. Hierbei sollten sich die Eltern um den Download kümmern.

 

Wichtig: Regeln festsetzen

Ein wichtiger Punkt ist eine sukzessive Aufklärung von etwaigen Risiken und Gefahren, die für Kinder im Netz lauern. Wer als Elternteil über

·      Verbreitung pornographischer Inhalte

·      Extremismus

·      Drogen- und Alkoholverherrlichung

·      Cybermobbing

·      Identitätsdiebstahl

·      Stalking

spricht, klärt seine Kinder über die Kehrseite des Internets auf und eröffnet eine ehrliche Debatte. Übrigens sollten diese Themen auch an Schulen thematisiert werden, wenn Lehrkräfte ihre Schüler dazu anhalten, im Netz nach Wissen zu recherchieren. Eine gute Lösung ist auch, mit den eigenen Kindern über die Online-Zeiten Regeln aufzustellen. Gleich wie die Fernsehzeiten, sollten auch die Surfzeiten genau definiert werden.


Surfzeiten klar definieren

Wer die Surfzeiten im Internet klar eingrenzt, sorgt als Elternteil dafür, dass Aktivitäten an der frischen Luft keine Einbußen erleiden und auch noch das Lernen wahrgenommen wird. Eine gute Idee ist, ein Wochenkontingent an Stunden zur Verfügung zu stellen (ähnlich wie das Taschengeld) und die Kinder können sich die Zeiten frei einteilen. Dabei ist es wichtig, zwischen der freizeitlichen Internetnutzung und der Internetnutzung für die Schule zu unterscheiden.

 

Geräte direkt absichern

Über das Betriebssystem des eigenen Personal Computers hat man als vorausschauender Elternteil die Möglichkeit, eigene Accounts für die Kinder einzurichten. Über den kindergerechten Account können diverse Funktionen wie die Installation von Programmen deaktiviert oder eingeschränkt werden. Zusätzlich können Webinhalte, je nach Altersangabe, eingeschränkt oder gesperrt werden. Mobile Endgeräte bieten hierbei die Möglichkeit, den Internetzugriff einzuschränken. Zeitlimits können beispielsweise genutzt werden, wenn die Sprösslinge Absprachen mit den Eltern in Bezug auf die Internetnutzung nicht einhalten und der Sport, die Schule oder die Aufgaben im Haushalt vernachlässigt werden. Falls mal ein Programm für den Unterricht von Nöten ist, müssen Eltern dies eigenständig downloaden. Diese Empfehlung gilt für Kinder bis zum 12. Lebensjahr.


Technischen Jugendschutz optimieren

Jugendschutzprogramme (JusProg) haben die praktische Eigenschaft, ungeeignete oder unangemessene Websites auf technischen Filtern basierend auszusortieren und nur geprüfte Websites aufrufbar zu machen. Wir empfehlen allen Eltern, diese Einstellungen regelmäßigen Kontrollen zu unterziehen und die Altersgrenzen anzupassen. Der Zugang zum Jugendschutzprogramm sollte durch ein sicheres Passwort abgesichert werden. Das Passwort sollte hierbei für Kinder und Jugendliche unerreichbar aufbewahrt werden. Zudem ist eine sichere Verbindung über einen geschützten VPN-Server ratsam. Anhand einer sicheren VPN-Verbindung werden sowohl die persönlichen Daten, als auch die IP-Adresse verschlüsselt. Wer keine sichere VPN-Verbindung besitzt, hat die Möglichkeit, eine hochprofessionelle VPN zu testen, um seinen Kindern einen sicheren Gang ins Internet zu ermöglichen.

 

Die Wichtigkeit vom Datenschutz

Es ist wichtig, dass Eltern, die ihren Kindern den Gang ins Internet erlauben, diese auch bezüglich eines sorgsamen Umgangs mit den persönlichen Daten sensibilisieren und dies als gewichtige Aufgabe ansehen. Kinder neigen in ihrem jugendlichen Leichtsinn oft dazu, ihre persönlichen Daten bei Anmeldungen oder für gewisse Online-Gewinnspiele preiszugeben. Dass dabei die Gefahr lauert, dass diese Daten oder gar Bilder der Kinder von Fremden genutzt werden, um diese zu verbreiten oder gar mit den Kindern als fremde Erwachsene mit böser Gesinnung Kontakt aufzunehmen, muss den Kindern ins Bewusstsein verankert werden. Die Devise also lautet: Weniger preisgeben ist mehr.

Im Idealfall richten Eltern eine eigene E-Mail-Adresse für ihre Kinder ein, auf die die Eltern ebenfalls Zugriff haben. Erklärt man den Kindern, dass beim Surfen Cookies, also Spuren im Netz hinterlassen werden, sensibilisiert man seinen Nachwuchs, vorsichtig im Umgang mit Websites zu sein.

 

Fazit

Dass Kinder neugierig auf die Weiten des Webs sind, lässt sich irgendwann nicht mehr vermeiden. Wir leben in einem Technologiezeitalter und ein Internetzugang in der Schule oder im Internetcafé ist schnell gefunden. Deshalb macht es kaum Sinn, seinen Kindern den Gang ins Internet zu verbieten. Was man als fürsorgliche Eltern jedoch tun kann, ist, das Internet kindergerecht zu gestalten und alle Vorkehrungen zu treffen, damit Kinder nicht mit problematischen Inhalten aus dem Netz konfrontiert werden. Eine Sensibilisierung gegen die potenziellen Gefahren des Netzes obliegt den Eltern. Dabei ist viel Verständnis und Einfühlungsvermögen gefragt. Rigorose Verbote bewirken häufig einen gegensätzlichen Effekt.